#186 Solide Perspektive? Stahl- und Spannbeton im Wandel feat. Wolfgang Finckh
Shownotes
Stahl- und Spannbeton haben einen denkbar schlechten Ruf. Aber wie gerechtfertigt ist er? Und gibt es geeignete Alternativen? Über diese und weitere Themen sprechen wir heute mit unserem Gast Wolfgang Finckh! Uns interessiert: Wie seht ihr die Baubranche in Zukunft – ohne Beton und Stahl? Und folgt uns gerne, um keine zukünftigen Episoden zu verpassen. Viel Spaß beim Zuhören!
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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Global Podcast.
00:00:05: Staubbeton oder Spam-Beton sind für uns völlig selbstverständlich, egal ob Brücken, Tonnern oder Wohngebäude – die beiden Baustoffvergelgners Mittel der Wahl!
00:00:15: Doch seit Josef Monnier, französischer Gärtner der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts als Erster ein Patent auf Eisenbeton angemeldet hat ist in der Bauprosche viel passiert….
00:00:26: Heute haben Stahl und Spanbeton einen Sommermeier eher durch wachsenden Ruf.
00:00:32: Man zielt ihn schneller als zu schwer, zu teuer, zu viel CO-Zwei, zu umweltschädlich.
00:00:38: aber wo stehen wir denn heute mit unserem Baustoff Klassikern?
00:00:41: Und wie sieht Ihre Zukunft aus?
00:00:43: Das möchte ich heute gerne mit unserem Gast Wolfgang Fink besprechen.
00:00:48: Er ist Professor für Staubbetonbau & Spanbettombau an der OTH in Regensburg und genau der richtige Erfängnis um diese Fragen rund um den Stahl- und Spambeton geht.
00:01:07: Hallo, herzlich willkommen zum Global Podcast!
00:01:10: Der Podcast rund um das Thema Bau.
00:01:13: Ich bin froh dass du dabei bist.
00:01:15: Los geht's Wolfgang.
00:01:18: schön was du da bist.
00:01:20: Ja vielen Dank für die Einladung.
00:01:23: Mich würde mich selbst kurz vorstellen.
00:01:26: Also ich bin wie Du ja schon erwähnt hast Professor an der OTH Regensburger für Stahl & Spam Beton.
00:01:32: Ich bin da ein vierzig Jahre alt.
00:01:34: Neben dem, dass ich der Professor bin, mache natürlich auch ein paar andere Sachen.
00:01:38: Bin in einem Ingenieurbüro beteiligt und schreibe auch hin- und wieder mal ein paar Lehrbücher.
00:01:44: Und bin auch an der Betonbau-Normung relativ aktiv.
00:01:47: Insbesondere wenn es um einen neuen Eurocode geht und beim Bauenden Bestand bin ich in den entsprechenden Richtlingen da relativ aktiv und teilweise auch der Vorsitzende.
00:01:58: Okay sehr stark!
00:02:00: Häufig ist das ja immer so... Gerade wenn man in der Baubrosche unterwegs ist, dann kommt das ja nicht von ungefähr.
00:02:07: Meistens ist dann jemand aus der Familie oder aus dem Abendbekanntenkreis auch schon in der Baubranche zuvor tätig gewesen und noch aktiv.
00:02:15: Wie war es denn bei dir?
00:02:16: Wie hast du denn weg zur Bauprosche oder allgemein zum Bauingenieurwesen gefunden?
00:02:20: Ja, bei mir war das tatsächlich nicht so.
00:02:22: Also ich habe keine... Verwandten, engeren Verwandte die da irgendwie in der Baumproche tätig sind.
00:02:28: Sondern ich habe dann einfach nach dem Abitur so ein bisschen Zeit gehabt weil immer dabei im Wert ist und hab mir über halt überlegt was will man machen?
00:02:34: Und ich fand den Bau sehr attraktiv weil man da ja wirklich sieht was man macht.
00:02:38: Man hat einen gewissen hohen Gestaltungsspielraum.
00:02:41: Man kann auch Dinge schaffen die doch über mehrere Generationen stehen bleiben wenn man es gut gemacht hat.
00:02:48: Und das hat mich eigentlich fasziniert und ja, ich bin auch nicht so der Mensch vom Klein-Klein.
00:02:53: Da kann man doch eher große Dinge bewegen.
00:02:55: Das war dann ein bisschen mein Gedankengang und dann habe ich es halt auch in dem Studium Spaß gemacht und bin dabei geblieben.
00:03:02: Okay, sehr schön!
00:03:03: Und jetzt hast du gesagt, du bist ja auch in einem Büro tätig, arbeitest dort auch als Partner und gleichzeitig bist du ja Professor für Starbetonbau.
00:03:14: Wie kommt denn diese Zweikonstellation?
00:03:17: Ich kann mir schon das durchaus ja sehr Herausforderungen vorstellen, auf der einen Seite mit dem Ingenieurbügel zu arbeiten und auf der anderen Seite auch Lehre zu betreiben.
00:03:26: Wie bringst du dann alles unter einem Hut?
00:03:27: Und wie kommt denn diese Konstellation zusammen?
00:03:30: Ja also es ist immer schwer alles unter einer Hut zu bringen.
00:03:33: ich habe mich schon klar auf die Lehre bei der UTH fokussiert.
00:03:37: Das ist schon einfach das Kerngeschäft und das andere muss man aber auch machen damit man einfach ein bisschen am Ball bleibt.
00:03:44: sonst erzählt man irgendwann was was der Stand von vor dreißig Jahren war und das will man ja auch nicht.
00:03:50: Das heißt wir entwickeln uns ja da in der Praxis ständig weiter, gibt immer neue Tools, immer neue Möglichkeiten, gibt da immer neue andere Herausforderungen und wenn man da gar nicht tätig ist dann geht es verloren.
00:04:02: ich muss dazu sagen im Büro habe ich doch eher häufig eine beratende Tätigkeit schaue über die Projekte nochmal drüber sehe was vielleicht noch anpassen kannst die für Fragen zur Verfügung dass sich selber sehr viel Statik mache.
00:04:16: noch ist es eher die Ausnahmefall hin und wieder mache ich das schon, damit man nicht ganz rauskommt.
00:04:21: Aber ... Das ist dann einfach tollweise der Ausführungsplanung
00:04:26: usw.,
00:04:26: den Zeiten, die man da hat entsprechend geschuldet.
00:04:28: Ich versuche dann schon extra die Sachen zu machen wo der Zeitdruck im Büro dann nicht ganz so groß ist, damit ich's mir ein bisschen einteilen kann.
00:04:37: Schauen wir doch mal in den Bereich des Betons hinein.
00:04:42: Aber ich muss jetzt immer sagen Staubeton und Spambeton Weil der Beton so wie wir ihn bei Bauwerken, Kraftwerken kennen besteht er aus Stahl und Beton.
00:04:51: Da habe ich immer von meinem ehemaligen Professor einen auf den Deckel bekommen und ich nur Beton gesagt habe aber wissen ja was gemeint ist.
