#188 Bau-News | August 2026
Shownotes
Hitzefrei gibt es in der Baubranche nicht: Hier kommen die Bau-News im August 2026! Dieses Mal sprechen wir unter anderem über Themen wie den Brandbrief an die Regierung zu Kürzungen für Neubauten und die Grenzen neuer Förderprogramme. Auch in die Bauwirtschaft werfen wir einen Blick und sprechen anschließend über die Frage: Genie oder Größenwahn? Denn Santiago Calatrava ist 75 Jahre alt geworden. Schreibt uns in die Kommentare: Welche der neuen Entwicklungen findet ihr besonders spannend? Und folgt uns gerne, um keine zukünftigen Episoden zu verpassen. Viel Spaß beim Zuhören!
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00:00:03: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der BauNews im August, auch diesem Monat gibt es wieder eine Menge Bewegung in der Baupoche.
00:00:12: Auf dem Programm stehen heute der Brandbrief der Wohnungswirtschaft an die Bundesregierung, der wachsenden Investitionsbedarf bei der Klimaanpassung und gleichzeitig Gesetzesvorhaben.
00:00:22: Danach geht es um die Lage im Wohnungsbau und das Bahnbestand und um die Frage ob Brücken künftig häufiger saniert statt ersetzt werden sollen.
00:00:30: Zum Schluss werfen wir einen Blick auf den fünfundsebzigsten Geburtstag eines der bekanntesten und zugleich umstrittensten Architekten unserer Zeit.
00:00:37: Bleib dran!
00:00:41: Politikradar Brandbrief gegen geplante Kürzungen im Wohnungsbau.
00:00:48: Ein breites Bündnis aus Verbänden der Baubrosche hat sich mit einem Brandbrif an der Bundeskanzler Friedrich Merz und weiteren Mitglieder der Bundesregierung gewandt.
00:00:56: Unterzeichnet haben unter anderem die IG Bau, der Bundesverband Deutsche Baustofffachhandel oder GDW – Der Bundesverbannt Deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen.
00:01:04: Anlass sind die geplanten Kützungen im Bundeshaushalt.
00:01:08: Nach den aktuellen Plänen stehen in dem Jahr für den Neubau zu verfügigen, um ca.
00:01:10: von rund eineinhalb Milliarden Euro weniger zur Verfügung, obwohl Nachfrage- und Genehmigungszahlen steigen.
00:01:19: Die Verbände fordern, die Kürzungen zurückzunehmen.
00:01:22: Sie warnen davor, dass sich die ohnehin angespannte Lage im Wohnungsbau weiter verschärft.
00:01:27: Weniger Fördermittel bedeuten wenige Investitionen in Neubauten.
00:01:32: Viele Projekte werden zwar genehmigt, kommen aber nie auf die Baustelle.
00:01:36: Für die Bauwirtschaft hätte das sinkende Auftragseingänge eine schwächere Baukonjunktur und im schlimmsten Fall den Verlust von Fachkräften zur Folge.
00:01:44: Weiß ich energetische Sanierungen zusätzlich verzögern geraten auch die Klimaziele weiter ausreichweite.
00:01:51: Entschieden ist bislang nichts!
00:01:52: Der Brief richtet sich bewusst an Abgeordneter der Regierungskoalition und der Opposition und die Verbände hoffen, dass die Kürzungen im weiteren Haushaltsverfahren reduziert oder ganz gestrichen werden.
00:02:03: Die kommenden Haushaltsberatungen werden zeigen ob das gelingt.
00:02:08: Klimaanpassung – Bundesförderprogramm am Limit.
00:02:12: Auch beim Bundesfördeprogramm Anpassung urbaner- und ländlicher Räume an den Klimawandel klemmt es an der Finanzierung.
00:02:19: In der fünften Förderrunde wurden bundesweit dreihundertzechstundzwanzig Projektvorschläge mit einem geplanten Investitionsvolumen von neunhundertzwanzich Millionen Euro eingereicht.
00:02:28: Zur Verfügung stehen lediglich achtzig Millionen Euro.
00:02:32: Der Bedarf ist damit mehr als elfmal so hoch wie das Budget.
