#174 Hochbau, Tools & Praxis-Learnings: Moderne Tragwerksplanung im Alltag feat. Laurin Ernst
Shownotes
Unser heutiger Gast Laurin Ernst kennt das Problem. Er ist Tragwerksplaner im Hochbau bei der Konstruktionsgruppe Bauen, leidenschaftlich unterwegs in Sachen Automatisierung und digitale Workflows – und Gründer der Plattform Structural Basics. Mit ihm sprechen wir darüber, wie groß die Kluft zwischen dem Studium und dem späteren Berufsalltag wirklich ist. Schreibt uns in die Kommentare: Was hat euch im Studium gefehlt? Und folgt uns gerne, um keine zukünftigen Episoden zu verpassen. Viel Spaß beim Zuhören!
Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom Global Podcast.
00:00:04: Und heute habe ich einen ganz besonderen Gast dabei, denn ich verfolge ihn schon die ganze Zeit auf LinkedIn, finde seine Beiträge auch richtig stark weil es nämlich bei den Beiträgen immer um das Thema Statik und Tragrexplanung geht.
00:00:20: Daher bin ich sehr froh den Laurin Ernst hier heute im Global Podcast begrüßen zu dürfen.
00:00:26: Er ist Statik-Treibrexplaner, arbeitet beim Unternehmen Konstruktionsgruppe Bauen und ist auch Gründer der Plattform Structural Basics.
00:00:37: Was es mit den ganzen Themen auf sich hat, Statik, Traberexplanung, das wissen wir alles aber auch seiner Plattform, Structual Basics, darauf werden wir in dem Podcast kommen.
00:00:46: Jetzt an dieser Stelle, Laurin, schön, dass du da bist!
00:00:49: Hallo Daniel, danke für die Einladung und ich freue mich auf unser Gespräch.
00:01:04: Hallo und herzlich willkommen zum Blueball Podcast der Podcast rund um das Thema Bau.
00:01:10: Ich bin froh, dass du dabei bist.
00:01:11: Los geht's!
00:01:14: Laurin, erzähl doch mal wer bist du und was machst du?
00:01:18: Genau also ich bin Laurin Ernst, bin neunundzwanzig Jahre alt komme ursprünglich aus dem Allgäu wie man vielleicht hier oder damals hören kann und wie du schon gesagt hast bin von Beruf Treibäcksplaner Kurz zu meinem Background.
00:01:33: Ich habe einen Bachelor in Innsbruck gemacht und bin dann für ein Master an die Tizio nach Kopenhagen, und neben meinen Job.
00:01:42: als Tragerexplaner versuche ich noch auf meiner Homepage Structural Basics, meinem wöchentlichen Newsletter- und YouTube-Kanal anderen Leuten startig weitzubringen und habe infolgedessen letztes Jahr auch meine ersten zwei Bücher geschrieben.
00:01:59: Bin gerade dabei mein drittes zu schreiben Genau.
00:02:03: Mega, richtig stark vor allem weil du nämlich auch diese Auslandserfahrung gesammelt hast was mich dann auch mit Sicherheit an der Frage führt wo du da auch die Unterschiede zwischen Deutschland und Dänemark siehst.
00:02:15: das würde mich auf jeden Fall interessieren.
00:02:17: ich bin immer ein großer Freund davon auch mal zu fragen okay erstens mal allgemein wie ist es überhaupt zum baunschöner Wesen gekommen oder allgemeinen Bauwesen?
00:02:27: Ist es dann irgendwie so ein familiärer Hintergrund?
00:02:30: Hat sich jemand schon in einer Familie gegeben, der Bauernwesen gemacht hat?
00:02:33: oder hast du gesagt hey ich möchte einfach mal das Haus probieren weil es mir besonders gut gefällt.
00:02:37: Wie ist es denn dazu gekommen?
00:02:39: Ja es auch familiär geprägt.
00:02:43: also mein Vater ist eben Heizung Sanitärmeister und dadurch hatte ich schon immer viel Kontakt zu seinen Freunden die andere Bauunternehmen hatten Zimmerei, Gerüstbaufirma usw.
00:02:56: Aber Ich bin eigentlich zum Bauingenieurwesen so ein bisschen durch einen kleinen Umweg gekommen.
00:03:01: Da ich quasi der Erste in der Familie bin, der aufs Gymnasium gegangen bin und dann studieren wollte habe ich gar nicht gewusst dass es das gibt also Bauingenührwesen.
00:03:11: Und hab dann erst in Campen wo ich geboren bin, ein anderes Studium begonnen und hab dann in den ersten zwei Wochen mitbekommen dass es auch Bauingenährwesen gibt.
00:03:22: Dann hab nach drei Wochen abgebrochen.
00:03:26: Also war ein kleiner Umweg, aber war schon dadurch geprägt dass ich gesehen habe was mein Vater quasi in der Baubrosche macht.
00:03:37: Okay ja sehr cool!
00:03:39: Sehr stark So.
00:03:40: und dann Richtung Tragrechtsplanung Statik.
00:03:45: Es gibt immer so mehrere Schwerpunkte die man ja im Bau- und Schunderwesen für sich entwickelt.
00:03:50: entweder man geht Richtung Bauleitung Projektmanagement ist dann auch viel auf der Baustelle oder man geht halt Richtung Planung.
00:03:59: Und bei dir war es ja dann die Tragwerksplanung, warum bist du denn nicht in der Tragwerk-Planung gegangen?
00:04:05: Was hat dich da so gereizt?
00:04:07: Also während des Studiums dachte ich schon immer dass ich so in die Richtung Bauleitung gehe.
00:04:13: und dann erst als ich die ersten Statikfecher quasi Noni hatte habe ich diese Begeisterungen für Statik kennengelernt weil man einfach Die Statik ist sehr herausfordernd.
