#187 Neue alte Bauweisen: Häuser mit einem Herz aus Holz feat. Niklas von Haaren
Shownotes
Holz ist seit jeher einer der wichtigsten Baustoffe. Und in aktuellen Debatten um Klima und Nachhaltigkeit steht der Holzbau immer wieder im Fokus. Unser heutiger Gast Niklas von Haaren ist Experte für Holz- und Hybridbau.
Mit ihm sprechen wir über Holz- und Hybridbau sowieso die Chancen für die Zukunft unserer Baubranche. Schreibt uns in die Kommentare: Welche Holz- und Hybridbauten gefallen euch am besten? Und folgt uns gerne, um keine zukünftigen Episoden zu verpassen. Viel Spaß beim Zuhören!
Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom Global Podcast.
00:00:04: Heute mit einem ganz spannenden Thema, und zwar Holz und einem ganz spannendem Gast.
00:00:08: Fangen wir mal mit dem Thema Holzer.
00:00:10: Holz ist ja bei Weiten wie wir alle kennen kein neuer Baustoff.
00:00:14: Vielmehr ist er der vielleicht wichtigste und bekannteste überhaupt!
00:00:17: Und das?
00:00:18: Das ist der Spannende über
00:00:19: Jahrtausende
00:00:20: hinweg weil mit Holz wurde schon vor jahrtausenden Jahren gearbeitet.
00:00:25: Vor dem Hintergrund von der Klimakrise, Nachhaltigkeit und den Suchen nach Alternativen zu Stahl- und Beton rutschte traditionelle Holzbau immer mehr in den Fokus.
00:00:34: Wie gut dass wir heute auch einen echten Holzbauexperten bei uns haben!
00:00:38: Wie schön, dass du da bist.
00:00:40: Herzlich willkommen!
00:00:41: Ja hallo Daniel, danke für die Einladung.
00:00:43: Freu mich sehr auf das Gespräch.
00:00:56: Hallo und herzlich Willkommen zum Blueball Podcast Der Podcast rund um das Thema Bau.
00:01:02: Ich bin froh, dass Du dabei bist.
00:01:04: Los geht's Dann starten wir da gleich mal hinein.
00:01:08: Niklas stelle ich doch gerne mal vor.
00:01:09: gerne mit vollen haben.
00:01:10: den habe ich jetzt vergessen.
00:01:12: was machst du und wer bist du?
00:01:14: Ja, ich bin Niklas von Haaren.
00:01:15: Ich bin seit zehn Jahren jetzt Holzbauingenieur hab mich noch mit neunzwanzig jahren selbstständig gemacht Bin jetzt Geschäftsführer von meinem eigenen Ingenieurbüro Und bearbeite da Projekte im holz- und holzhybridbauschwerpunktmäßig.
00:01:31: Ich bin vom Kernherdragwerksplaner Aber im Holzbau bin ich der Meinung, funktioniert Trafwerksplanung nicht losgelöst von dem ganzen anderen Part.
00:01:41: Deswegen bezeichne ich mich gerne auch als Generalist weil ich neben der Statik Wärmeschutz Brandschutz Schallschutz Nachhaltigkeit mit Planen koordiniere.
00:01:53: Ich halte das nicht für nebensache sondern eigentlich genauso wichtig wie die Statik selber.
00:01:59: und mein Ziel ist Planung muss baubar sein muss auch in der Realität funktionieren und nicht nur auf dem Papier.
00:02:09: wirtschaftlich musste bestenfalls eben auch noch sein.
00:02:12: All right, jetzt hast du schon gesagt Holzbau Planung geht ja nicht nur mit der Statik einherst sondern auch noch vielen anderen Bereichen sei es ein Wärmeschutz sei es eine Bauphysik sei es auch der Brandschutz.
00:02:23: das sind alles wichtige Themen.
00:02:25: bevor wir da so bisschen tiefer hineinsteigen.
00:02:28: für mich ist es immer relevant ok wo kommst Du her?
00:02:30: was ist Deine?
00:02:32: Ja dann werde Gang bist du der jetzigen Position als Geschäftsführer deines Ingenieurbüros.
00:02:37: War das dann ganz klassisch, ein Bauingenieurwesen-Studium oder bist du über eine Ausbildung verholzbar?
00:02:42: Also häufig immer so ja Zimmerer, Meister, Techniker Studium und dann gehe ich da rein.
00:02:47: wie war das bei dir?
00:02:49: Ein Weg hatte einige Schleifen ehrlich gesagt zwischen Schulabschluss und dem Studium.
00:02:55: Ich hab erst ein freiwilliges ökologisches Jahr gemacht auf einem Bauernhof wirklich mit Schafen und Ziegen gearbeitet.
00:03:02: Und daneben bei eigentlich viel mit Holz gewerkelt, eigentlich als Kind schon immer.
00:03:08: Aus diesem Jahr heraus habe ich mich dann für eine Schreinerlehre entschieden... ...und dort den Studiengang Holzingenieurwesen in Hildesheim kennengelernt.
00:03:18: In Hildestheim startet man dann erstmal ins erste Semester und nach dem ersten Semester entscheidet man sich dann zwischen Möbelbau und konstruktiver Ingenieur Holzbau.
00:03:29: Und ich hab gedacht, Möbil kann nicht jetzt bauen, jetzt will ich Häuser bauen lernen.
00:03:37: Das heißt, ich habe mich im Grunde erst im Studium selber dafür entschieden Bauingenieur zu werden.
00:03:42: tatsächlich.
00:03:44: Warum dann so die Richtung Holz?