00:05:00: Anfangs habe ich ja erwähnt das Starbetonbau da ist ja nicht wegzudenken dem benötigen wir für Fundamente verbrücken für Ton-, für Bauwerke allgemein.
00:05:10: Und natürlich hat sich jetzt auch die Starbetonen an sich gewandelt in der Bauweise, so wie wir vielleicht nur vor zwanzig- dreißig Jahren gekannt haben.
00:05:19: Und was mir mal auch begegnet ist ja aufgrund den neuen Normen und aufgrund der höheren Anforderungen müssen wir jetzt viel mehr Eisen und Stahl reinbauen als das noch vor zehn, zwanziger Jahren der Fall war.
00:05:32: Da möchte ich erst einmal mit dir hineingehen, ein bisschen die Geschichte und da habe ich einen Blick in die Gegenwart.
00:05:39: Was denkst du denn?
00:05:40: Wie hat sich dann?
00:05:40: Ja, der Baustoff.
00:05:43: Heute mal Stahlbeton und Spanbeton.
00:05:45: So ein bisschen entwickeln deine Meinung noch in den letzten Jahren, Jahrzehnten?
00:05:51: Ich denke auch immer noch heutzutage ist es an vielen Stellen kommt da kein Weg vorbei an dem Stahlbetton.
00:05:56: Es gibt gewisse Bauwerke.
00:05:58: Da gibt's einfach auch wenig Alternativen.
00:06:02: Es ist natürlich so mit den ganzen Normen und den Regelwerken.
00:06:07: Es fällt schwer dann auch überall durch zu blicken Und vor allen Dingen, was natürlich ein bisschen verloren gegangen ist auch über die Zeit.
00:06:16: Es eher dass man guckt wo es jetzt der Kraft los hat das zu bedeuten?
00:06:21: Was habe ich noch für Möglichkeiten?
00:06:23: wie kann ich auch irgendwas optimieren?
00:06:25: und oft ist es einfach ein gewisses Massenproduktes wird dann entsprechend reingezogen in alle möglichen Tools und dann kommt etwas raus und dann macht man das so ohne genauer drüber nachzudenken.
00:06:38: wir haben einen sehr Duktilenbaustoff und dieser duktile Baustoff hat natürlich auch umlagerungsmöglichkeiten.
00:06:45: Und die Schnittgrößen werden dann auf einmal natürlich auch angepasst, sobald es einen Riss gibt
00:06:51: usw.,
00:06:52: dieses mechanische Verständnis habe ich das Gefühl, es geht so ein bisschen verloren und es fühlt halt auch daran zu dass man einfach das als Massenbauteil einsetzt und dann natürlich auch sehr viel Masse Teilweise unnötig verschwendet, obwohl man genügend Möglichkeiten hätte es auszuschöpfen.
00:07:10: Auch gerade die hohen Bewerbungsgrade kommt teilweise auch aus rissbreiten Beschränkungsproblematiken mit Zwang.
00:07:17: Die kann man aber natürlich ausschalten.
00:07:19: also wir haben überall Möglichkeiten eine sehr breite Palette.
00:07:22: Aber die Palette ist halt so breit und es gibt so viel Vorschriften und soviel in der Praxis einen gewissen Kostendruck auf der Planungseite den man nicht verleugnen kann dass es nicht immer ausgeschöpft wird und natürlich manchmal auch ein bisschen den Überblick verliert.
00:07:39: Siehst du da Möglichkeiten, aufgrund dieses doch komplexen Materials das zu vereinfachen?
00:07:47: Weil ich meine, es ist eine Fülle an unterschiedlichen Anforderungen, auch an der Komplexität des Materiales.
00:07:55: Ich meine sie sind ja zwei Materialien oder Nibrides-Naterial Stahl und Beton.
00:08:02: Beide erfüllen ja hier auch unterschiedlicher Zwecke.
00:08:06: Siehst du hier Möglichkeiten, wie man dieses Wissen noch besser weitergeben kann oder dass man dieser Wissensgabe vereinfachen kann?
00:08:15: Also ich versuche das ja auch immer wenn es möglich ist einfach weiterzugeben den Studierenden und wirklich die Mechanik dahinter zu schärfen weil am Ende die darf nicht verloren gehen und wir haben halt im Vergleich zu früher deutlich mehr Möglichkeiten auf der Werkstoffsseite, Dinge zu tun.
00:08:34: Und da ist es halt immer die Gefahr, wie weit man das auch alles durchblickt, der die Tragwerksplanung macht hat vielleicht nicht unbedingt den entsprechenden Blick für die Betontechnologie und dass alle miteinander sprechen davon die Ahnung haben.
00:08:55: Das ist, glaube ich schon das große Ziel der Zukunft und wir haben da auch in der letzten Zeit im Betonbau dieses BBQ-Konzept geschafft.
00:09:04: Betonbaupqualität steht nicht für Grillen sondern also da wollen wir im Prinzip dass alle beteiligen auch die untereinander damit mit sprechen.
00:09:14: Es ist ein bisschen der Kritik weil es natürlich wieder mehr Bürokratismus schafft.
00:09:18: aber damit man im Prinzip schon die Bauteile entsprechend solide machen ist am Ende an vielen Stellen auch ein gewisses Haftungsthema, wo wir auch irgendwie drüber nachdenken müssen zu sagen man bindet alle gleichmäßig in die Verantwortung ein weil sobald irgendwer größerer Riss kommt wird natürlich auf versucht irgendeiner diesen Schadengeld zu machen und mit manchen Dinge muss man vielleicht ein bisschen leben.
00:09:45: Man kann nicht alles bis zur letzten Perfektion machen und da ist halt viel auch von diesem Innovationsgeist oder so eine Bereitschaft, was zu riskieren oder wie verloren gegangen.
00:09:55: Ich weiß aber nicht, wie man da jetzt so richtig wieder hinkommt.
00:09:59: Jetzt habe ich ja anfangs erwähnt der Staubleton den Bauernmett.
00:10:03: Das ist vollkommen klappt!
00:10:05: Nur genießt ihr jetzt sich gerade den besten Ruf wenn ich ihn jetzt einfach nur mit Holzwerk gleiche, dem Baustoff nachher holst.
00:10:13: das ist nachhaltig, das ist umweltfreundlich Das wächst auch nach.
00:10:17: Und Starbitonbau, oder starbiton im allgemeinen ja umweltumfreundlich, viel CO-Teilmissionen aber auch sehr energieintensiv in der Produktion.
00:10:28: Denken wir alleine in die Zementproduktion.
00:10:32: Wie siehst du denn das Ausfachexperte?
00:10:33: Ist diese Kritik berechtigt oder sind das nur gewisse Vorurteile?
00:10:38: Wie stehst du zu denken?
00:10:39: Also bestimmte Kritik ist auf jeden Fall berechtigt, da war man vielleicht auch ein bisschen solange auf einen hohen Haus gesessen.