00:04:27: Es gibt extrem viele Materialien, extrem viele Nachweise, sehr viele Lösungen für Probleme und man lernt irgendwie nie aus und ich glaube genau das ist was mich immer wieder fasziniert hat und immer noch fasziniert an der Tagweltsplanung dass man sehr kreativ an ja Lösungen arbeitet und eben nie auslermt.
00:04:53: Jetzt bist du eingestiegen in ein Büro, statische Berechnungen machst du jetzt.
00:05:00: Ich weiß aber noch ganz genau wie das bei mir war als ich studiert habe und dann auch fertig nach dem Studium in einen Ingenieurbüro gegangen bin, hab dort meine ersten Statiken gerechnet und ich weiß nicht wie es dir da gegangen ist, aber ich hab gedacht okay hey technische Mechanik bin ich gut, Statik hat hingehauen kann das alles verstehen.
00:05:18: Ich weiß auch wie eine Staubemessung funktioniert, ich weiß wie viel Bewährung man auszurechnet.
00:05:23: Ich weiß wie ein Holzquerschnitt dimensioniert werden muss und dann fängt man in dem Ingenieurbüro an und dann wird einem da so ne Statik hingelegt und man hat eigentlich gar keine Ahnung.
00:05:33: also klar man kann vielleicht bisschen noch was herleiten aber Lastaufstellung Positionen zeichnen habe ich im Studium nie gelernt.
00:05:43: Wie ist es denn dir damit ergangen?
00:05:45: Also wie war denn so der sagen wir mal Eintritt in die richtige Berufswahl, wo man als Statiker arbeitet?
00:05:52: Ja ganz genau gleich.
00:05:54: Also ich beschreibe das immer irgendwie so gern... Man lernt schon die Grundlagen in der Universität aber man lernt nur einzelne Bauteile zu bemessen oder berechnen und im Berufsleben muss man aber Systeme berechnet.
00:06:13: also man muss ein ganzes Haus berechneten, Lasten aufstellen Und dann eben auch verstehen, wie die Lasten von einem Bauzeit zum nächsten wandern und schließlich dann quasi im Boden enden.
00:06:26: Das ist so ein bisschen was, das halt in der Universität viel zu kurz kommt und wo man natürlich irgendwie dann auch im ersten Airprojekt aufwacht.
00:06:39: Oh okay krass!
00:06:40: Das ist ja wirklich viel anspruchsvoller als ich eigentlich gedacht habe.
00:06:43: oder man hat es... zehn Fragen pro Tag an erfahrene Ingenieure.
00:06:48: Wie mache ich das?
00:06:49: Und ja, glaube da ist es aber auch wichtig ehrlich zu sein und dann auch die Fragen zu stellen weil jeder Ingenieur war da mal.
00:06:59: Absolut!
00:06:59: Das heißt, du wirst irgendwie in der Lage den Studium in einer gewissen Weise zu beeinflussen oder zumindest von den Inhalten her.
00:07:08: wie würdest Du denn die Studenten ausbilden damit die besser für die Berufswoll aus Tragwork-Splanner-Statika vorbereitet werden.
00:07:20: Also ich glaube, vieles ist schon sehr gut im Studium.
00:07:22: Gerade jetzt mit mehr Berufserfahrung kriegt man immer noch technischere Probleme, die man dann irgendwie durch diese Grundlagen, die einem im Studiums gelernt hat lösen kann.
00:07:34: aber ein bisschen mehr Praxis könnte man schon einbauen dass man mehr Projektarbeit hat, mehr praktische Projekte also einfach wie ein Haus mal berechnen muss von Lastaufstellung bis zur Gründung, mit auch einer statischen Dokumentation.
00:07:51: Das ist glaube ich auch ein Punkt was man nicht im Studium lernt.
00:07:56: Man fängt einem ersten Job an und sagt ja erstell mal eine Statik aber man hat keine Ahnung wie die aufgebaut sein muss welche Kapitel es gibt was man beschreiben muss was für Anmerkungen man machen muss.
00:08:10: Zähmen wie Bewertungskizzen, Tragwerkskizzen kommt auch im Studium bis hin zu kurz und da wäre es gut wenn's ein paar mehr Fächer gibt die dann im Master vielleicht ja spezifisch auf Projektarbeit aus sind.
00:08:27: Hast du jetzt bei dir eingestiegen bist?
00:08:29: Wo bist du denn so das erste Mal?
00:08:32: ja sagen wir mal auf Herausforderungen gestoßen oder Sagen wir mal auch so ein bisschen, ja ok.
00:08:37: Keine Ahnung wie das jetzt geht.
00:08:39: Was waren denn da so viele Punkte in der Statik oder in der Treibwerksplanung?
00:08:43: Wie bist du denn da?
00:08:44: und ich sage herangegangen?
00:08:46: Ja bei mir kam es noch ein bisschen dazu dass ich natürlich einen Dänemark beim Berufseinstieg hatte und die Kultur ist ähnlich zu Deutschland bis hin anders.
00:08:55: aber auf jeden Fall und also ein Unterschied ist bisschen weniger kommuniziert und ein bisschen weniger hilft am Anfang.
00:09:04: Also ich habe wirklich mein erstes Projekt vor meinem Chef per E-Mail geschickt bekommen, mit der Anweisung mach mal!
00:09:11: Und das war dann noch herausfordernd weil jemand anders die Statik schon angefangen hat oder von einer Menschen gebaut wurde aber die Person die Aussteifungen vergessen hat durchgearbeitet, hatte kein Projektleiter den ich ... Ich konnte halt immer nur spezifische Fragen stellen.
00:09:38: Aber ich konnte jetzt nicht... Ich hatte keinen Projektleitert der mir gesagt hat macht den und den nachweis Und das war dann auch irgendwann so.
00:09:47: Ich habe auch damals Das war aufwitzig im Kopenhagen mit zwei Studienkollegen zusammen gewohnt Auch bei des Statiker Und wenn wir große Probleme hatten, sind wir mal abends noch zwei Stunden zusammengesessen und haben die Probleme zusammen durchgesprochen wie wir das jetzt lösen würden.