00:03:46: Hätte ja alles Mögliche sein können sind auch Beton Stahlbauer?
00:03:49: wann hast du gesagt okay Holz das ist das Thema was dich fasziniert und begeistert.
00:03:55: Holz ist einfach ein richtig genialer Werkstoff.
00:03:59: Ich habe schon immer damit gerne gearbeitet, es ist halt auch ein zugänglicher Werkstoff für Kinder, dafür Erwachsene.
00:04:05: man kann mit einfachen Maschinen da viel bearbeiten und viel erreichen.
00:04:09: Es ist ein sehr alter Werkstoff mit dem wir schon lange arbeiten nachhaltig also.
00:04:15: ich mag einfach dieses Material daher auch die Schreinerlehre überhaupt der Fable dafür für das Material Studiengang Holzingenieurwesen war ich halt schon drin, es ist parallel mit den Bauingenieuren dort in Hildesheim.
00:04:29: Man hat auch viele Module mit dem Bauingenieur zusammen aber... Ich war halt schon im Holzbau drin und habe mich da einfach sehr wohl gefühlt.
00:04:38: Sehr stark!
00:04:40: Kommen wir jetzt noch ein bisschen zu deinem Ingenieurbüro und auch den Projekten die du hier machst?
00:04:44: Wie können wir uns denn das vorstellen?
00:04:45: was sind das für Projekte, Bauprojekte ...die du hier in deinem INGENIERBÜRO machst?
00:04:51: Der Holzbau ist ja sehr, sehr breit aufgestellt.
00:04:54: Nicht weniger oder nicht breiter als alle anderen Bereiche auch.
00:04:59: Holzbau sind nicht mehr jetzt einfach kleine Hütten- oder Einfamilienhäuser wie früher sondern Holzbauer.
00:05:05: das sind große Mehrfamilienhäuser.
00:05:07: ganze Quartiersentwicklungen Bürogebäude Gewerbe Gebäude Kitas Schule sind natürlich total im kommen oder längst da eigentlich öffentliche Gebäude, Verwaltungsgebäude.
00:05:19: Das alles deckt der Holzbau ab und das alles ist auch das was ich kann und anbieten kann.
00:05:27: Also das heißt... Ist es auch ein klassischer Ingenieur-Holzbaar?
00:05:30: Das heisst Hallen oder zum Beispiel Modulbauten, Wohnanlagen.
00:05:38: ist er damit dann auch im Begriffen?
00:05:40: Das ist mit drinnen genau also halben.
00:05:42: tragwerke sind natürlich super spannend.
00:05:44: da kann man mal sein ganzes ingenieurmäßiges know-how auch auspacken.
00:05:48: Modul bauten habe ich gerade sogar ein projekt das ist jetzt eher in einfamilienhaus.
00:05:53: was aber aufgrund der logistik als modulbau geplant werden soll, dass es durchaus herausfordernd aber macht auch macht doch einfach spaß.
00:06:04: Es besteht ja häufig in der planung von holzbautragwerkende.
00:06:08: er glaube das Nur mit Holz alleine gebaut werden kann, wobei wir wissen und beide ganz genau ohne nur mit Holz geht es ja auch nicht.
00:06:16: Ich brauche noch andere Materialien.
00:06:19: wie siehst du das ganze kannst du da mal ein bisschen Licht ins Dunkeln einbringen?
00:06:23: ich bin totaler Verfechter davon das richtige Material am richtigen Ort einzusetzen da.
00:06:28: ich bin überhaupt nicht ideologisch drauf dass ich sage ich bin Holzbauingenieur ich will ausschließlich Holz einsetzen sondern ich will wirklich das richtige Material am richtigen Ort einsetzen und dazu gehört für mich genauso auch der Beton oder der Stahl.
00:06:45: Das ist einfach Teil des Geschäfts, also Hybridbau ist eben das was ich im Kern mache.
00:06:52: es ist nicht mit Holz alleine getan.
00:06:54: Es gibt viele Details die dann durchaus auch mal mit Stahl besser löstbar sind oder es muss ja auch wirtschaftlich sein.
00:06:59: man kann sich auf ein Material voll fokussieren für die unterschiedlichsten Einsatzstellen auch wirklich das richtige Material.
00:07:08: Und das muss man suchen und finden.
00:07:11: Hast du da mal ein konkretes Beispiel für uns, wo du jetzt viel Beton verwendest?
00:07:15: Wo jetzt dann noch der Holzbau vorwiegt oder wo du dann halt wieder den Stahl einsetzt?
00:07:21: Also wenn ich es an so ein klassisches Mehrfamilienhaus denke, dann halte ich persönlich für die effizienteste Bauweise Holz- oder Holzbetonverbunddecken beispielsweise als Deckensystem einzusetzen.
00:07:37: Bei Unterzügen greife ich durchaus gerne auch Stahl zurück, weil Stahl an der Stelle architektonisch eben auch besser.
00:07:45: daher kommt häufig oder der Stil der Zeit ist heutzutage einfach dass Unterzüge sich zurücknehmen sollen.
00:07:52: am besten sollen sie decken gleich verschwinden und das es mit Stahl einfacher auch günstiger realisierbar.
00:07:59: wenn ich dann auch darüber nachdenke Gerade mehr Familienhausbau Stützen auf Unterzügen auf Stützen stehen sollen.
00:08:07: Man muss da die Kraft durchgeleitet werden, das ist mit Stahlwässer im Holz, wo man mit Querdruck geht.
00:08:14: Das ist einfach an der Stelle für mich nicht das richtige Material.