00:10:46: Manche Kritik ist dann nicht wirklich berechtig.
00:10:49: Wenn man zum Beispiel sieht wie wird Zement wirklich produziert?
00:10:52: Dann ist es so dass wesentlichen der Energiebedarf dadurch gedeckt wird das wir alles verbrennen was in den gelben Säcken ist in den Zementwerken.
00:11:02: Wenn mir das wenn das nicht passieren würde ist die Frage wo das Ganze hingehen würde weil es einfach schlichtweg nicht recycelbar Was da drin ist, das sind Mischverpackungen.
00:11:10: Das funktioniert nicht.
00:11:12: D.h.,
00:11:13: die Zementindustrie nimmt viel auch.
00:11:14: Auch alte Autoreifen und so weiter werden entsprechend thermisch verwertet.
00:11:19: Und wir haben auch da wo die Kritik eben auch nicht so ganz berechtigt ist ein sehr lokalen Baustoff d.h.
00:11:25: Wir haben alle Wurststoffe vor Ort.
00:11:27: Wir müssen nichts importieren.
00:11:29: Wir sind damit krisensicher, kostensicher.
00:11:33: Natürlich entsteht beim Brennprozess CO-II wird man vermutlich in einer gewissen Weise nie ganz wegbringen.
00:11:43: Gibt natürlich schon auch Ansätze, dass man den deutlich runterbringt.
00:11:48: also wir bringen heute fast schon CO-neutrale Zimente auf den Markt wobei das auch so ein bisschen mit Carbon Capture gearbeitet wird was naja dann eben auch nicht ganz die Entlösung ist.
00:12:02: aber Wenn man heutzutage das richtig macht, die richtigen Zemente auswählt und auch die richtige Betonrezepte für die jeweiligen Anwendungsbereiche nimmt.
00:12:12: Dann kann man da schon sehr viel CO² entsprechend sparen also dass wirklich ein Hebel drin der ist mehr als mehr als fünfzig Prozent kann man dann sprechen diese CO² Reduktion vornehmen Und wenn man dann sieht, wie viel da im Prinzip noch übrig bleibt.
00:12:29: Dann haben wir glaube ich andere gesellschaftliche Themen, wo mal glaube ich noch einen deutlich größeren Hebel hätte.
00:12:37: also insofern ist ein gewisser Teil der Kritik berechtigt.
00:12:41: es wird auch natürlich ein bisschen überzogen.
00:12:43: vor allen Dingen war natürlich jeder andere Baustoff ganz gerne auf den bräuchten Riesen auch bald drauf reinschlägt weil er gibt's am meisten Marktanteile zu holen.
00:12:51: das muss man natürlich auch sein.
00:12:53: und Wo wir natürlich in der Vergangenheit oder auch immer noch relativ viele von der Planung erfähler machen, ist das teilweise auch ohne Sinn und Verstand betoniert wird.
00:13:03: Also wird nicht unbedingt materialgerecht konstruiert.
00:13:06: Auch viele Dinge zieht man heutzutage teilweise in Wohnhäusern wo dann auf einmal unnicht tragende Innenwände betonieren wird.
00:13:13: Ich denke mal da gibt es vielleicht geschickte Materialien.
00:13:17: Ja, das denke ich ja auch.
00:13:19: Wie kann so was passieren?
00:13:20: Ist das einfach ein gewisses... Eine gewisse Fahrheit.
00:13:24: oder hat man da nicht genau darüber nachgedacht?
00:13:26: Das muss auch in der Planung auffallen, warum wird jetzt auf einem einen Lichtraud in der Wand betoniert.
00:13:31: Das kommt teilweise gar nicht direkt nur aus der Planungen sondern dann auch aus der Umsetzung weil wir haben halt heutzutage schon erheblich das Problem auf den Baustellen lassen uns da Facharbeiter fehlen und es ist natürlich das Betonieren ist noch relativ einfach, ist auch noch einfach zu händeln und eine Mauer gerade hochzumauern.
00:13:51: das ist halt schwieriger Und es ist halt auch beim Bauen relativ robust.
00:13:56: Das heißt, ob's jetzt an dem Tag regnet oder nicht macht alles nicht so viel aus.
00:14:01: Ich glaube das ist eine gewisse Bequemlichkeit und der Einfachheit halber sich da in gewisser Dinge nicht die Gedanken zu machen und das vielleicht noch mit einem einfachen Personal hinzubringen weil das ist mit einer der größten Probleme unserer Zeit wird demnächst ein Fachkräftemangel.
00:14:19: auf den handwerklichen Seite
00:14:23: Bleiben wir noch bei dem Thema Planung.
00:14:26: Wenn ich jetzt Tarpex-Planer oder allgemein Plane bei Baupläten bin, worauf kommt es denn beim Beton besonders an?
00:14:34: Also woher muss ich als Planer besonders achten?
00:14:36: Was sind so die wichtigsten Eigenschaften, wie ich aus Berner beim Betonn beachten muss?
00:14:43: Also gibt natürlich erstmal irgendeine statische Berechnung und das ist natürlich wichtig dass man die korrekt und richtig macht aber viel wichtiger als die eigentliche Berechnung, man kriegt dann heutzutage in diversen EDV-Programmen irgendein ASR vorderlich raus und dann ist es viel entscheidender das richtig in den Plan umzusetzen.
00:15:03: Das heißt die konstruktive Durchbildung ist eigentlich das A und O. Es heißt wie wird jetzt die Bewährung verlegtes gleichmäßig?
00:15:10: Weil so kann ich eigentlich die ganzen Schadensfälle reduzieren, kann auch den Leuten auf der Baustelle die Arbeit einfacher machen.
00:15:21: Auch versuchen natürlich auch mit den richtigen Methoden da entsprechend Material einzusparen, wenn ich eben jetzt geschickte Abstufungen der Bewerbung mache.
00:15:31: Das heißt diese konstruktive Durchbildung ist meiner Ansicht nach das Wichtigste weil so kriege es entsprechend auch wenn ich natürlich vielleicht mal eine kleine Ungenauigkeit in der Statik habe vieles auch noch abgefangen und daran gar das wird leider oft aus ein bisschen dann gespart kenne ich von einigen Büros, die ist dann halt die Berechen und dann wird halt die Bewährungsplanung woanders hingegeben um Kosten zu
00:15:59: sparen.
00:16:04: Und ein ganz spannendes Thema im Betonbau ist ja auch immer wenn es da mal zur Schadensfalle kommt.
00:16:11: also wir haben ja auch ein ganz junges Beispiel was auch in Deutschland passiert ist mit
00:16:18: Karola-Pöcke
00:16:19: und das ganze Thema Korrosion.
00:16:22: Vielleicht ist es immer für unsere Zuschauer, die jetzt nicht ganz in dem Fach drin sind.
00:16:26: Kannst du mal kurz erklären warum das Thema Korrosion so bedeuten ist?
00:16:31: Für den Stahlbetonbau.