00:10:04: Also es war halt wirklich so Schritt für Schritt irgendwie ein Nachweis nach dem anderen.
00:10:10: dann hat man wieder neues Problem gehabt, hat meine Kollegen gefragt Es war aber auf jeden Fall nicht einfach.
00:10:19: Es war auch nicht die beste Situation für einen Berufseinsteiger, da hatte ich glaube jeder Partei irgendwie Einsteiger ein bisschen mehr an die Hand zu nehmen.
00:10:30: Ja kann ich auch nur jeden mit auf den Weg geben weil ich hatte das Glück schon wirklich so eine Art Buddy oder Mentor meiner Seite zu haben und er hat es dann wirklich gemeinsam mit mir gemacht und dann konnte ich mich auch immer sehr gut wenden.
00:10:45: also der hat sich auch gefreut dass ... im Fragen stellen konnte und so eine Person hilft einen dann schon richtig gut, weil man entwickelt dann auch nie... ... diese Scheu oder dieses Gefühl irgendwie beim Fragen stellen zu nerven.
00:10:59: Weil du das Gefühl hast die wollen dass du Fragen stellst, weil sie sich auch die Zeit nehmen um dich auszubilden Und es ist auch etwas was ein Arbeitnehmer immer sehr wertschätzt wenn hier einen.
00:11:10: Das muss ich auch sagen das ist äh... ... ein sehr starkes ja große Vorteile im deutschen Arbeitsmarkt.
00:11:19: Mein Eindruck ist, dass deutsche Ingenieure sehr gerne weiterhelfen wollen.
00:11:24: In Dänemark hilft man sehr gern zwei drei Minuten aber wenn es zu lang dauert dann wollen die Leute mit ihrem eigenen Zeug weitermachen.
00:11:35: Was würdest du sagen?
00:11:36: Was sind denn so die?
00:11:37: hast du so eine Top-Trei-, Top-Fünfliste von den Punkten die du vielleicht schon früher gerne gewusst hättest von den Bereichen der Statik Tragwerksplanung, damit man sich schon im Vorfall ein bisschen besser darauf vorbereiten kann um seine Statiken besser machen zu können.
00:11:54: Beispielsweise war es bei mir immer das Thema Lastaufstellung.
00:11:57: ich hatte von Lastaufstellungen keine Ahnung.
00:12:00: Ich musste mir mal das Gizn anschauen und bis ich eigentlich das Gefühl da rauf das Gefühl hatte okay wie schaut denn eigentlich eine Lastzusammenstellung vom Dach aus?
00:12:10: hat es bei mir irgendwie so klick gemacht.
00:12:13: Was gibt's denn da auf deiner Seite?
00:12:15: Hast du da auch irgendwie so eine Topliste?
00:12:18: Ich glaube am allermeisten war der Vertikale und Horizontale Lastabtrag.
00:12:23: Die Lastaufstellung war ich, muss ich sagen schon relativ fit durch das Studium.
00:12:31: Wie man die Lasten auf die einzelnen Decken oder Dach-Tragwerke ansetzt aber wie man dann weitermacht.
00:12:40: Okay, ich habe hier einen Träger.
00:12:41: Aber wie berechne ich die Last, die auf diesen Träge wirkt?
00:12:44: Weil in der Uni hat man in der Klausur meistens ein Einfeldträger und die Last ist gegeben Und dann muss man denen die Bewertung von dem Stahlbezun-Träger quasi berechnen.
00:12:57: Genau also zum Einen eben der vertikale Lastabtrag Zum anderen aber auch der horizontale Lastabtag vor allem Wie man vor allem eine Aussteifungsberechnung macht.
00:13:12: Man hat vielleicht mal ein Windverband in der Uni gerechnet, aber keine aussteifenden Wände wie man da die Bewährungen bemessen muss.
00:13:23: Betonfertigteile wie man quasi die Zugverankerung bemisst.
00:13:29: Lauter Sozemen oder auch bei Holzwänden ist das gleiche Thema.
00:13:33: und dann geht es natürlich weiter spezifisch Themen wie Brandschutznachweise wie man Bewertungskizzen zeichnet.
00:13:43: Das sind natürlich alles Themen, die man, wo man wirklich bei Null startet?
00:13:50: Absolut!
00:13:51: Man hat vielleicht mal im Studium schon einmal die eine oder andere Bewährungs-Skizze gezeigt, aber das war dann auch wirklich nur eine Skizze.
00:13:58: also man hat gesagt okay da müssen diese Art von, also da müssen vier Sechzehner für Zwanzigereien, ich auch immer und was bei mir auch immer eines der größten Learnings Teil- oder Knotenpunktstellen, wo extrem viel konzentrierte Bewährung und auch Kraft draufgekommen ist.
00:14:16: Und dann ist da extrem viel Bewährungen entstanden.
00:14:19: Da mussten richtig große Eisen hin.
00:14:22: Der Zeichner zum Herkunft kann ich nicht verbauen.
00:14:24: Das kann ich nichts sein, wenn die nicht auf der Baustelle verbauen
00:14:28: sind.".
00:14:28: Warum soll das nicht gehen?
00:14:31: Wenn du draußen mal auf der Baustelle bist und an Bewerbung abnimmst und wirklich siehst, okay, das ist der Knottenpunkt, den du gerade Dimensioniert hast, dann weißt du okay wie so ein fünfundzwanziger Eisen ausschaut.
00:14:43: Dann weiß ich was in Oschi ist.
00:14:46: Absolut!
00:14:48: Bevor wir bisschen weitermachen weil Du bist ja auch sehr im Bereich Digitalisierung unterwegs.
00:14:53: mich würde jetzt nochmal interessieren Jetzt von den Projekten die Du jetzt gemacht hast Was war denn so für Dich das spannendste herausforderndeste Projekt dass Du besonders In Erinnerung geblieben bist und warum?