00:08:18: Dann allerdings wieder Holzstützen.
00:08:19: Ich greif gerne auch Holzstützen zurück dann im Innenraum.
00:08:24: Die sind günstiger und wenn man ihnen den Platz geben möchte ... Dann sind Holzstützen für mich einfach der richtige Ort dort.
00:08:34: Und im klassischen Mehrfamilienhausbau, im Hybrid-Bau da hast du dann einen Stahlbeton Treppenhauskern, Stahlbettons Fundamente sowieso und so würde ich sagen, bringe ich klassischerweise Materialien am effizientesten und eben auch materialgerechtern zusammen.
00:08:54: Okay!
00:08:55: Und jetzt vielleicht nochmal ein bisschen zum Thema Holzbau.
00:09:00: Ich habe so die persönliche Wahrnehmung, dass gerade in den letzten fünf bis zehn Jahren sich im Holzbau viel getan hat und wie auch eine gewisse Art Renaissance erleben.
00:09:10: Weil jetzt der Baustoff zu bauen an sich von Tragwerken immer beliebter wird.
00:09:16: Natürlich hat man vorher schon mit Holz gebaut aber nicht so in der Summe.
00:09:21: Wie nimmst du das aktuell?
00:09:24: Ist es nur meine persönlichen Erwahrnehmungen oder siehst du das auch?
00:09:28: Die Attraktivität am... Bauern mit Holz deutlich gestiegen ist.
00:09:33: Doch auf jeden Fall, als ich eingestiegen bin war von einer Holzbauquote im Wohnungsbau von twenty-fünf Prozent noch überhaupt nicht zu denken.
00:09:43: Inzwischen sind ungefähr fünfundzwanzig Prozent aller Wohnungsneubauten sind Holzbauten ein Familienhäuser.
00:09:50: wie mehr Familienhäuser also.
00:09:51: das ist auf jeden fall ein großer Wirtschaftszweig der sich dort gebildet hat und wo wirklich früher nicht dran zu denken war.
00:10:00: Nachhaltigkeit spielt dort natürlich eine sehr große Rolle auch zurecht.
00:10:04: Holz als nachwachsender Rohstoff, als Alternative zu der CO-II intensiven Bauweisen bietet sich natürlich an und Holzbau sehe ich auch klare Vorteile.
00:10:15: dann Richtung Vorfertigung.
00:10:17: es wird im Vorfeld enorm viel geplant.
00:10:21: Viel mehr als in anderen Bauweisen würde ich mal sagen.
00:10:25: das heißt Qualität ist später eben auch planbar und kein Produkt mehr von Zufall.
00:10:32: Absolut!
00:10:33: Und was denkst du?
00:10:34: Sind denn so die Gründe, dass jetzt so dieser Baustoffholz wieder so stark an Beliebtheit gewonnen hat?
00:10:41: Nachhaltigkeit, Planbarkeit – siehst du abgesehen von dem Punkt noch andere wo es vielleicht auch auf Bundesebene oder auf politische Ebene ein bisschen mehr Druck gemacht worden ist … Wahrnehmung oder nicht die Wahrnehnung, sondern vielmehr so die Akzeptanz auch bei anderen Planen und Bauherren.
00:11:02: Wir haben ja einerseits die Holzbauoffensiven der verschiedenen Bundesländer, die Holzbauer gerade auch bei öffentlichem Bauvorhaben enorm nach vorne gebracht haben quasi teilweise schon zu mehr- oder minderpflicht vorgeschrieben haben.
00:11:19: Gerade tut sich ja auch bundesweit auf Bundesebene ziemlich viel.
00:11:24: Ich hab nicht den tiefsten Einblick da rein, verfolge das natürlich.
00:11:28: Ich glaube einfach gerade im Wohnungsbau... Das ließ man seit Jahren, wir brauchen viele, viele Wohnungen noch und da bietet Holzbau eben eine Lösung mehr Wohnraum zu schaffen, eben auch beispielsweise indem wir Bestandsgebäude aufstocken und dort auf bereits vorhandenen Flächen mehr Wohnraums schaffen.
00:11:50: Alles klar also die Vorteile von Holz sind ja häufig bekannt.
00:11:54: Also es heißt eine schnellere Montage, aber auch eine hohe Vorfertigungsgrad.
00:12:00: Das ganze Thema Nachhaltigkeit.
00:12:02: Ich glaube das müssen wir jetzt dann nicht mehr weiter vertiefen.
00:12:06: Trotzdem kommt es ja immer wieder zu gewissen Vorurteilen wenn man mit Holz baut und auch plant.
00:12:12: Was sind das denn für Vorteile die dich häufig begegnet?
00:12:14: Wenn du mit Planern oder Bauherren beteiligten sprichst.
00:12:19: Als erstes kämpft man immer mit dem Vorurteil Holz, weil wäre teuer.
00:12:23: Das ist in aller Instanz erstmal das was man als erstes zu hören bekommt.
00:12:29: Und die nackten Zahlenstudien zeigen eben, dass Holzbau durchaus etwa drei bis fünf Prozent teurer ist auf die Kostengruppen zweihundert bis siebenhunderte.
00:12:39: Das ist einfach so ne?
00:12:41: Aber wichtig an dem Punkt für mich ist, dass man das ehrlich vergleicht mit alternativen Bauweisen.
00:12:47: also ich kann eine Holztafelwand mit einer Holzfassade nicht vergleichen mit einer Mauerwerkswand, mit einem WDVS.
00:12:55: Das ist für mich optisch nicht das Gleiche und gleichzeitig braucht eine Holzfassade mit der Hinterlüftungsebene eben auch Platz den es beim Mauerwerkstau nicht braucht.