00:16:33: Ja also grundsätzlich ist ja eigentlich der Stahl Beton, der verhält sich im Prinzip... Der Stahl und der Beton verhalten sich wie zwei Brüder.
00:16:43: Das was der eine nicht kann übernimmt der andere.
00:16:46: Das heißt der beton hat relativ gute Druckfestigkeiten.
00:16:51: Ja, der Druck bei einem dünnen Stabhafen-Eigder auszuknicken, das heißt es wird deinsprechend übernommen.
00:16:57: Beton hat keine Zugfestigkeit, das übernimmt der Stahl.
00:17:00: und was der Strahl auch nicht kann ist im Prinzip er ist nicht gegen Korrosion geschützt und das übernehmt im Prinzip der Beton.
00:17:08: Er bildet dann eine entsprechende Passivierungsschicht weil er hochalkalisch ist um den Stahl.
00:17:15: Und damit rostet er eigentlich nicht mehr wenn man das richtig macht.
00:17:19: Genauso die schützende Funktion, die der Beton dann hat gegenüber dem Stahl ist der entsprechende Brandschutz.
00:17:25: Weil der Stahl wird auch irgendwann zu heißes verliebte die Festigkeit.
00:17:29: Das heißt, der Betons übernimmt die Schutzwirkung des Stahls an vielen Stellen.
00:17:34: und jetzt wenn man die Schutzwirkung natürlich ein bisschen zu dünn macht das heißt werden die Betondekkungen zu klein ist.
00:17:40: Dann kann es passieren dass nach so vielen Jahren dieses alkalische Milieu verloren geht aufgrund der sogenannten Karbonatisierung.
00:17:50: Das ist das Umkehrprozess des Brennens,
00:17:53: d.h.,
00:17:53: da nimmt er Beton wieder das CO² auf, dass beim Brennen verloren gegangen ist und dadurch verliert er die Eichqualität.
00:18:01: und dann kann es passieren, dass es zu einer entsprechenden Rossbildung kommt.
00:18:08: Es ist ja eine Prozesse.
00:18:09: Den haben wir eigentlich seit ein paar Hundert Jahren oder seit hundert Jahren ganz gut im Griff und er war eigentlich immer bekannt.
00:18:17: Deshalb hat man auch schon in den ersten Normen gesagt, in der Außenluft braucht man zum Beispiel mehr Beton decken als in dem Weiter-Innerhalb.
00:18:24: Und dann kamen halt nachem Krieg bestimmte Sachen hinzu wie das Salzen der Straßen, das erst mal nicht vorgesehen war und das Salz greift eben auch den Stahl an,
00:18:39: v.a.,
00:18:39: wenn es entsprechend irgendwelche größeren Risse gibt führt auch zu einer entsprechenden Lochfraskorrosion, die sehr punktuell stattfinden kann.
00:18:48: Das ist das eine Problem was wir bei wenn die Bauwerke nicht dicht sind, wenn sie nicht gewartet werden.
00:18:54: ich kann natürlich Risse auch wieder zumachen und ich kann entsprechend Abdichtungen vornehmen Wenn die nicht entsprechend gewartet wird.
00:19:01: und als der schon das prominente Beispiel gesagt der Karola Brücke da ist dann noch ein anderer Korrosionsart aufgetreten die sogenannte Spannungsrisskorrosion.
00:19:12: das sind ganz bestimmte hochligierte Stähle gewesen, die man in der Nachkriegszeit verbaut hat.
00:19:18: Also die Spannbetonbauweise war nach Kriegszeit neu und man hat im Prinzip dann sehr, sehr innovativ in Deutschland viel gemacht, hat das weiterentwickelt und hat auch natürlich wenn man effektiv vorspannen will braucht man sie hochfeste Stähne.
00:19:34: Und die hat man mit einem bestimmten Verfahren hergestellt und in diesem Verfahren hat man oft auch Eigenspannungen eingebracht und vor allen Dingen kleine Anrisse.
00:19:44: Und zusätzlich war da noch Wasserstoff mit drin ein bisschen in dem Stahl, das führt zu so einer genannten Spannungsriss-Korrosion, wo ein kleinster auf mikroskopischer Basis einen kleinste Anriss da ist der dann entsprechend eine Korrosionsnabe darstellt.
00:20:00: Dann hostet es quasi immer in diesem ganz kleinen Riss immer weiter und führt irgendwann dazu dass dieser Spannstall durchgerostet ist.
00:20:13: und das ist im Prinzip bei der Karola Brücke passiert.
00:20:16: Im Wesentlichen, wobei man auch schon weiß dass in der Bauzeit des Teilbares die auch schon gerissen sind und diese Brüche teilweise sehr alt waren plus den... Die letzten Brüchen die es dann gebraucht hat um das Baubelk lasst uns runterfliegt, die sind dann irgendwann in den letzten Zeiten erst passiert.
00:20:35: aber da ist man im Prinzip eigentlich aus dem seiten.
00:20:39: Also diese Stähle hat man in Westdeutschland so bis Anfang der siebziger produziert.
00:20:47: Auch nicht vollständig, in West-Deutschlands gab es immer mehrere Produzenten da gab's auch noch nicht andere Stähne die überhaupt nicht das Problem hatten.
00:20:54: aber in Ostdeutschen hat man halt... Das war die einzige Spannstahlproduktion die man größtenteils hatte und da sind leider alle Brücken davon oder nicht nur Brücken auch viel im Hochbau entsprechend betroffen.
00:21:06: Man hat das schon Diese Schadensfälle in Westdeutschland schon relativ früh festgestellt.
00:21:11: Da sind vielstahl Decken runtergekommen, auch in Bayern relativ viele.
00:21:16: die hat man mit diesen Spannstellen vorgespannt diese Decken und hat allerdings auch noch Zemente verwendet die völlig ungeeignet waren dafür die keine hohe Allqualität hatten Und da sind sie dann entsprechend in den achte ganz schon einige runter gekommen.
00:21:32: und seitdem weiß man eigentlich von diesem Problem was man jetzt natürlich der Betonbauweise vorwerfen kann, dass man da nicht so viel so lange gemacht hat oder doch eher gewartet hat.
00:21:42: Aber das ist glaube ich ein allgemeines Problem in unserer Infrastruktur.
00:21:46: Ja, da gibt es einiges zu tun und gut, dass da nichts, sagen wir mal, größeres passiert ist und auch kein größerer Schaden zustande gekommen ist.
00:21:58: Und jetzt ist es natürlich auch unsere Verantwortung gerade in der Bauprofische für mehr Sicherheit und natürlich auch Wartuminspektionen usw.
00:22:06: dass auch so was frühzeitig erkannt wird oder noch nicht mehr passiert.
00:22:10: Nee, dann noch etwas ergänzen darf!
00:22:12: Also es ist natürlich so das jede Bauweise die neu ist, probiert sich aus.
00:22:17: Sonst entsteht keine Innovation und da können natürlich auch Schwachstellen entstehen.
00:22:20: Das hat im Prinzip jede Bau Weise egal welche man da hat.
