#178 Joseph Monier: Wie ein Gärtner den Stahlbeton erfand
Shownotes
Wusstet ihr, dass der Erfinder von Stahlbeton Gärtner war? Joseph Monier war ein französischer Gärtner, der auf dem Weg zum perfekten Pflanzenkübel den heute wichtigsten Baustoff der Baubranche entwickelt hat. In dieser Folge schauen wir uns seine Geschichte genauer an. Schreibt uns in die Kommentare: Kanntet ihr die Geschichte hinter dem Moniereisen schon? Und folgt uns gerne, um keine zukünftigen Episoden zu verpassen. Viel Spaß beim Zuhören!
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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom Global Podcast.
00:00:05: Ein jeder, der schon mal auf einer Baustelle war und gesehen hat wie eine Staubetondecke, ne Staubetonwand betoniert wurde, der weiß das Staubbeton aus zwei Teilen besteht einmal den Beton und einmal dem Stahl.
00:00:18: Ungangsprechlich wird auch zu den Bewährungsstahle Eisen gesagt, Betoneisen.
00:00:25: Und genau Darum soll es in dieser Folge heute gehen und zwar die Erfindung des Stahlbetons.
00:00:32: Und häufig ist es mit Erfindungen immer so, dass sie ja gar nicht geplant werden sondern häufig per Zufall entstehen.
00:00:41: So war das mit dem Bewährungsstahl oder mit den Betoneisen, mit dem Stahlbettonbau ebenfalls.
00:00:47: Eine Person hat diese Ära ganz besonders geprägt und das ist Joseph Monnier wie ein Gärtner den Stahlbeton erfand.
00:00:58: Hast du schon mal von dem Begriff Monier-Eisen gehört?
00:01:01: Die Ingenieure unter euch wissen sicher Bescheid!
00:01:04: Eine alte Bezeichnung für eine Verbindung aus Beton und Stahl, Vollläufer unserer Stahlbettons.
00:01:10: Aber wer war eigentlich dieser Monnier?
00:01:12: Ein berühmter Ingenieur, der mit seinem Patent am Ende reich wurde.
00:01:17: weit gefehlt.
00:01:18: Josef Monier war stolzer Gärtner.
00:01:21: Wie es dazu kam dass ein Gärtnern den Stohlbeton er fand Und wie Moniers Geschichte am Ende ausgeht Das erfahrt ihr in dieser Folge.
00:01:40: Hallo und herzlich willkommen zum Blueball Podcast, der Podcast rund um das Thema Bau!
00:01:46: Ich bin froh dass du dabei bist.
00:01:48: Los geht's.
00:01:51: In unserem Podcast haben wir uns schon viel mit berühmten Architekten und Ingenieuren beschäftigt.
00:01:56: Viele von ihnen haben enorme Beiträge zur modernen Baukunst geleistet Und ihre Namen sind bekannt bei allen die sich nur ein wenig mit Architektur oder Ingenieurwesen auskennen.
00:02:06: Aber Josef Monnier Passt eigentlich gar nicht in diese Reihe, denn Monnier war kein Ingenieur und auch kein Architekt.
00:02:12: Er war Gärtner – und damit auch Erfinder!
00:02:17: Geboren wurde er am acht November eighteenhundertzwanzig im französischen Dorf Saint-Contain-La Portière also nicht in einer großen Stadt sondern eine Region die stark vom Handwerk geprägt hat Wie auch seine Familie?
00:02:30: Denn der Großteil seiner engeren Verwandtschaft waren Gärtners.
00:02:34: Auch Monier würde sich dem anschließen und den Beruf seines Vaters übernehmen.
00:02:39: Nach seiner Ausbildung arbeitete er bei verschiedenen kleineren Gärten rein, beschließlich die richtigen Leute auf ihn aufmerksam wurden.
00:02:45: Er erhielt eine Einladung in der französischen Hauptstadt zu arbeiten – genauer gesagt in den künstlichen Gärte von Paris ein Angebot das man nicht abschlagen kann.
00:02:55: Eine seiner bekanntesten Arbeitsorte waren die Jardin des Touliers.
00:03:00: Das sind Gärtes die bis heute direkt zwischen der Seine und dem Louvre liegen Ein wunderschöner Ort mit gepflegten Grünflächen, historischen Statuen und einer Menge Geschichte.
00:03:10: Es war natürlich eine absolute Ehre gerade für einen jungen Mann vom Land hier arbeiten zu dürfen!
00:03:17: Monie und das Problem mit den Zitrusbäumen.
00:03:20: Sein Spezialgebiet war ein ganz besendeter Pflanzenart – die Zitrussbäume.
00:03:23: Ihr fragt euch vielleicht was machen Zitrustbäime in Paris?
00:03:27: Früher war es sehr beliebt Palast- und Schlossgärten mit exotischem Pflanzen zu schmücken Besonders mit Orangenbäimen.
00:03:33: Die hatten es sehr schnell ganz Frankreich angetan.