00:13:05: Das heißt wenn ich das vergleichern möchte dann muss sich schon noch ein Holztafelband mit einer mit dem WDFS vergleich'n Mit ne Mauerwärkswand mit nem WDWS Und dann sieht man sehr schnell dass diese Bauteile eben auch unterschiedlich dick sind.
00:13:19: Also ein Holztafelband mit WDVS ist sicherlich vier, sechs Zentimeter dünner als eine Mauerwerkswand.
00:13:27: Und das generiert Wohnfläche und Wohnflächen ist Geld, ist Rendite später.
00:13:33: Diese Soft Skills kommen für mich in dieser Betrachtung zu kurz.
00:13:38: Es gibt einfach in der Kostenberechnung irgendwo keine Position.
00:13:42: irgendwie Holz bei Effizienz minus hunderttausend Euro Das ist nicht drin, deswegen wird meistens auf Bauteilebene verglichen und ja auch bauteilebender.
00:13:52: Ist eine Decke zum Beispiel durchaus mal fünfzig Euro teurer.
00:13:56: das spielt sich aber später wieder rein wenn ich mir die Effizienz im Bauablauf angucke wenn ich mehr ansehe wie viel weniger nachträge ich später habe dass Qualität eben planbar wird.
00:14:07: Dass ich im Vorfeld viel plane und dann auf der Baustelle schneller bin weniger Witterungsrisiko habe, mehr Wohnfläche generiere aus dem gleichen zur Verfügung stehenden Grundstück.
00:14:17: Da spielt sich das wieder rein.
00:14:20: Vorteile sonst den man immer begegnet ist Brandschutz und es ist auch verständlich einfach weil Holz brennt.
00:14:27: dass macht Menschen Angst.
00:14:28: das verstehe ich total.
00:14:30: da muss man sagen Holz bremt berechenbar das heißt Holz brent in ungefähr mit null Komma sieben Millimeter die Minute.
00:14:38: man kann als faustregel sich merken ungefähr dreißig Millimeter in den ersten Dreißig Minuten und danach zwanzig Millimetern pro weitere dreißige minuten.
00:14:46: wenn wir also ein wirklich großes Gebäude sehen das muss neunzig Minuten stand sicher sein, dass lässt sich berechnen.
00:14:53: Das lässt sich nachweisen.
00:14:55: andere Bauweisen haben dort mit ihren eigenen Themen zu kämpfen.
00:14:59: stahl wird relativ schnell weichwänner heißt Beton kann abplatzen, dann liegt der Bewährungsstall eventuell frei.
00:15:06: Dann kann derweich werden.
00:15:08: das ist wiederum eben auch schädigend.
00:15:11: Das heißt ein Holzbau steht dem Ganzen nicht nach.
00:15:14: Das ist berechenbar und lässt sich in den Griff kriegen.
00:15:18: Und zuletzt ist natürlich auch Schallschutz und sommerlicher Wärmeschutz immer wieder Thema mit dem man kämpfen muss.
00:15:25: Beides kann man in den griff bekommen wenn man das ordentlich plant Wenn man das von Anfang an mit denkt Wenn man eben auch einen Holzbauingenieur mit an Bord hat, der das Material kennt und die Bauweise kennt.
00:15:38: Dann kann man das alles planen nach dem Stand der Technik, den aktuellen Regeln der Techniken.
00:15:47: Jetzt hast du zwei Begriffe genannt, die möchte ich für's Publikum noch mal ein bisschen näher erläutern?
00:15:51: Jetzt hast Du gesagt Kostengruppe zweihundert bis siebenhundert und WDVS.
00:15:57: wobei handelt es sich da bei beiden Sachen?
00:15:59: Das eine ist die Kostenberechnung nach DIN, ich glaube, zweihundertsechsten siebzig wird ja aufgeteilt in acht hundert verschiedene oder in acht verschiedene Kostengruppen.
00:16:11: Die Hunderttaar sind dort einfach die erste Ebene.
00:16:14: Hundert sind die Grundstücke und Grundstücken sind einfach immer identisch egal was ich nachher für ein Gebäude drauf stelle.
00:16:21: deswegen nimmt man das aus einer Betrachtung beispielsweise raus.
00:16:24: Und acht hundert, das sind die Finanzierungskosten.
00:16:27: Die sind auch identisch egal was ich nachher für ein Gebäude hinstelle.
00:16:31: deswegen habe ich dass aus der Betrachtung ausgeklammert.
00:16:33: Zweihundert bis siebenhundert, da sind dann so die typischen Projektkosten wie eben das Objekt herstellen und auf dem Grundstück errichten technische Gebäuderausrüstungen.
00:16:44: Das geht hin bis Kunst beim Bau usw.
00:16:47: Und dann hast du noch WDVS angesprochen, WDFS bedeutet Wärme dem Verbundsystem.
00:16:53: Also, wir reden hier über zum Beispiel Styropor ist ja der allgemein gängige Begriff.
00:17:01: Eine Styropowerkleidung beispielsweise sechzehn zwanzig vierundzwanzig Zentimeter dick heutzutage mit einem Putz obendrauf auch nochmal ungefähr ein Zentimeter was das aufträgt.
00:17:12: im Holzbau sind das häufig eben auch.
00:17:14: Holz basierte dem Platten Holzwolle platten mit putz.
00:17:21: Okay gut Hybridbau.
00:17:23: Das ist noch ein interessantes Thema, weil wir haben es schon gesagt.