00:22:24: also gibt auch nicht nur diese Schwächen natürlich in der Betonbauweise Auch im Holzbau haben wir ja Probleme mit bestimmten Konstruktionen, wo der Leim in dieser Phase nicht so gut war.
00:22:38: Sprich Eisbordhalle bei dreieinhalb, die damals eingestürzt ist oder auch der Stahlbau hat diese Probleme teilweise mit den Großbrücken, wo die Ermittlungsfestigkeiten von den Bolsteifen nicht wirklich gegeben ist wie das zuerst Böderramme-Detailbrücke war.
00:22:51: also ich glaube da hat jeder Baustoff seine Herausforderungen und wir müssen sagen eigentlich dafür dass es so viele Betonbauwerke gibt passiert eigentlich doch sehr wenig, also das ist ja so richtig von vielen einstürzen hört man doch nicht.
00:23:08: wir hatten jetzt halt einen prominenten fall in deutschland.
00:23:11: ich glaube der hat die leute geweckt und es auch gut so dass es geweckt ist.
00:23:14: und wer können alle froh sein dass da keiner zu schaden gekommen ist.
00:23:19: absolut Gut.
00:23:22: Rechten wir doch mal an den blick in die zukunft.
00:23:25: ins samt wird über die vergangenheit und gegenweit gesprochen.
00:23:28: schauen wir doch einmal in die Zukunft.
00:23:31: starbeton Wissen Thema, wo siehst du denn die Reise?
00:23:37: Wo geht dann die Reisen mit dem Staubeton dennoch hin.
00:23:39: Was sind denn so Trends und Entwicklungen, die du jetzt auch in deiner Position als Professor oder aus Experte für Staubetons begegnest?
00:23:50: Also ich glaube, die ganz große Reise geht eher darin unsere Sachen zu erhalten.
00:23:56: also wir haben sehr viel Bausobstanz In Deutschland hat insgesamt Billardenwerte und diese Billardenwerte gilt es eigentlich zu erhalten.
00:24:07: Und deshalb muss man eigentlich viel mehr Bauern im Bestand machen.
00:24:11: Es gibt natürlich auch zahlreiche neue Innovationen in Betonbau, die haben sicher alle ihre Berechtigungen.
00:24:19: aber am Ende der große Fokus In der Zukunft ist mehr, dass wir dieses Ding erhalten weil erstens ist es natürlich das nachhaltigste Überhang die Bauwerke neu lange in der Nutzung zu bleiben.
00:24:32: Andererseits ändern sich natürlich auch ständig die Nutzungsanforderungen.
00:24:36: keiner will mir heute in einer Wohnung wohnen wie das vielleicht in den neunster dreißiger Fall war.
00:24:43: Das heißt Wir müssen diese Dinge anpassen wir müssen sie können nicht alles immer beliebig anpassen.
00:24:50: Da muss man halt wieder kleine bauliche Veränderungen und wir müssen uns vor allen Dingen auch mit dem auseinandersetzen, was damals gemacht worden ist und das entsprechend nachvollziehen.
00:24:58: Und das ist im Prinzip also ein bisschen die Königsdisziplin und es ist auch die Sache wo wahnsinnig viel Ingenieurverstand gefordert ist weil es gibt keine Standardlösung.
00:25:06: Das ist bei jedem Auteil dann anderes.
00:25:09: Und da glaube ich dass die Leute, die da gut sind und sich da gut aufstellen können, die haben für alles immer eine gute Zukunft.
00:25:20: Und siehst du gewisse Herausforderungen, die es auf die der Startbeton und der Spannbeton zukommen können?
00:25:30: Ja ich glaube die größte Herausforderung ist wirklich dass wir unser Wissen das wir über doch jetzt sehr lange Zeit angesammelt haben auch bewahren können.
00:25:38: nicht dass man jedes mal in des Rad neudritt dass wir wissen was ist früher passiert?
00:25:44: wie haben die das gemacht damit wir verstehen Wie wurde es gedacht damit wir so ein sprechen modifizieren können und damit wir auch alte mit neuen Materialien auch kombinieren können.
00:25:57: Natürlich gibt's jetzt viele neue Hochleistungsmaterialien, wir haben ultra fest Beton wir haben kap unbeton alles hat können auch beton drucken.
00:26:06: alle diese Entwicklungen haben ihre Berechtigung und das wird sicherlich auch nicht der alles irgendwie nur die eine Verfahrenheit der Game Changer oder das andere wird diesen einen Game Changers nicht geben.
00:26:17: Das ist immer ein Summe aus allem und die dann entsprechend richtig mit dem Bestehen zu kombinieren, ohne dass wir das bestehende Wissen quasi vernachlässigen oder was verloren geht oder auch warum es wie jetzt im Betonbau bestimmte Regelungen haben wenn man neues Material haben die dann entsprechend anzuwenden.
00:26:35: Es ist schon die große Herausforderung weil Wenn man jetzt sich nicht immer nur einliest und so weiter, man kriegt in dieser täglichen Praxis geht es halt leider oft verloren.
00:26:45: Dass man sich mit den Dingen dann bisschen die Tiefe beschäftigt.
00:26:48: Dafür hat man im Regelfall aufgrund der ganzen Kosten-Drucks und nicht so die Zeit.
00:26:53: Und das ist glaube ich dass man dafür genügend Zeit findet und das auch effektiv gestaltet.
00:26:59: Das ist meiner Ansicht nach die größte Herausforderung.
00:27:04: Das ist auch eine gute Überleitung in das nächste Thema und zwar gibt es sehr bei uns den EuroCo-Zwei, der regelt in seiner Norm.
00:27:13: Die Bemessung nach die Konstruktion von Stabbetontragwerken, wohnbarer Ingenieurbau.
00:27:19: Und du hast anfangs schon erwähnt, da bist du ja auch beteiligt gewesen und kannst auf viel davon erzählen.
00:27:25: Jetzt bin ich natürlich auch sehr neugierig weil das man natürlich aus uns als Softwarehersteller immer wieder betrifft und wir mit diesem Thema häufiger konfrontiert werden.
00:27:35: Wo geht denn da die Reise hin?
00:27:37: Wie schaut dann da die Zukunft aus und was wird uns dort erwarten in der neue Aufarbeitung des Euro-Codes
00:27:44: II?
00:27:45: Ja, hol ich vielleicht noch mal kurz aus.
00:27:47: Also warum hat man das Ganze gemacht?
00:27:49: Da gab es ein EU-Mandat.
00:27:50: also die EU hat beschlossen, die Euro-CODE eine Generation weiterzuführen.
00:27:55: Das betrifft jetzt nicht nur den Euro-CoD II, sondern grundsätzlich alle Eurocodes Gab's im Prinzip drei große Bausteine, die man bewirken wollte.
00:28:04: Man wollte einmal entsprechend die nationalen Regelungen reduzieren wie wir das jetzt kennen gibt es ja sehr viele nationale Nachregelungsmöglichkeiten.