00:03:36: Solche Exoten standen natürlich nicht das ganze Jahr draußen, im Winter wurden sie in spezielle Gebäude gebracht sogenannte Orangerien und im Sommer kehrten sie wieder auf die Promenaden- und Flaniemeilen der feinen Gesellschaft zurück.
00:03:49: Das bedeutet aber auch, dass die großen Bäume regelmäßig transportiert werden mussten.
00:03:54: Und genau hier begann das Problem – die Schwierigkeiten mit Pflanzkübeln.
00:04:04: Wer schon einmal einen Baum im Topf gesehen hat, weiß die Kübel müssen riesig sein und sie müssen auch einiges aushalten können.
00:04:10: Üblicherweise waren die Kübell damals als Ton, Holz oder Beton aber keines davon war wirklich ideal.
00:04:18: Warum?
00:04:19: Ja, springen wir doch mal einen kleinen Blick in den Materialkunde.
00:04:22: Tonkübel!
00:04:23: Ton reagiert gut auf Heuchtigkeit ist definitiv belastbar auch für große Bäume.
00:04:29: allerdings zwei massive Nachteile diese Kübel waren sehr schwer schon ohne einen halb ausgewachsenen Baum und Erde.
00:04:36: Und Ton ist aufgrund seines Material sehr zerbrechlich, deswegen wurde der Transport der Bäume schnell zu einer großen Herausforderung.
00:04:46: Was gibt es für eine Alternative?
00:04:48: Holzkübel!
00:04:49: Holz ist deutlich leichter als Ton vielseitiges Material und ereignet sich heute hervorragend aus Baustoff.
00:04:56: Allerdings hat Holz mit Feuchtigkeit ins Spiel kommt ein großes Problem.
00:05:01: Holz verrottet nämlich unter Daukontakt mit Erde und Feuchtigkeit.
00:05:05: Bäume sollen ja jahrelängend darin wachsen, also keine geeignete Möglichkeit!
00:05:10: Und jetzt der Beton-Kübel.
00:05:12: Beton ist bekannt dafür große Druckkräfte auszuhalten.
00:05:15: Allerdings die große Nachteil von Beton?
00:05:18: Beton isch schlecht bei Zugkräften.
00:05:19: Sobald ich bisschen Zug habe reiste beton.
00:05:22: Deswegen... ...ist der Transport über unebenewegende Durchdruck von innen entweder durch Wasser oder Wurzeln oder auch durch Frost und geeignet, da er nämlich zu Rissen führte.
00:05:33: Kurz gesagt, keines der Materialien funktionierte wirklich gut!
00:05:36: Und genau deshalb begann Mojosef Monnier selbst zu experimentieren anstatt die Situation so hinzunehmen wie sie eben war –eben ein echter Erfindergeist Die entscheidende Idee.
00:05:48: In den Achtzehnhundertsechzige Jahren startete Monnier eine Reihe von Versuchen.
00:05:52: Sein Ziel war einfach.
00:05:54: Er wollte einem Pflanzenkübel entwickeln, das stabil genug war um den Anforderungen seine Arbeit stand zu halten.
00:06:00: Seine Lösung war am Ende überraschend simpel.
00:06:02: Er legte Eisengitter und Eisenstäbe in Zementmörtel ein, das Eisen sollte verhindern, dass der Beton reist – und tatsächlich es funktionierte!
00:06:10: Mit dieser Kombination aus Eisen- und Beton konnte Monier stabile und langlebige Pflanzenkübel herstellen Kübel, die sowohl das Gewicht der Pflanzen als auch den Transport problemlos aushilten.
00:06:21: Damit hatte er endlich eine Lösung für sein ursprüngliches Problem.
00:06:25: Doch er erkannte schnell, dass diese Idee viel mehr Potenzial hatte Das Patent.
00:06:31: Im Jahr eighteenhundertsechzig ließ sich Joseph Monnier seine Erfindung patentieren.
00:06:36: Der Titel lautete singemess, Pflanzkübel aus Eisen und Beton.
00:06:40: Jetzt könnte man natürlich fragen was hat die Baubrosche mit Pflanzenkübeln zu tun?
00:06:44: Wie kam der Stahlbeton in die Bauindustrie?
00:06:47: Monier selbst erkannte schnell dass seine Erdenkung weit über die Grenzen der Gardener Arbeit hinausgingen.
00:06:52: Er begann weitere Anwendungen zu entwickeln.
00:06:55: Aus seinem neuen Material entstanden Wasserbehälter, Rohre, Platten und sogar erste Brücken.
00:07:00: Brücken die am Ende aussahen als wären sie aus Ästen und nicht aus Eisenbeton gefertigt.
00:07:05: Daub blieb er seinen Gärtner Herz treu.
00:07:08: Für viele dieser Entwicklungen meldet der ebenfalls Patente an.
00:07:11: Als eine Lösung für ihren Gartenproblem wurde plötzlich ein völlig neues Baustoffsystem entwickelt.
00:07:17: Kurze Exkursion Warum Staubeton funktioniert?