00:17:26: Hybridbau, also Holzbauen kann ja nur mit anderen Materialien geschehen.
00:17:33: vor allem jetzt hast du das Thema auch Holzverbundbaudecken angesprochen.
00:17:38: allgemein zum Thema Holz-Hybridbauweise wie siehst du denn das?
00:17:41: wo sind da so hauptsächlich die Einsatzbereiche und ist das auch etwas was jetzt immer mehr und mehr Gruppen kommen ist?
00:17:49: Ja, es ist aus der Realität heutzutage nicht mehr wegzudenken.
00:17:53: Ich denke die allermeisten Neubauten sind Hybridbauten.
00:17:58: Es wird immer mit verschiedenen Materialien gearbeitet weil das auch Die ehrliche Bauweise ist das richtige material am richtigen Ort einzusetzen.
00:18:07: So ein klassisches mehrfamilienhaus habe ich ja gerade schon mal beschrieben wo ich eben typischer weise Holzstahlbeton einsetzen würde in eine mehrfAMilienhaus beispielsweise dass das einem mit Holz sehr gut lösbar ist, wirtschaftlich es leicht ist an der Stelle schlank ist.
00:18:25: Dass Unterzüge beispielsweise typischerweise, dass ich die eher in Stahl planen würde.
00:18:32: Ich denke einfach, es kommt darauf an, dass man das richtige Material am richtigen Ort einsetzt und dementsprechendes Hybridbau überhaupt nicht wegzudenken sondern einfach die Realität wenn man heutzutage über Holzbauch spricht.
00:18:46: Okay!
00:18:47: Gut dann... Das Thema.
00:18:50: ein weiteres Thema, wo du ja auch aktiv bist.
00:18:52: Es ist das ganze thema nurmung und auch in normungskrimium also bist auch Im eurekurt.
00:18:59: fünf holz betonverbund elemente was wir gerade auch angesprochen haben mit beteiligt aus in einem arbeitskreis.
00:19:06: Erzählen uns doch mal worum geht es da genau?
00:19:08: Was ist Holzbeton verbunden?
00:19:11: man kann sich das vielleicht Ja vom audio her bis hier drunter was vorstellen aber vielleicht kannst du auf diese thematik auch bisschen tiefer reingehen.
00:19:19: Ja, Holzbeton verbund beschäftigt mich eigentlich schon seit meinem Berufseinstieg damals.
00:19:24: Ich habe meine Bachelorarbeit über Holz Beton verbunden geschrieben und ich hab mich damals in die Technical Specification, die Centes-Ninzen-Einhundertdrei eingearbeitet.
00:19:35: Die war damals noch nicht mal veröffentlicht, lag nur auf Englisch vor und hab darauf basierend dann ein Bemessungsverfahren entwickelt für mehrfeldrige Holzbetonsverbunddecken in Verbindung mit mehrfeldrigem Holzbeton verbunden, Plattenbalken und Unterzügen.
00:19:50: Sehr sperriges Wort, ne?
00:19:52: Typisch deutlich schlimmer.
00:19:53: Ja genau!
00:19:55: Darum sind wir einfach gut die Wörter aneinander zu ketten.
00:19:59: Darüber habe ich eben meine Bachelorarbeit geschrieben, bin so in das Thema reingekommen, hab Holzbetonsverbund dann mehr oder minder mir einfach in seiner Gesamtheit angeeignet ein paar Jahre später dann erst als Gast in diesen Arbeitskreis aufgenommen wurden und später auch reguläres Mitglied geworden.
00:20:20: Was ist Holzbeton verbunden?
00:20:23: Man kennt es vielfach zum Beispiel aus einer Verschärkung von Bestandsdecken, aber es ist im Neubau auch totale Realität.
00:20:31: Eine Holzflachdecke beispielsweise wird vorgefertigt ausgebreitet das geht schnell, dann ist das Gebäude erstmal zu witterungssicher Und dann wird meistens wird dann Bausseits, wird der Beton drüber gegossen.
00:20:47: Der Beton verkrallt sich mit dem Holz die Wirken zusammen als eine massive Decke später.
00:20:54: Das hat Vorteile für den Schaltschutz und den Brandschutz.
00:20:57: Für den Schalschutz zum Beispiel verbessert es die tiefen Frequenzbereiche, dass man beim Dritt-Schaltschutz einfach weniger hört von meinem Nachbarn oben drüber.
00:21:08: Beim Brandschuss zum Beispiel kann man häufig auch bei etwas dickeren Platte, häufig irgendwo habe ich so zwölf bis vierzehn Zentimeter über Beton.
00:21:17: Kann man den Brandschutz so lösen dass man im Brandfall rein die Betonplatte nachweist als tragend dann kann man mit dem Holz unten drunter auch etwas schlanker werden und eben auch nochmal wirtschaftlicher und ressourceneffizient herauskommen.
00:21:32: Und jetzt bin ich mal der typische Kritiker das sagt ja warum machen wir das da nicht gleich mit nur beton?
00:21:37: Warum brauchen wir da extra jetzt Holz und Beton?
00:21:41: Das Holz ist erstmal auch eine verlorene Schalung später, die nachher aber mitwirkt und die Tragfähigkeit unterstützt.
00:21:48: Das heißt das Holz bringt erst mal die Maßhaltigkeit mit, die man im Holzbau eben hat von eigentlich nur wenigen Millimetern Toleranzen.
00:21:58: Man kann das super vorfertigen, man kann das auslegen, das Gebäude ist erstmal zu Und dann wird der Beton oben draufgegossen.