00:15:06: Also Viele Projekte sind sehr, sehr stark in Erinnerung geblieben.
00:15:10: Aber jetzt habe ich vor kurzem ein Projekt abgeschlossen im Verkaufshaus in Kempten und da haben wir eine Stahltreppe eingebaut.
00:15:24: Klingt erst mal sehr simpel aber es war sehr herausfordernd weil wir mussten die Stahl Treppe in einen Bestandsgebäude aus den Fünfzigerjahren einbauen und es gab keinerlei Unterlagen Weder Stadik, noch Architekturpläne.
00:15:41: Und man hat sozusagen für diese Steiltreppe ein Loch in die Decke reingeschnitten und es war einfach eine rippendeckige Vierfeld-Tegersysteme und das zweite Feld hat man rausgeschnitten.
00:15:54: Das heißt ... Die eigentliche Statik von der Treppel war jetzt gar nicht die größte Herausforderung sondern es waren dann diese Herausforderungen wie gehen wir mit dem Bestand um?
00:16:06: Wie bekommen wir die Materialkennwerte, von welchen Elementen brauchen wir die materialkennwerte?
00:16:11: und dann letztendlich auch wie verstärken wird die Decke?
00:16:15: Und auch die Randträger damit wir wirklich die Lasten abtragen können.
00:16:22: Darauf dass wir ja auch der statische System von der Decke geändert haben, ändern sich dadurch die Schnittgrößen Auch diese ganze Koordination, also es war ein extremer Zeitdruck dahinter.
00:16:34: Ich war glaube letztendlich fünfzehnmal auf der Baustelle und habe selber mit den Leuten eine Bohrkerne entnommen die ins Labor geschickt, Bewertungseisen entnomen die ins labor geschickt ausgewertet selber.
00:16:49: Und genau da war eben vor zwei Wochen war Öffnung und das ist natürlich sehr schön wenn man dann eingeladen wird zur Eröffnung und dort sechshundert Leute da sind Und man maßgeblich an so ein Projekt beteiligt war.
00:17:05: Das glaube ich, das ist immer ein tolles Gefühl wenn man dann sein Projekt abschließen kann und auch zurückblicken kann.
00:17:12: Ich habe das und das erschaffen.
00:17:13: Ich hab diese Unionedimension bestimmt.
00:17:16: Diese Unioneprofil, diese Unionerbewerbung – das ist schon ein tolltes Gefühl in Barwesen!
00:17:21: Jetzt bist du ja im Bereich Digitalisierung viel unterwegs.
00:17:26: Grausoppa, Dynamo, Python ... Reino und so weiter, also auch mit den ganzen parametrischen Modellen arbeitest du.
00:17:36: Und hast ja auch schon das eine oder andere Plug-in entworfen und Automatisiert der Workflow entwickelt.
00:17:43: Wie schaut es denn bei dir aktuell in der Praxis aus?
00:17:45: Oder vielleicht auch so allgemein?
00:17:47: sind das wirklich Tools die einem die Arbeiter leichtern oder so okay nice to have?
00:17:53: wie schätzt du das, wie ordnest du das ganze ein auch im Bezug auf die Trakorexplanung?
00:17:58: Im Bezug auf der Trage-Explanung würde ich schon sagen, dass ich relativ modern arbeite im Verhältnis zu älteren Ingenieuren.
00:18:07: Ich habe zum Beispiel keinen physischen Taschenrechner mehr.
00:18:10: da sind Leute und Kollegen immer verstaunt wenn sie zu meinem Schreibtisch kommen und kurz nach einem Taschenregner fragen, ja hier ist ein Computer drin!
00:18:23: Ich mache sehr viele Handberechnungen, das ist auch was ich in Dänemark gelernt habe.
00:18:26: Weil man dort sehr viel Handberehnung macht aber alles digital mit.
00:18:32: die Tools heißen SMAP, MathCat, Maple und da kann man Schritt für Schritt wie auf dem Blatt Papier eigentlich seine Formel niederschreiben und sieht dann was nach jeder Formel für ein Ergebnis rauskommt hat den Vorteil dass man quasi den Zettel sozusagen wieder verwenden kann Und ich habe mir dadurch quasi meine eigenen Nachweis-Tools schon geschrieben, weiter die Ständig und kann mich halt bei neuen Projekten wieder verwenden.
00:18:58: Und dann kurz als PDF exportieren und in meine Statik einbauen.
00:19:05: Ja, Thema Grasshopper Rhino – gerade dieses Projekt was ich vorhin erwähnt hab diese Stalltreppe.
00:19:13: das war eine sehr herausfordernde Geometrie eine Flachstall-Wangentreppe und im Grunde war es eine Ellipse.
00:19:23: Die gängigen Tools können das nicht so einfach modellieren, vor allem in drei D. Dann habe ich das in Grasshopper quasi modelliert und quasi dann in meinen FE-Programm exportiert und konnte relativ schnell die Geometrie berechnen und meine Treppe bemessen.
00:19:46: Bewerbungskits und Tragic Skits mache ich auch alles digital mit Bluebeam.
00:19:52: Und genau was noch zu meiner statischen Dokumentation sagen kann, da habe ich einfach sehr viel am Anfang nicht mit Word an meine Grenzen gestoßen.
00:20:03: Vor allem wenn Word groß wird die Datei mit vielen Bildern dann leidet die Performance extrem darunter.
00:20:11: Ich habe schon meine Bachelor- und Masterarbeit und viele Projektarbeiten in Latsich geschrieben Und das hat ein Kollege bei uns angefangen und da bin ich gleich auf den Zug mit aufgestiegen.
00:20:21: Ich bin extrem zufrieden mit dem Workflow, dass ich jetzt meine statische Dokumentation in Latech mache, weil man da super schnell PDF-Dateien von anderen Softwareprogrammen integrieren kann und die Performance eigentlich nicht darunter leidet und man auch ziemlich schnell eben ... Ja, Coach schreiben kann oder die Formatierung ist so viel einfacher wie ein Word.