00:07:20: Wenn jemand von euch nicht so viel mit Baustufen und gerade Staubeton zu tun hat fragt euch sicher Und warum war das Ganze jetzt so bahnbrechend?
00:07:27: Was macht diesen früheren Eisenbeton, so bedeutend für die Baubrosche heute?
00:07:31: Die Antwort liegt im Stahlbeton selbst.
00:07:33: Stahl.
00:07:33: beton besteht aus zwei Komponenten Beton und Stahl.
00:07:37: Der Beton, der nimmt diese Druckkräfte auf.
00:07:41: Stahl ist wiederum gut bei Zugkräften.
00:07:44: Diese Kombination also der Verbund beider Materialien ergibt eine sehr starke Kombination.
00:07:52: Stahl und Beton haben deswegen eine ähnliche Wärmeausdienung.
00:07:55: Wenn es heiß wird, dehnen sich beide Materialien ungefähr gleich stark aus.
00:07:59: Es entstehen weniger Spannungen und weniger Risse.
00:08:02: Außerdem schützt der Beton Stahl vor Umwelteinflüssen – besonders vor Korrosion.
00:08:08: Plötzlich wurde eine ganz reine Neubauwerke möglich wie zum Beispiel Brücken mit größeren Spannweiten oder Stahlbetondecken oder Monierswasserbehälter die selbst bei unter minus zwanzig Grad stabil blieben.
00:08:20: Diese Idee sprach sich schnell herum.
00:08:23: Warum Joseph Monnier kaum bekannt ist?
00:08:27: Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wenn Joseph Monier eine so wichtige Erfindung gemacht hat, warum kennt ihn heute keinem?
00:08:33: Der Grund liegt in der weiteren Entwicklung seiner Idee.
00:08:36: Zunächst wurde Moniers System nur in Frankreich genutzt und selbst dort eher regional.
00:08:40: Den wirklichen Durchbruch erlebte das sogenannte Monierbeton in Deutschland.
00:08:44: Hier erkannten Ingenieure und Unternehmen das enorme Potenzial des Materials.
00:08:49: Sie kauften Moniez-Patente und entwickelten die Technik weiter.
00:08:52: Ein besonders wichtiger Name in diesen Zusammenhang ist Gustav Aldorf Weiß.
00:08:57: Er entwickelte aus Moniez Idee ein systematisch berechenbares Bauverfahren, und setzte es gezielt in seinen Konstruktionen ein.
00:09:05: Damit wurde aus einer praktischen Erfindung ein vollständiges Ingenieursystem.
00:09:11: Moniez Persönliches Schicksal.
00:09:13: Für Joseph Monnier selbst lief es finanziell nicht besonders gut.
00:09:16: Er verkraftet zwar mehrere Patente, profitiert aber nur begrenzt vom weltweiten Erfolg des Stahlbetons.
00:09:22: Während politische Unruhen in Frankreich verlor er sogar sein gesamtes Unternehmen und auch privat traf ihn ein schwerer Schicksalsschlag – einer seiner Söhne der möglicherweise sein Nachfolge geworden wäre für Stab.
00:09:34: Als Joseph Monier am threizenten März neunzehn oder sechs starb bekannt sich das Stahlbetton gerade erst weltweit durchzusetzen.
00:09:42: Fazit Joseph Monnier war kein Ingenieur, er war kein Wissenschaftler und auch kein großer Bauunternehmer.
00:09:48: Er war aber vor allem eines – ein Praktiker!
00:09:50: Jemand der ein Problem hatte und zu lange experimentierte bis es eine Lösung fand.
00:09:55: Seine Arbeit basierte nicht auf einer Theorie die er beweisen wollte.
00:09:59: sie entstand aus der Praxis.
00:10:00: Und genau diese praktische Herangehensweise führte zur Entwicklung eines Materials das die Bauindustrie revolutionieren sollte dem Stahlbeton.
00:10:09: Moniers größte Leistung war deshalb nicht die theoretischen Entwicklung des Materiales.
00:10:13: Seine Leistung war der praktische Beweis, dass Beton und Eisen zusammen funktionieren.
00:10:18: Auf Grundlage seiner Pflanzenkübe hat Starbeton entwickelten Ingenieure später neue Berechnungsmethoden, neue Konstruktionsweisen und letztlich die moderne Starbetonweise, die wir bis heute verwenden.
00:10:29: Und das gilt es vor allem Josef Monnier heute aus Pionier der Baubrosche zu verdanken.
00:10:36: Obwohl er am Ende immer eines blieb – ein Gärtner mit Leib und Seele!
00:10:42: Falls euch dieser kleine Geschichte rund um Schusselfenmonie gefallen hat, dann hinterlasst doch gerne einen Like, kommentiert die Folge, schickt sie einem weiter und bewertet diesen Podcast.
00:10:54: Ich sage vielen Dank und freue mich wenn es wieder heißt Glubert Podcast mit mir Daniel.
00:11:00: Euch alles Gute!
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