00:22:05: Das heisst als allererstes Mal hat man diese Schalungen eingebracht die sonst zum Beispiel filigran platten sein könnten und das gebäude ist erst mal auch dicht und geschlossen.
00:22:16: Das sehe ich als einen vorteil.
00:22:17: dann es ist natürlich auch, dass die Decke fertig ist wenn ich sie, wenn ich das Gebäude verlasse Ich muss nicht noch drüber schwachteln unebenheiten ausgleichen streichen und so weiter sondern wenn das Holz liegt dann ist es fertig.
00:22:32: Das ist natürlich ein vorteile Und meine sehr achtens steigert ist auch die Vermietbarkeit von objekten Weil es eine wirklich warme angenehmer unter Sicht ist, das sieht schön aus.
00:22:43: Das schmeichelt dem Auge.
00:22:45: mieterpotenzielle oder auch spätere Eigentümer die kommen da rein.
00:22:50: Da ist erstaunen da.
00:22:51: die freuen sich dass sie gut aus.
00:22:53: einfach
00:22:55: super.
00:22:56: zum arbeitskreis wie kann ich mir denn da die arbeiten vorstellen?
00:23:00: also wie viele leute seid ihr dort?
00:23:03: was wird dann da erarbeitet?
00:23:05: gebt ihr dann vorschläge weiter an?
00:23:08: Ja, sagen wir mal an das Normungskremium.
00:23:10: Wird es dann in den Eurokult-Fünfteln auch so eingebaut?
00:23:15: Erzähl uns doch mal ein bisschen von Abläufen von dem organisatorischen Weg.
00:23:20: Können wir uns das denn vorstellen?
00:23:22: Wir sind so fünfzehn Personen etwa alle natürlich mit tiefen fachlichen Bezug zum Holzbeton verbunden und wir kommen da aus den verschiedensten Bereichen.
00:23:32: Das sind Wissenschaftler, dass sind Menschen aus der Wirtschaft Spätere Anwender der Norm späte oder anwender von Holzbeton verbunden also wirklich die Leute aus der Praxis.
00:23:42: all die sitzen da zusammen.
00:23:43: wir treffen uns jetzt, letztlich eigentlich regelmäßig so alle zwei Monate und gehen dann Hinweise kommentare und so weiter durch die wir einfach erhalten.
00:23:53: Aus tatsächlichen Anwendern dieser noch unveröffentlichten Norm oder aus der Technik specification Und arbeiten das ein.
00:24:01: teilweise gehen wir wirklich Absatz für Absatz durch, dass kann dann durchaus auch mal etwas zäher sein und etwas trockener sein.
00:24:09: Teilweise mag man es vielleicht auch Wortklauberei nennen wenn wir dann darüber diskutieren ob da Schellschut May oder Ken stehen soll also ob eine Regelung angewendet werden muss, angewendete werden darf oder ob das vielleicht einfach nur ein Vorschlag ist.
00:24:26: Das ist halt wichtig dafür dass diese Regelungen auch später in der Praxis angenommen werden und nicht fälschlicherweise irgendwie anders interpretiert werden.
00:24:36: manche Regeln müssen einfach angewendeten werden andere sind einen Vorschlag aber davon bin ich eben auch ein großer Freund.
00:24:43: mit ingenieurmäßigen Methoden kann man auch davon abweichen und seine eigene Regelung finden und das einfach sauber nachweisen.
00:24:52: Die Arbeit im Kreis ist dann häufig eben auch Konsensarbeit, weil da die verschiedensten Interessen vertreten sind aus Wissenschaft und Wirtschaft.
00:25:02: Erst mal sitzen wir zusammen bringen das zusammen einigen uns auf etwas und dieses Gesamtergebnis muss noch einmal nach Europa anderen Ländern abgestimmt werden, die wiederum andere Erfahrungen haben.
00:25:17: Andere Bauweisen haben wo sich andere Dinge etabliert habe.
00:25:22: Das ist ein schwieriger Prozess durchaus auch.
00:25:26: Also das heißt der Arbeitskreis in dem du jetzt aktual bist es ist jetzt sagen mal nur Deutschland?
00:25:32: Genau also wir befassen uns hauptsächlich mit dem zukünftigen nationalen Anhang Aber das ist natürlich auch alles rückgekoppelt auf die eigentliche spätere Holzbetonverbundnorm.
00:25:51: Und ich habe auch eine kleine Anekdote zum Beispiel zu erzählen, wir haben letztens festgestellt dass wir gerne die Betonzugfestigkeit regeln wollen würden.
00:26:02: Wir dürfen es aber nicht weil die Betons Zugfestigkeit nicht national fest gelegt werden soll.
00:26:07: also schlagen wir beispielsweise vor einen Vorfaktor einzuführen, der dann national festgelegt werden kann.
00:26:14: Also so ist eben die Arbeit dort im Gremium das man sich auch mit Formalitäten auseinandersetzt und dann schaut was sagt die Wissenschaft?
00:26:23: Was sagt die Wirtschaft?
00:26:24: Was hätte man gerne?
00:26:25: Was ist ein gutes Gesamtergebnis?
00:26:26: Worauf können wir uns einigen, was dann einfach unserem Sicherheitsniveau entspricht und alle später zufrieden sind?
00:26:35: Okay spannend!
00:26:37: Gerade so auch die Zusammenarbeit mit fünfzehn anderen Leuten oder natürlich noch später, die Eindrücke und Erfahrungen aus anderen Ländern.
00:26:44: Das stelle ich mir sehr spannend vor.