00:28:16: dann wollte man neue Materialien entsprechend integrieren und teilweise auch so ein bisschen ease of use den etwas vereinfachen.
00:28:27: entweder weit das alles so gelungen ist, lasse ich dem Lesenden dann offen.
00:28:32: Es gibt bestimmt einige Sachen die sind gut gelungen, andere vielleicht nicht ganz so.
00:28:36: und was haben wir im Wesentlichen im Eurocode II geändert?
00:28:41: Wir haben wie ja schon das Mandat gesagt hat es gibt deutlich weniger nationale Regelungsmöglichkeiten.
00:28:47: das heißt man muss in Deutschland auch ein paar Stellen zurück treten von gewissen üblichen Regeln, die man hatte.
00:28:56: Weil man sich natürlich europäisch einigte.
00:28:58: Es gibt dann viele Player und dich jeder bekommt überall recht.
00:29:03: Das ist ganz normal.
00:29:04: Das kann man kompromiss.
00:29:06: Und das andere, wo auch quasi das Mandat des neuen Materialien der Eurocode hat ... Der Eurocode II hat eine Fülle von Anhängen.
00:29:17: also wird in Zukunft gibt es den Eurocode Dann zwei Teil eins-eins, der sowohl den Hochbau wie auch dem Ingenieurbau abdeckt.
00:29:26: Einen eigenen Brückenteil wird es nicht mehr geben, wie es früher gibt.
00:29:29: Es gibt auch keinen Teil mehr für den Behälterbau.
00:29:34: Zusätzlich gibt's noch den Teil für die Heißbemessung und einen Teil für Befestigungsmittel.
00:29:39: Also wir haben nachher in Zukunft nur noch drei Euro Kot II und nicht mehr als bisher fünf.
00:29:48: Und deshalb sind natürlich Ein Euro.
00:29:52: kurz sehr viele Dinge reingewandert.
00:29:54: das heißt wir haben eine Fülle von Anhängen, wo erstens natürlich dann zum Beispiel auch Sonderregelungen für den Brückenbau enthalten.
00:30:00: Sonder Regelungen für Behälter oder wasserdichte Bauwerke Und dann wurden aber auch ganz viele neue Materialien mit aufgenommen.
00:30:09: Das heißt, in dem Eurocode an sich in der Grundfassung gibt es eine Regelung für Stahl-Faserbeton, eine extra Regelungen für Bauen im Bestand, eine Extraregelung für Verstärken von Betonbauteilen, die
00:30:21: ich
00:30:22: wesentlichen doch mitgestaltet, die auch im Eurocode drin ist und natürlich nicht metallische Bewährung, sprich Carbonbeton auch Faserbeton, also alle entsprechend mal versucht den schon entsprechend zu erweitern.
00:30:39: Genau das sind so die Sachen, die sich vom Volumen her angepasst haben und jetzt ist es so.
00:30:45: wir haben natürlich auch natürlich diverse technische Änderungen.
00:30:49: da gibt's im Prinzip bei der Querkraftbemessung ein paar Änder- rungen.
00:30:59: Bis groß gibt dann ein vereinfachtendes Konzept, das ist relativ ähnlich wie bisher.
00:31:04: Das hat man den ganzen Eurocode auch insgesamt in ganz Europa gemacht.
00:31:09: wir gehen nicht mehr auf Kraftbasis sondern auf Spannungsbasis weil man entsprechend da wieder das Rad zurückgedreht hatte wie es auch irgendwann mal in Deutschland früher war.
00:31:20: und Dann gibt es ein genaueres Verfahren, dann gehen da längstehnungen ein.
00:31:25: Es ist händisch sehr schwer zu berechnen und wird vermutlich eine große Aufgabe der Software Hersteller sein.
00:31:36: Querkraft, genau was auch Querkraft betrifft Durchstanzen ist ja ähnlich wie Querkraft.
00:31:40: Auch ein entsprechendes Versagen-Szenario hat sich erheblich etwas geändert.
00:31:45: Das sind im Prinzip die wesentlichen Nachweise in Grenzzustand der Tragfähigkeit, die sich groß geändert haben.
00:31:54: Biegung und so hat sich natürlich gar nichts geändert bei den Stützen oder so.
00:31:57: Das ist alles relativ marginal im Prinzip.
00:32:01: Bezeichnungen geändert.
00:32:05: Jetzt kommt das, was für die Praxis vermutlich am gravierendsten ist von den Änderungen.
00:32:12: Weil diese ganzen Änderung, die ja in erster Linie gesagt haben wird dich wahrscheinlich eher mehr betreffen an den Softwareherstellern.
00:32:18: Da wird man viel Programmierarbeit leisten müssen.
00:32:21: aber was sich groß geändert hat sind die ganzen Konstruktionsregeln.
00:32:26: also da hat sicher heblich etwas geändert und es ist so dass man da teilweise viel viel feiner wird.
00:32:31: d.h.
00:32:33: Eigentlich, wenn man die ganzen Nachweiseverankerungen und so weiter durchführt eigentlich schon seine Bewährungsführung kennen.
00:32:40: Weil in diesen Verankerungswängen gehen dann Stababstände ein, Deckungen, Querbewährungsgrade, Auflager, Pressungen was bisher nicht in dem Maße der Fall war.
00:32:52: Und da auch die Spannungen über den Jahr eingehen wird man da, weil man da nicht die richtigen Spannenden drin hat ganz schön abgestraft.
00:33:02: Deshalb glaube ich, dass sich da für die Praxis eher an das zu einem der Betonbau, der das rechnet, der es auch anfangen fängt nicht durchkonstruieren muss.
00:33:12: Dass man das eigentlich in Personalunion machen muss.
00:33:17: Ihr seid dich gedacht?
00:33:19: Jetzt sagst du okay wir ver einfachen vieles und wir machen vieles schneller.
00:33:24: so wie sich jetzt das mit den Konstruktionsregeln anhört ist genau das Gegenteil der Fall.
00:33:33: lege ich hier richtig oder muss man sich mit den vielen Sachen noch hineinarbeiten und jetzt noch mehr Aufwand investieren.
00:33:43: Also, ich glaube an ein paar Stellen wird es einfacher also zum Beispiel Thema Querkraft.
00:33:48: wenn wir das vereinfacht rechnen ist einfacher.
00:33:50: meiner Ansicht nach ist sogar auch des Durchstands ein bisschen einfacher als bisher Und die Konstruktionsregeln an sich haben sich geändert.
00:33:58: Es gibt wenn ich jetzt ein bisschen mäßig vorgehe und nicht bis zum letzten wirtschaftlich rausoptimieren will, dann ist es vermutlich ein ähnlicher auffang wie bisher.
00:34:09: Wenn ich allerdings natürlich sagen will, ich will jetzt richtig optimieren, will Material sparen, dann bietet der neue Eurocode da mehr Möglichkeiten und dann ist das natürlich auch aufwendiger.