00:20:47: Genau das sind eigentlich so meine Tools, die ich so überwiegend verwende und dann natürlich FE-Programme was andere Trägerexplaner auch verwenden.
00:21:01: Okay sehr stark!
00:21:03: Kommen wir mal zu deinem Thema was du neben der Arbeit noch machst?
00:21:09: Da wurde die Arbeit aber auch natürlich sehr viel hilft durch diese Erfahrung.
00:21:13: Schatz und zwar hast du eine eigene Webseite, einen eigenen Blog Structural Basics – Wissenteilen statt Torten.
00:21:21: D.h.,
00:21:21: neben deiner täglichem Projektarbeit hast Du ja noch dieses zweite große Standbein aufgebaut, Structual Basics Und dort berichtest Du ja wie zum Beispiel einfache Nachweise funktionieren worauf es in der Tragbox Planung ankommt, worauf man auch zu achten hat.
00:21:37: Schritt für Schritt, Guides, Leitfäden finde ich mega cool.
00:21:41: Also wenn ich jetzt noch Dragwrecksplande mache und wieder aus Studenten finde ich richtig stark.
00:21:47: Erstens wie bist du denn zu den ganzen gekommen?
00:21:51: Wie bist du dann auf diese Idee gestoßen?
00:21:53: Ja also die Geschichte dahinter ist auch witzig glaube ich.
00:21:58: Im Master hat eine gute Freundin von mir die Architektur studiert hat.
00:22:04: Die hat einen Sommerhaus in Tschechien geplant und war aber staatlich interessiert und wollte einfach wissen, wie sie die Holzbikendecke bemessen kann.
00:22:17: Und dann dachte ich so okay, ich google mal kurz und schicke dir da einen Blockbeitrag, wie man Holzbiken bemisst und mache vielleicht ein zwei Kommentare noch dazu.
00:22:26: Ja, dann habe ich da gegoogelt und hab absolut nichts gefunden.
00:22:30: Und dann habe ich weitergegoogelt andere Themen, Stahlträgerbemessung oder Stahlbeton oder Tettendach und und.
00:22:39: Und war schockiert.
00:22:40: also es gab wirklich online gab es kaum irgendwelche Guides und wenn's irgendwas gab, dann ohne Formazierung, ohne griechische Buchstaben, ohne Bilder so dass man eigentlich die Nachweise gar nicht versteht.
00:22:59: Da war ich dann so schockiert, dass ich eigentlich mir gedacht habe okay krass das muss sich irgendwie ändern.
00:23:05: Ich muss da irgendwie mehr Statik-Wissen online in die breite Masse bringen genau und hab dann zwei drei Wochen recherchiert wie man eine Website erstellt, wie man ein Logo erstellt Wie ich die Seite nenne, wie ich eine Domain kaufe und ja installiere.
00:23:26: Genau hat es dann eigentlich gestartet und dann habe ich eigentlich ... Ich glaube, Januar zwanzig-zweiundzwanzig habe ich das gestartet.
00:23:34: Und dann hab' ich die nächsten zwei Jahre eigentlich wöchentlich einen Statikbeitrag online gepostet.
00:23:42: Irgendwann sind noch Newsletter und YouTube-Kanal dazugekommen und irgendwann habe ich angefangen auch Bücher zu schreiben.
00:23:54: So hat sich das alles ergeben!
00:23:56: Sehr cool Kann man sagen, gibt es da auch die erfolgreichsten Beiträge?
00:24:03: Also kannst du sagen, welche Beitrag besonders häufig angeschaut wird oder auf welchen Du besonders stolz bist.
00:24:11: Man kann dazu sagen mittlerweile besuchen die Webseite «Fiveunddreißigtausend Menschen» jeden Monat und dann gibt's natürlich Beiträge, die extrem stark gegugelt werden aber das sind meistens die Beiträge die man nicht erwartet.
00:24:27: Also da geht es um Moment, also der ganze Block ist auf Englisch und Take-Itsmoment Berechnung von verschiedenen Querschnitten.
00:24:38: Also Moment of Inertia Formulas oder Schnittgrößenermittlung von Durchlaufträgern.
00:24:45: Das sind meistens sehr... Aber das macht auch Sinn weil da gibt's am meisten Leute, die das wahrscheinlich googeln.
00:24:54: Die im Studium sitzen und das nicht richtig verstehen.
00:24:57: Und dann gehen sie online und suchen nach einer Erklärung.
00:25:02: Top!
00:25:03: Wenn du da natürlich ganz oben vorkommst
00:25:05: musst du besser sagen
00:25:06: weil dann sehen wir diesen tollen Beitrag und können sich das dann anschauen.
00:25:11: Sehr cool.
00:25:12: Jetzt hast Du auch gesagt, Du hast schon zwei Bücher geschrieben und wirst jetzt auch noch einmal ein drittes.
00:25:17: oder schreibst schon einen dritten oder wirst ein Drittes noch ausbringen?
00:25:20: Was gibt es in den Büchern?
00:25:23: Genau, also die Bücher kamen irgendwann zustande weil ich gemerkt habe dass sich eigentlich wieder nur dieses Uni-Wissen in meinen Blogpost veröffentlicht.
00:25:35: Also man kann nicht einen Blogpost schreiben für ein ganzes Einfamilienhaus ist einfach zu lang.
00:25:41: Man kann erklären, wie man einen Stahlträger bemisst und wie ich das als Statiker wirklich bemesse.
00:25:48: Und nicht nur ein Einverträger und die Last ist gegeben, sondern ich erkläre meistens, wie ich zu dieser Last komme.
00:25:55: Also eine Lasteinzugsbreite und wie man dann die Last noch aus dem Eurocode berechnet.
00:26:04: Aber da habe ich gemerkt, Leute fragen immer nach denselben Sachen... ein System berechnet, also ein Haus.