00:26:45: Also das ist schon eine ordentliche Mammuft-Aufgabe jetzt auch im Hinblick auf die neue Eurocode Generation, die zweite Generation, der jetzt ja auch dann bald kommen wird.
00:26:56: Sehr spannend!
00:26:57: Ich möchte jetzt auf einen weiteren Punkt kommen und zwar auf LinkedIn steht ja dass du auch Mediatur bist.
00:27:02: Kommunikation ist ja das Nonplus-Ultra, vor allem auch in der Baubranche.
00:27:07: Wenn man mit den unterschiedlichsten Beteiligten spricht sei es jetzt ein Architekt, sei es ein Bauherr, sei's weitere Planer und deswegen bist du wahrscheinlich auch Mediator weil das kommt einem auch zu Gute.
00:27:20: vielleicht kannst du da mal so ein bisschen noch in das Thema einführen.
00:27:24: was war die Motivation das zu machen?
00:27:26: Und wie bringt ihr das?
00:27:29: Was für ein Mehrwert bringt dir das am Tag?
00:27:32: Ich habe die Ausbildung tatsächlich zum Baumediator, so nennt es sich.
00:27:37: Genießen dürfen.
00:27:38: das hat mir meine alte Firma ermöglicht und da bin ich auch sehr dankbar für Mediatoren arbeiten dort wo eben Konflikte festgefahren sind oder Drohnen sich festzufahren und dass haben wir im Bauwesen ja wirklich häufig.
00:27:54: Es gibt Streit über Geld, Termine, Leistungen, Nachträge.
00:27:58: Also was sorgt einfach tagtäglich für Streit und Konflikte?
00:28:03: Worum es selten bis nie geht ist, was dahintersteckt.
00:28:07: Was sind die dahinterliegenden Interessen der Menschen mit denen wir arbeiten?
00:28:12: Das ist
00:28:12: Anerkennung der geleisteten Arbeit beispielsweise oder Wertschätzung der Person gegenüber, der geleisterte Arbeit gegenüber Vertrauen.
00:28:21: Es geht um Vertrauen, den guten Ruf eines ausführenden Betriebes beispielsweise.
00:28:26: Es geht aber auch darum, wie können zwei Menschen zukünftig noch zusammenarbeiten wenn sie eben auf volle Aufträge warten oder eben aufeinander angewiesen sind?
00:28:38: und Sie wollen Ihre Geschäftsbeziehung fortsetzen?
00:28:42: Und dort kommen dann Mediatoren zum Einsatz, können zum Einsatz kommen und arbeiten.
00:28:47: genau diese Interessen hinter den Positionen heraus strukturieren das Gespräch, fördern die Kommunikation und sorgen letztlich dafür dass sich die beiden Parteien besser verstehen.
00:29:00: Darum geht es!
00:29:01: Dass sie nicht mehr auf ihren Positionen verharren sondern dass sie lernen sich zu verstehen und zu verstehen was die jeweilige Motivation des anderen hinter der Forderung ist ne?
00:29:14: Und kann man natürlich alles auch vor Gericht klären.
00:29:17: aber Gerichtsprozesse wissen wir ja sind lang sind teuer Und entscheidendes vor allen Dingen am Ende entscheidet ein Dritter, nämlich der Richter.
00:29:26: Der entscheidet darüber wer hat recht?
00:29:29: also was wird getan?
00:29:32: und das ist in der Mediation nicht der Fall.
00:29:33: Der Mediator entscheidet nämlich nicht sondern er unterstützt die Parteien darin ihre Lösung selber zu finden indem sie Verständnis gegenseitig für einander entwickeln.
00:29:45: Dann gibt es verschiedene Lösungsoptionen, dann geht man über zu einer Verhandlung und am Ende entscheiden sich die Parteien selbstständig dafür was getan werden soll.
00:29:54: Und da stehen dann auch beide dahinter.
00:29:56: mit so eine Entscheidung kann man dann Geschäftsbeziehung fortführen.
00:30:00: der gute Ruf ist gewahrt.
00:30:01: das ganze ist häufig gegenüber einem Gerichtsprozess eben auch günstiger in den Verfahrenskosten.
00:30:07: nicht nur häufig.
00:30:08: also höchstwahrscheinlich ist es günstige in den verfahrenskosten.
00:30:13: das heißt Hinterher ist eigentlich eine höhere Zufriedenheit bei allen Parteien erreicht.
00:30:21: Okay, hast du da mal so ein Beispiel was du in der Vergangenheit mal für einen Fall gehabt hast?
00:30:27: So bisschen die Situation und wie hat dir gerade die Mediatorenrolle geholfen diesen Konflikt aufzulösen?
00:30:38: Es ist häufig genau dort wo zukünftige Zusammenarbeit auf dem Spiel steht.
00:30:45: Konkreten Fall kann ich nicht berichten, aber es ist meistens wenn ein Auftraggeber eine Leistung beauftragt hat und mit der Ausführung nicht zufrieden ist.
00:30:56: Da können ja verschiedenste Interessen dahinter stehen oder könnte zum Beispiel auch dahinter stehen das im Auftrag Geber gerade nicht zahlungsfähig ist Und gerne einfach warten wollen würde bis die Liquidität wieder da ist, aber es ist gar nicht mehr.
00:31:11: Es ist einfach nur das.
00:31:12: Nur diese Karten, die behält man sich lieber in der Hinterhand.
00:31:15: Man könnte sie ja später noch mal benötigen und ich denke einfach wenn man... Wenn man die mehr auf den Tisch legen würde, wenn man mehr sagen würde warum man etwas fordert was man gerade dabei empfindet und was die eigenen Nöte sind dann könnten viele Konflikte mit denen wir tagtäglich konfrontiert sind besser und anders gelöst werden.