00:34:21: Das heißt gerade insbesondere da wo man sehr materialeffizient arbeiten kann und wo es auch Standardbauteile gibt, wo sich Sachen immer wiederholen.
00:34:31: Zum Beispiel im Fertigteilbau
00:34:33: usw.,
00:34:33: da kann man natürlich jetzt optimieren und kann natürlich auch damit schon auch erhebliche Mengen Betonstall sparen.
00:34:39: Und wann werde ich denn mit dem EuroCo II rechnen können?
00:34:45: Also wenn ich jetzt Startback-Standard bin, wann muss ich mit dem ein Tragwerk berechnen?
00:34:51: Wann ist das dann soweit?
00:34:53: Also vom zeitlichen Ablauf ist es jetzt so, wir haben den Euro-Code.
00:34:58: in Deutsch wurde er Mitte letzten Jahres veröffentlicht.
00:35:02: Dann hat man auch gleichzeitig die Einspruchs oder die Gelddruckphase des nationalen Anhangs veröffentlich.
00:35:09: Das ist mittlerweile alles abgeschlossen.
00:35:13: der nationale Anhang in der Weistrucksphase wird vermutlich in den nächsten Monaten auf dem Veröffentlicht werden.
00:35:22: also Das war das Ziel Juli-August.
00:35:28: Mal schauen, wie gut es immer so klappt und dann sind im Prinzip alle Regeln veröffentlicht.
00:35:34: damit ist es natürlich schon von Haus aus eine weiteren Sinn ein technisches Regelwerk was dem Stand der Technik entspricht.
00:35:43: das heißt da kann man schon gar nicht mehr so drüber hinwegsehen.
00:35:48: rechtlich.
00:35:49: Dann ist natürlich die Frage, wir haben ja in Deutschland führen wir ja die entsprechenden Bausachen immer mehr oder weniger Gesetzesgleich über die Bauregeliste ein und das wird voraussichtlich.
00:36:00: Das ist natürlich alles steht ein bisschen in den Sternen.
00:36:04: da war das Ziel dass man das Ende zu siebenundzwanzig entsprechend auch eingeführt hat Und dann eine gewisse Übergangszeit.
00:36:14: Die Übergangszeit richtet sich natürlich danach, je nachdem was habe ich genau für Bauweisen?
00:36:20: Was hab' ich auch genau für ne Baugenehmigung?
00:36:23: Weil am Ende gilt im baurechtlich das ja so, sobald die gilt der immer den Vorschriftenlandschaft zum Zeitpunkt zur Einreichung der Baugenehmigung.
00:36:31: also das lässt sich dann immer so ein Gewissen über den Schleidungsgrad liefern Genau, also das ist so ungefähr die entsprechende Zeit.
00:36:39: Was wird natürlich auch noch dauern?
00:36:40: Wir haben ja auch diverse Produkte, dass sich auf die Eurocodes beziehen.
00:36:44: Da müssen natürlich auch die Produktzulassungen entsprechend umgestellt werden.
00:36:48: Und als man jetzt den neuen Eurocode veröffentlicht hat und ob man es natürlich auch mit Sicherheit viele in Tragwerksplanen an Planern gezeigt... Wie war denn das Feedback?
00:36:58: Wie waren das wir sie medial planenden Tragwerkplaner?
00:37:02: Ja, jetzt muss ich da ein bisschen einschränken, Heutzutage wirklich versuchen noch Leute zu gewinnen, die sich da einbringen.
00:37:14: Es ist schon sehr schwierig von der Praxis überhaupt ein Feedback zu bekommen.
00:37:20: Es gab dann so eine Praxizinitiative vom Regelwerk, die aber doch sehr häufig natürlich von den Verbänden geleitet werden weil heutzutag es ist doch schwierig man scheint an die Kapazität zu finden das war früher doch etwas besser.
00:37:36: Und ja vom Feedback her, ich glaube das wird man jetzt auch eher sehen.
00:37:41: Das Problem ist an dem ganzen Feedback was dann halt national kam, ist man dann am Ende den europäischen Gremien schon viel zu spät dran weil es ist dann einmal europäisch beschlossen und da gibt's da wenig Möglichkeiten.
00:37:54: Ja ich habe auch versucht natürlich die ganzen Lehren und so weiter Lehre die wir machen wenn wir jetzt auch sukzessive natürlich umstellen Weil wir wollen natürlich auch dass unsere Ingenieure in der Zukunft nicht mit einem Verhalten Stand rauskommen, das heißt an der UTH haben wir jetzt die ersten Semester angefangen umzustellen in dem Semester.
00:38:12: Dafür habe ich natürlich auch meine Unterlagen angepasst.
00:38:16: also wenn sich einer in den neuen Eurocode einlesen will da gibt es jetzt auch schon zwei Bücher von mir da kann man sich entsprechend aus ein bisschen gucken was einen erwartet das sind auch Beispielrechnungen drin und dann kann man sie so ein bisschen selbst glaube ich das Urteil bilden aufsetzt für einen einfacher oder schwerer wird.
00:38:31: also ich aber nach dieser Beispiel Rechnung so ein bißchen.
00:38:35: Ein paar Stellen habe ich gesagt, eigentlich ist es jetzt einfacher als vorher.
00:38:39: Und ein paar Stellen ist das natürlich... Da ist es irgendwie komplizierter geworden.
00:38:43: Also das ist unter dem Strich glaube ich dass der Aufwand doch relativ gleich bleibt.
00:38:49: Okay
00:38:50: gut.
00:38:51: Ja verlassen wir so ein bisschen das Thema Beton.
00:38:54: Schauen wir so bissel aus deinen auf deine praktischen Erfahrungen.
00:39:00: Wenn du jetzt nochmal zurück schaust Du bist ja schon jahrzehntelang In dem Bereich der Statik des Storbetonbaus unterwegs gibt es da ein Ereignis oder eine Erfahrung, an der du ja mal die Zähne ausgebissen hast aber gleichzeitig so gut war weil du da extrem viel gelernt hast.
00:39:20: Ja also diese Eregnisse dass man sich irgendwo Annähernd die Zähne ausbeißt, da gibt es natürlich gerade wenn man sich irgendwo der Promotionsfaser natürlich mehr hat.
00:39:30: Welche Modelle muss man das erstmal verstehen?
00:39:32: Macht die Versuche auf einmal und sagt ja versuch was ganz anderes als das Modell.
00:39:36: Das muss vor allem wieder entsprechend den Einklang bringen oder auch die Modelle entsprechend anpassen.
00:39:44: Da ist die Lernkurve extrem steil insbesondere wenn man wirklich hauteile mal im Labor prüft, weil dann sieht man natürlich das ist die Realität.
00:39:56: Und immer an der Realität kann man meist lernen.
00:39:59: Deshalb da war bestimmte Lernkurve am steilsten und allerdings muss man sagen, da ist natürlich der Druck, den man teilweise in der Praxis spürt nicht, deshalb ist es eine sehr angenehme Lerncurve.