00:26:12: Also wie komme ich von meinen Lasten?
00:26:16: Welche Lasten muss ich alle beachten und wie bemess' ich dann ganzes
00:26:20: Dach-Tragwerk?".
00:26:22: Und genau darum geht's!
00:26:24: Ich wollte eigentlich ursprünglich einen ganzen Buch schreiben, habe aber ziemlich schnell über den Einfamilienhaus... ...hab dann aber ziemlich sehr schnell gemerkt dass es ziemlich lang wird.. ..und hab dann das Buch eigentlich in vier Teile unterteilt.
00:26:37: Also Modul eins ist Lastaufstellung von einem Einfamilienhaus.
00:26:42: Und an Modul zwei war jetzt die Bemessung vom Dachtragwerk.
00:26:46: und jetzt kommt dann Modul drei, an dem ich momentan arbeite das ist dann die Bemesserung von den Wänden und den Decken-Elementen.
00:26:55: Das letzte Modul wird dann die Gründung sein.
00:26:59: Der Hintergrund war einfach darin dass sich mit den Blogposts und YouTube Videos auch wieder nicht diese Systeme erklären konnte weil es nicht das richtige Format ist.
00:27:12: Und da arbeitest du mit deinem Verlag zusammen, der dann das Buch für dich druckt und du versteckst es?
00:27:18: Also das ganze ist quasi auf eBook-Format ausgelegt.
00:27:23: Da habe ich jetzt auch meinen eigenen Online Shop erstellt, wo drüber ich dann automatisiert die eBooks ja verkaufe.
00:27:36: Okay also so viel zu deinem Passion Project neben der klassischen Arbeit der Tragbacksplanung.
00:27:46: Und jetzt bin ich auch sehr gespannt, du warst da in Dänemark?
00:27:49: Ja, das hast Du schon ein bisschen gesagt.
00:27:51: In Dänemarkt die Leute in den Büros die helfen zwar aber natürlich nicht so intensiv wie jetzt die Deutschen ist.
00:27:58: mal abgesehen von dem siehst Du dann noch andere Unterschiede oder so Gegebenheiten kulturelle Sachen, die in Dänemark anders laufen als wir hier in Deutschland.
00:28:10: ja definitiv.
00:28:11: Also, zum einen mal was jetzt den Tragwerksplaner wahrscheinlich sehr interessiert ist.
00:28:18: Die Tragwerkspannung sieht sehr anders aus weil man extrem viel mit Betonfertigzeilen baut und Beton-Fertigteile sind überwiegend meistens Einfeldträger und Pendelstützen Und das bedeutet wiederum dass es rechnerisch oder der Lastabtrag extrem einfach ist.
00:28:40: Das bedeutet auch, dass man extrem wenig FE-Software verwendet.
00:28:45: Also die Dänen sind sehr... also nicht so wie in Deutschland diese nicht so fit in FE.
00:28:50: Wenn sich da eine auskennt dann ist es schon richtig krass und das hat aber auch wiederum mit den Prüfwesen in Dänemark zu tun.
00:29:00: Es hängt alles ein bisschen zusammen.
00:29:03: Das Prüfen ist ein bisschen unterschiedlich dahingehend, damit man die Statik nachvollziehen muss also können muss.
00:29:12: Also man stellt eine Statik auf, die ist noch viel detaillierter als in Deutschland das wirklich jeder einzelne Nachweis jedes Bauteil extrem detailler beschrieben und gerechnet Und der Prüfer muss in erlage sein jede einzelne seite zu verstehen.
00:29:31: und da kommt es wieder mit der fe software ins spiel weil Ja denen argumentieren ja fe software kann man nicht nachvollziehen Da müsste man eine Parallelberechnung machen, so wie es in Deutschland auch funktioniert.
00:29:45: Und deswegen macht man extrem selten irgendwelche FE-Berechnungen.
00:29:52: Kann mal sein dass man eine Bodenplatte hat die man mit FEE berechnet oder von mir aus auch ne Stahlhalle aber die meisten Berechnungen sind einfach mit Excel-Tabellen.
00:30:06: dann wird die Excel Tabelle als PDF exportiert und in die Statik inkludieren.
00:30:13: Was auch ein bisschen anders ist, ist natürlich so das Thema Digitalisierung.
00:30:17: Das ist nochmal noch mal ein Schritt weiter.
00:30:20: auf jeden Fall da könnte vielleicht Dänemark auch Vorreiter vor allen Ländern sein.
00:30:25: es gibt eine Plattform oder mehrere Plattformen von allen Gemeinden und Städten in Dänemark und alle öffentlichen Projekte oder Bauwerke die Pläne von diesen Projekten sind auf diesem Plattform verfügbar und jeder Einwohner, der in Dänemark wohnt hat Zugriff darauf mit der nationalen ID.
00:30:52: Also da muss nicht mal Tragrexplaner sein.
00:30:55: du kannst einfach deine nationale ID eingeben und die Plähne von einem Supermarkt abfragen Und diese alle digitalisiert.
00:31:06: ich habe eigentlich ganz selten Ordner gesehen.
00:31:09: Da hat jede Behörde alle ihre Dokumente quasi eingescannt und sieht man in Deutschland auch nicht mehr so häufig, aber in Dänemark habe ich nie irgendwie ein Blatt Papier oder eine Bewerberungskizze auf Blattapier gesehen.
00:31:26: Dann Thema Nachhaltigkeit ist Dänemark auch Vorreiter glaube ich.
00:31:30: also wir hatten im Büro mit, wir waren glaube ich, hundertfünfzig Mitarbeiter.
00:31:34: da gab es eine eigene Nachhaltigkeitsabteilung mit acht Leuten die quasi jedes einzelnen Bauprojekt, das wir hatten in der Tragerexplanung auch die LCA also die Lifecycle Assessment Analyse auch durchgeführt haben und es gibt eben für öffentliche Bauprojekte Grenzwerte.