00:31:37: Ja absolut also Einfach da nochmal mit diesen Leuten sprechen und die wahren Beweggründe hinter dieser Aktion in Erfahrung bringen.
00:31:46: Okay, Ausblick in... ...die Branche, in die Baubrosche?
00:31:53: Eine sehr allgemeine Frage!
00:31:55: Wie siehst du denn die Zukunft der Baubroche jetzt auch im Hinblick auf den Holzbau?
00:32:01: Das ist natürlich schwierig zu beantworten ne?
00:32:04: Vor zehn Jahren hätte sich wahrscheinlich kaum einer ausmalen können wie die Welt heute aussieht.
00:32:11: Ich denke, wir werden mehr im Bestand arbeiten.
00:32:14: Mehr mit dem Arbeiten was schon da ist und dort uns damit auseinandersetzen ob man das um nutzen kann, umplanen kann.
00:32:23: Ob man das aufstocken kann usw.
00:32:27: Abriss- und Neubau sind einfach nicht immer die beste Lösung.
00:32:32: dann werden wir uns mehr damit aueinander setzen müssen welches Material an welchem Ort die ehrlichste Wahl wäre weil wir mit Ressourcenknappheit zu kämpfen haben, auch mit Holz aber auch mit Sand und Stahl.
00:32:47: Die Ressource sind einfach.
00:32:49: endlich damit müssen wir uns auseinandersetzen.
00:32:51: und in dem Zug dann auch innerhalb einer Bauweise müssen wir eben auch uns damit auseinander setzen wie wir ressourceneffizient planen beispielsweise eine Obnoholtztapelwand als Außenwand beispielsweise das Richtige ist Ob's eine Brettsperrholzwand das Richtige ist oder auch bei Decken, ob es eine Vollholzdecke sein muss.
00:33:12: Oder ob auch ne Rippendecke geht die einfach weniger Holz einsetzt und dann natürlich in aller Munde ist.
00:33:19: im Moment das Thema KI.
00:33:21: KI wird die Branche verändern.
00:33:25: Wiederkehrende Arbeiten werden weniger werden Wissen wird noch allgemeiner zugänglich sein Und daher denke ich dass gerade Soft Skills wie Kommunikation eben immer wichtiger werden, weil Menschen wollen und werden immer die Verantwortung letztlich auch tragen.
00:33:43: Und müssen Wissen koordinierend zusammenbringen.
00:33:47: dass der Gesamtkontext ist häufig größer als das was man selber einer KI eben auch gesagt hat und das zu koordinieren zusammenzubringen Entscheidungen zu treffen das ganze Zwischenmenschliche Wie gehen wir miteinander um?
00:34:03: Das wird meines Erachtens keine KI für uns übernehmen, sondern dort braucht es uns als Menschen und das wird ein großer Part sein der uns zukünftig begleitet in der Baubo Ange auch.
00:34:15: Hundert Prozent!
00:34:16: Barbroschat hat immer schon von Kommunikation oder Zusammenarbeit unterschiedlicher Personen, Gewerke, Leute, Planer gelebt und ich denke auch dass das definitiv auch so weiterhin bleiben wird.
00:34:28: Alright Dann schauen wir doch auf die letzte Frage hin und zwar wird mich jetzt ganz brennend interessieren, was dein Lieblingsbauwerk ist.
00:34:35: Und ich habe eine Vermutung das es vielleicht sogar ein Material aus Holz ist.
00:34:40: aber ich lasse mich gerne von dir überraschen was es ist.
00:34:43: Ich hab dir kein explizites Lieblungs-Bauwerk mitgebracht sondern ne Kategorie.
00:34:49: Ich konnte mich einfach nicht für einen spezielles Bauwerk entscheiden wie ich so in mich gegangen bin und überlegt habe.
00:34:57: Was könnte ich sagen?
00:34:59: Es sind Brücken.
00:35:00: Ich finde, Brücken fand ich schon immer unheimlich faszinierend.
00:35:04: sie schaffen Verbindung Sie schaffen Wirtschaftskraft überwinden Hindernisse ne?
00:35:10: Ich find einfach dass Brücken im Allgemeinen ein unfassbar spannendes Bauwerk sind machen das Tragwerk sichtbar.
00:35:17: und wenn ich eben auch zu meinem Thema eben denke es gibt ja auch viele Brücken in Holzbeton verbunden Bauweise wo dann Trag Werk Materialeffizienz Gefalltung wo alles zusammenkommt, das gefällt mir einfach unfassbar gut.
00:35:31: Hast du da irgendeine Brücke die du da besonders hervor schwebt?
00:35:37: Keine Brücke im Speziellen tatsächlich!
00:35:39: Also viele immer wieder... ich sehe immer wieder viele Bilder aber jetzt keine spezielle Brücke.
00:35:45: es gibt ja auch Holzbetonverbundbrücke mit Karbonbeton beispielsweise was wir in letzter Zeit immer wieder begegnet.
00:35:53: Gefällt mir auch sehr gut.
00:35:55: Okay Alles klar.
00:35:58: Wir sind am Ende, ich möchte mich an der Stelle recht herzlich bei dir bedanken und für die Zukunft wünsche ich dir ganz viel Erfolg im Bauen von Holz-Projekten.
00:36:08: Drückt dir da ganz fest die Damen und ganz viel Glück und schön, dass du da warst!
00:36:12: Danke dir Daniel hat mich gefreut.
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