00:40:12: Dann gibt's auch die Fälle dann in der praxis wo man auf einmal irgendwelche Bauwerke hat in kurzer Zeit und dann stellt man fest dass die Entwürfe die für diese Bauwerke da waren, wenn man die Ausführungsplane übernimmt dann nicht so wirklich funktionieren.
00:40:26: Und mal hatte ich aus einigen Fällen auch im Bereich der Neubauestrecke Stuttgart-Ulm wo dann Bauwerken wirklich vom Entwurf her gar nicht funktioniert und da steht man natürlich ganz schön in der Schusslinie, weil man erst die Hand hebt und sagt Leute das funktioniert es noch nicht!
00:40:43: Das müssen wir irgendwie umplanen, denn dann sind auf einmal eine riesige Folgen dran.
00:40:46: Planfeststellung muss geändert werden usw.. teilweise mit Zustimmung im Einzelfall, Unternehmen ins internen Genehmigungen.
00:40:54: Also da waren dann schon ein paar Bauwerke besonders Herausforderung insbesondere weil es natürlich auch nicht immer nur mit netter Kommunikation einhergeht kann man sich vorstellen wenn so viel Geld geht.
00:41:08: ja also das waren die Sachen wo man doch relativ große Lernkurve hat.
00:41:16: Einmal ist es irgendwo angenehmer an, das ist unangenehme.
00:41:18: in der Praxis lernt man doch mehr eher auch wie man mit Dingen umgeht auf wenn man mit Projekten umgeht.
00:41:25: und die technische Lerncurve ist in der praxis leider zwar schon noch da aber nicht mehr so steil wie das jetzt in einer Hochschule oder Universität ist.
00:41:39: Jetzt mal angenommen wird es einen Wunschschrei, den du in der Baubrosche mit verändern könntest oder wo du an du arbeiten könntest das sich da mal was ändert.
00:41:50: Willst du da diesen Wunschen ist?
00:41:51: Was würdest du denn gerne anpacken?
00:41:56: Ja also ich würde mir wirklich wünschen an ein paar Stellen dass wir so ein bisschen das der Berufsetos eigentlich hochgehalten wird wie man es im Prinzip früher hatte.
00:42:07: Da gab's den Baumeister der hat versucht sich den Dingen zu widmen hat auch, man hat dann was vorgeschlagen und da ist man auch dazugestanden.
00:42:15: Und dann hat man das durchgezogen.
00:42:17: Heute ist es sehr häufig so dass leider die Verantwortlichkeit für die Dicke immer weiter abnimmt.
00:42:24: Das heißt irgendeiner macht einen Entwurf und sagt mir ist jetzt auch in der Entwurft danach ja auch nicht egal, das ist jetzt euer Problem.
00:42:32: Da würde ich mir doch wünschen, dass man mehr wieder an einem Strang zieht ein gewissen Ethos hat.
00:42:37: Man will einfach Das Beste für das Bauwerk oder beziehungsweise für den Bauherrn haben.
00:42:46: Und manchmal gibt es auch natürlich Bauherren, die muss man erstmal vom Besten überzeugen.
00:42:51: Es ist auch klar aber dass man wirklich versucht die beste Lösung zu erhalten und nicht die Lösung.
00:42:57: Die jetzt für mich persönlich die beste ist, weil es kann ja sein dass ich jetzt sage okay da nehme ich jetzt Lösung A. Die kann ich eben aus der Schublade herausziehen mache wenig Aufwand oder ich mach jetzt eine andere Lösung weil da fehlt mir gerade die Referenz dafür die ich gerne hätte also diesen Berufsethos den würde ich mir gern so ein bisschen zurückwirschen für die Dinge die Verantwortung zu übernehmen und auch dann wenn man die Verantwortung dafür übernimmt auch die Verantwortung bei den Leuten auch lassen ständig irgendwelche Bedenkträger, die dann ... ja.
00:43:29: Die Projekte verzögern?
00:43:34: Ja das finde ich gut!
00:43:36: Ich finde es trifft auch wirklich auf alle Bereiche zu, dass wir uns einfach noch mal stärker selber in die Pflicht und auch die Verantwortung über Projekten nehmen müssen.
00:43:49: Und sagen okay jetzt mach' ich das und mache das halt als meine wichtigste Aufgabe.
00:43:58: Jetzt sind wir am Ende des Podcasts angelammt und auch hier die Frage aller Fragen, und zwar die Frage nach deinem Lieblingsdauern weg.
00:44:06: Und jetzt bin ich schon sehr neugierig, was es denn bei dir ist.
00:44:11: Grundsätzlich gibt's natürlich wahnsinnig viele tolle Bauwerke und da macht das eine Auswahl nicht so einfach.
00:44:18: Wir haben natürlich tolle große Brücken Tolle Hochbauten und es gibt aber ein Bauwerk meiner Ansicht nach, was für den Betonbaus schon herausragend ist.
00:44:30: Was einfach bewiesen hat dass das sehr gut konstruiert ist und sehr lange konstruert.
00:44:36: Das ist das Pantheon in Rom, der steht schon seit zweitausend Jahren fast und das älteste Betonbauwerk der Welt und da hat man wirklich wenn man das anschaut... dermaßen schlau konstruiert.
00:44:48: Man hat im Prinzip unten mit den schwereren Betoner angefangen, hatte in die Kuppel die leicht betone reingezogen und es hat halt auch wirklich bewiesen dass es dann alle gab ja nicht nur friedliche Ereignisse in Rom alles hat überlebt und ich glaube das kann schon ein Vorbild sein weil ist auch jetzt immer noch den einen Zwecker für zwar nicht mehr den ursprünglichen Zweck.
00:45:12: jetzt ist halt der Museum war mal ein Tempel da was eine Kirche Aber jetzt ist entsprechend ein Kulturdenkmal und glaubt, wenn ich schaffen würde solche Bauwerke zu konstruieren die so lange halten dann kann man glücklich sein.
00:45:27: Ja absolutes Vermächtnis und extrem beeindruckend was den Baumeistern die Leute von damals ohne die Mittel die uns heute zur Verfügung stehen geschafft haben zu erbauen und darauf können sie wirklich stolz sind können wir in der Bauproche auch richtig stolz sein, dass so ein Gebäude über so lange Jahre oder Jahrtausende wirklich bestand.
00:45:51: Das ist echt beeindruckend!
00:45:53: Wobei ja nur die guten Gebäudes stehen geblieben sind.
00:45:56: Das muss man ja auch immer fairerweise dazusagen.
00:46:00: Pferdlich... Gut, jawohl Scham!
00:46:02: An dieser Stelle möchte ich mich hier fertig bei dir bedanken für deine Zeit und deiner tollen Einblick her.
00:46:06: Hab mir sehr viel Spaß gemacht.
00:46:08: Und dann wünsche ich dir auch für die Zukunft alles Gute und ganz viel Erfolg.
00:46:12: Schön, dass du da warst.
00:46:13: Ja, vielen Dank dass ich die Möglichkeit hatte da bei dem Podcast mitzuwirken.
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