00:31:59: Also gewisse CO² Ausstoß pro Quadratmeter pro Fünfzigjahre, der nicht mehr überschritten werden darf Und der sinkt auch fast jedes Jahr.
00:32:12: Da muss man als Tragorexplaner dann hinkommen und seinen Trager auf den CO²-Ausstoß optimieren.
00:32:21: Genau, was gibt es sonst noch zu erzählen?
00:32:25: Es wird eigentlich jedes Projekt in BIM.
00:32:28: Also BIM ist da gar kein Begriff mehr weil es selbstverständlich ist... dass jedes Projekt in drei D modelliert wird und mit Projektpartnern quasi über eine Plattform dieses Modell geteilt wird.
00:32:42: Genau, das waren jetzt glaube ich mal die größten Unterschiede.
00:32:46: Es gibt noch kleinere Unterschiede zu Thema Verantwortung.
00:32:51: Da habe ich gelernt, dass man als Deutscher schon sehr gerne Verantwortung übernimmt.
00:32:57: Das ist auch wieder ein Vorteil von Deutschen.
00:33:00: In Dänemark ist so ein bisschen mehr, okay ich arbeite meine siebenunddreißig Stunden die Woche und alles was danach passiert interessiert mich nicht.
00:33:08: Dann gehe ich heim und komme morgen wieder.
00:33:13: Deutsche identifizieren sich öfters mit Bauprojekten und machen dann auch ihre Überstunden und versuchen das noch irgendwie zu retten.
00:33:21: Das hatte ich eher weniger den Fall in Dänemark.
00:33:26: Okay ja super mega spannend diese Einblicke.
00:33:30: Das Dänemark digital aufgestellt, das habe ich mir schon fast gedacht.
00:33:34: Es ist allgemein so bei den skandinavischen Ländern, dass die da immer sehr federführend sind und was... Allgemein war es das ganze Thema Digitalisierung auch im Bauwesen anbelangt.
00:33:45: Da stecken wir in Deutschland meiner Meinung nach immer noch ein bisschen in der Kinderschuhe.
00:33:49: Es wird so schon besser aber ich denke, dass da Dänemark echt definitiv einer der Vorreiter ist gerade was solche Sachen anbelankt.
00:33:57: Okay gut Digitalisierung haben wir besprochen.
00:34:03: Jetzt schauen wir mal ein bisschen in das Thema allgemeine Baubrosche, allgemeinen Blick in die Bauwirtschaft.
00:34:13: Was denkst denn du?
00:34:13: Wenn wir jetzt so ein bisschen die Baubroche uns anschauen was gibt es noch für Entwicklungen und Trends wo du sagst, dass wir da auf jeden Fall nochmal richtig spannen?
00:34:24: oder sagen wir auf jeden fall einen Auge drauf werfen vielleicht auch etwas aus deiner Erfahrung, als Traubrexplaner oder GemeintraubreXplanung.
00:34:31: Was stehst du denn da aktuell vor?
00:34:34: Also das Thema KI ist ja natürlich in aller Munde.
00:34:38: Das würde uns auf jeden Fall beschäftigen, inwieweit weiß ich noch nicht kann glaube niemand so wirklich sagen.
00:34:46: Ich bin nur immer wieder erstaunt was die neuesten Modelle können.
00:34:51: Ich habe jetzt diese letzte Woche mal Claude ausprobiert Aber ich glaube so wirklich, in ein paar Jahren kann so eine KI auf alle Fälle vielleicht einen Betonfertigteil Bauwerk auf einer freien Wiese erstellen.
00:35:10: Also aber auch nicht zu hundert Prozent!
00:35:12: Da wird es immer wieder noch Ingenieure geben die Erfahrungswerte haben, die quasi die Inputs geben müssen und die Outputs kontrollieren müssen und vielleicht werden in fünf Jahren zwei Ingenieur von.
00:35:27: wenn fünf Ingenieure den Bauwerk berechnet haben, werden es in fünf Jahren dann noch zwei sein.
00:35:32: Wo ich momentan noch ein bisschen... wo ich nur nicht so wirklich den Einsatz von KI sehe ist so ein bisschen baune Bestand gerade wenn man keine Unterlagen hat weil man wirklich vor Ort Materialproben entnehmen muss.
00:35:50: da gibt sicherlich auch irgendwelche Einsatzfelder wo KI uns helfen kann aber Da wird der Ingenieur auf jeden Fall nicht ersetzt werden.
00:36:00: Ansonsten auch Nachhaltigkeit natürlich, wird auch ein Thema sein in den nächsten Jahren.
00:36:07: Gerade jetzt man sieht es halt immer wieder wenn Kriege anfangen, Ukrainekrieg oder im Iran wie wir abhängig sind von den Rohstoffen.
00:36:20: Deswegen ist und genau also Nachhaltigkeiten man sieht sie in Denebark dass es geht und ich glaube dahin wird der Trend auch in Deutschland gehen.
00:36:31: Ich glaub, auch es wird in der Tragwerksplanung mehr und mehr Bauwerke im Bestand geben weil wir einfach gerade in den großen Städten wo alle Menschen hindrängen weniger und weniger Baub Platz haben.
00:36:44: Wir müssen mehr mit Aufstockungen arbeiten.
00:36:46: Wir müssen vielleicht mal in Inhofen-Bauwerk rein bauen dann muss man auch Bauwerken umgehen.
00:36:57: Neue und nachhaltige Baustoffe werden ein Thema spielen, ich sehe ja immer wieder LinkedIn-Beizwege vom Andy Mendler den ich neulich auch kennenlernen durfte der viel über Leben schreibt aber auch unbewertete Betonwände was die auch an Kosteneinsparungen haben werden.
00:37:16: Und man sieht es ja auch momentan so'n bisschen Die Zinsen sind extrem hoch Es wird sehr wenig neu gebaut.
00:37:24: Es braucht einfach auch neue Konzepte, wie wir das Bauen einfacher machen können und wieder günstiger machen.
00:37:33: Wie oft man irgendwie in den Bauwerken einen Abfangträger hat, weil der Architekt seine Wände nicht übereinanderstellen möchte oder an gewissen Stellen keine Stützen haben möchte?
00:37:45: Und gerade diese speziellen Konstruktionen – wir können die alle berechnen!
00:37:50: Aber die dadurch explodieren einfach die Baupreise und auch der Planungsaufwand.
00:37:57: Und ja, ich glaube es wird auf jeden Fall sehr interessant und spannend bleiben.
00:38:05: Und gerade weil extrem viele Technologien zur Zeit eben zusammenkommen und in den nächsten Jahren sich noch extrem weiterentwickeln werden.
00:38:17: Denke ich auch also da würde sich auf jeden fall noch viel tun.
00:38:19: Ja als Softwaresteller müssen auf jedenfall die Ja, die Möglichkeiten, die uns jetzt die KI schon gibt auf jeden Fall nutzen.
00:38:27: Weil sonst gehen wir ein und da kann ich auf jeden fall ja dir als Anwender sagen, dass wir uns damit sehr intensiv beschäftigen.
00:38:37: Also auch in der Entwicklung also auch dann bald für Anbender.
00:38:42: Auf jeden Fall wird es dann auch bald KI-gestützte Entwicklungen bzw.
00:38:47: Programme Tools für Anwänder geben aus Software Hersteller Seite.
00:38:53: Okay gut!
00:38:53: Kommen wir so ein bisschen zum Schluss.
00:38:58: Wir sind ja noch die junge Generation der Ingenieure, das Studium ist jetzt noch gar nicht mal so lange her.
00:39:05: Wenn Sie jetzt nochmal zurückblickst was würdest du denn den jungen Ingenieurinnen, die jetzt aktuell studieren mit auf dem Weg geben?
00:39:15: Was würdest Du denn gerne mit auf den Weg gehen?
00:39:19: Ich glaube was ich in den letzten Jahren immer wieder gemerkt habe Wie wichtig Kommunikation?
00:39:25: Also jetzt mal abgesehen von den ganzen technischen Skills.
00:39:31: Kommunikations ist so einer der wichtigsten Faktoren in unserer Branche, gerade im Hochbau egal in welcher Branche man sich bewegt.
00:39:41: Man muss immer mit Projekten und Partnern mit Bauherren kommunizieren.
00:39:47: Und wenn die Kommunikion nicht gut funktioniert dann bringt die beste Statik auch nichts!
00:39:54: oder auch Kommunikation, ich habe es auch in Dänemark gemerkt.
00:39:58: Es war halt extrem wichtig dass man die Sprache dort lernt und von Anfang an habe ich dänische Kurse besucht und konnte dann relativ gut dänisch nach zwei Jahren sprechen und konnte mir dann auch relativ einfach einen Job finden wo hingegen die Leute die in der Uni noch einen technischen und noch ein Online-Kurs mehr gemacht haben aber keinen Sprachkurs gemacht haben, die haben sich dann aber extrem schwer getan quasi beim Berufseinstieg.
00:40:29: Also gerade diese Kommunikation ist extrem wichtig in allen Bereichen weil ich sage immer also technische Skills sind auch wichtig gerade in der Tragwerksplanung dass man neugierig ist und Sachen lernen möchte.
00:40:44: Aber die lernt man über die Zeit und mit der Erfahrung Und Kommunikation macht einen krassen Unterschied gleich beim Einstieg?
00:40:53: Absolut.
00:40:54: Ich finde auch, dass die Sprache der wichtigste Schlüssel ist zur bestmöglichen Integration in einer Organisation, in einem gewissen Umfeld.
00:41:03: Sprache ist häufig wirklich der Schlüssel zum Erfolg sich bestmöglich zu integrieren und auch für eine gute Kommunikationsdekontlage.
00:41:13: Lieblingsbarwerk Das ist um meine Lieblungsfrage.
00:41:16: ganz zum Schluss der Podcastfolge Laurin, was ist denn dein Lieblingsbauwerk?
00:41:23: Ja ich würde so sagen das Olympia Stadion in München oder der Olympiapark.
00:41:28: Es zeigt einfach irgendwie die deutsche Ingenieurskunst, die auch wieder zu Schätzten gelernt habe.
00:41:35: Die deutschen Ingenieur können einfach richtig gute Tragwerke entzerven machen das auch sehr gerne und zeitgleich ist es halt auch ein Bauwerk Teilweise zwei, drei Mal in der Woche selber sehen darf weil ich da zum Joggen geh oder vorbei gehe.
00:41:55: Oder im Sommer war ich im Olympia Bad mal schwimmen.
00:41:58: also es ist einfach durch und durchwegs irgendwie ein gelungenes Bauwerk was so für die Bürger quasi gebaut wurde.
00:42:09: und zeitgleich ist das halt wirklich noch einen Hingucker nicht nur für uns Tragwerksplaner?
00:42:14: Absolut!
00:42:15: Also ich bin eine ganz große Fan von Olympia Pack Vor allem im Sommer.
00:42:19: Echt absolut herrlich!
00:42:21: Und das, was man halt in den Siebzigern wirklich ohne noch großes Rechenwerkzeug wie Software gemacht und geplant hat ist es echt richtig bemerkenswert.
00:42:30: Das sei wirklich aus die Ingenieure von damals alles drauf hatten.
00:42:35: Super!
00:42:36: Darin ich möchte mich an der Stelle recht herzlich für diese tolle spannende Folge bedanken.
00:42:42: Auch vielen Dank für die super Einblicke rund um das Thema Tragwerksplanung auf deiner Webseite.
00:42:49: Deine Einblicken auch in das Land Dänemark, mega cool und wünschte für die Zukunft alles Gute und ganz viel Erfolg!
00:42:57: Vielen Dank.
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