00:02:35: Gefördert werden Projekte zur Begrünung öffentlicher Flächen zum Hitzeschutz, zur Regenwasserbewirtschaftung und zur Wasserspeicherung – außerdem die sogenannte blau-grüne Infrastruktur, die Grünflächen-, Wasser- und technische Lösungen miteinander verbindet.
00:02:50: Ziel ist es, städtewiderstandsfähiger gegen Hitze und Starkregen zu machen!
00:02:54: Die rechtliche Grundlage steht bereits.
00:02:56: Das Klimaanpassungsgesetz des Bundes gilt seit Juli, und verpflichtet Bund und Länder, entsprechende Strategien zu entwickeln.
00:03:04: Bis Anfang im Jahr.
00:03:06: die Bundesländer müssen eigene Klimaanpassungstrategien vorlegen.
00:03:10: Viele Kommunen sind längst aktiv, begründen Dächer- und Fassaden, verscharten Spielplätze und entsiegeln Flächen und bauen ihre Regenwassermanagement aus.
00:03:19: Die große Hürde ist inzwischen nicht mit der Planung, sondern das Geld.
00:03:22: Zahlreiche Städte und Gemeinden haben konkrete Projekte vorbereitet können sie ohne Fördermittel aber nicht umsetzen.
00:03:29: Weil die Konzepte Ländersache sind, kommt das Thema Regional zudem unterschiedlich schnell voran.
00:03:52: Für Bauunternehmen, Plaundungsbüros, Handwerksbetriebe sowie den Garten und Landschaftsbau entstehen dadurch langfristig neue Geschäftshölder.
00:03:59: Kommunen und Verbände fordern eine dauerhaft gesicherte Finanzierung, den Ausbau der bestehenden Programme und verlässliche politische Rahmenbedingungen.
00:04:08: Der Wille zu investieren ist angesichts der Auftragszahlen offensichtlich vorhanden – es fehlt schlicht das Geit!
00:04:16: Gesetz und Norman updates Programm für Ausschwung um Beschäftigung.
00:04:24: Die Bundesregierung hat ihr neues Programm für Ausschwung und Beschäftigung vorgestellt.
00:04:28: Es soll die Wirtschaft ankurbeln, Unternehmen von Bürokratie entlasten.
00:04:32: Geplant sind die Abschaffungen bestimmter Berichtspflichten weniger Pflichten zur Bestellung von Betriebsbeauftragten vereinfacht der Sicherheitsprüfungen für elektrische Anlagen und Betriebsmittel sowie eine Ausweitung der Genemägungsfiktion.
00:04:44: Reagiert einer Behörde innerhalb von vier Monaten nicht auf einen Antrag gilt dieser künftig automatisch als genehmigt.
00:04:51: Der Handlungsdruck ist heblich.
00:04:53: Nach Berechnungen des IFI-Instituts verursacht Bürokratie in Deutschland jedes Jahr Kosten von rund hundertfünfzig Milliarden Euro.
00:05:00: Dokumentationen und Berichtspflichten binden Arbeitszeit, verzögern Prozesse und verteueren Projekte.
00:05:06: Die Unternehmen begrüßen die Pläne – halten sie aber überwiegend für zu zahlhaft!
00:05:10: In vielen Betrieben müssen regelmäßig elektrische Geräte geprüft, Regale leitern und Tore kontrolliert und zahlreiche Betriebsanweisungen gepflegt werden.
00:05:19: Hinzu kommt die Pflicht, Betriebsbeauftragte zu benennen und zu schulen.
00:05:24: Das kostet Geld um binnenpersonal – das Angesichts des Fachkräftemangels an anderer Stelle fehlt.
00:05:29: Es schwerem kommt hinzu dass ein großer Teil der Vorschriften aus europäischen Recht stammt etwa im Chemikalien- und Produkt-Sicherheitsrecht worauf die Bundesregierung nur bekänzt Einfluss hat.
00:05:40: Fachleute warnen zudem davor Berichtspflichten pauschal zu streichen ohne zwischen verzichtbaren und weiterhin notwendigen Dokumentationen zu unterscheiden.
00:05:49: Die Bundesregierung will zunächst alle Berichtspflichten streichen, die nicht durch EU-Recht vorgeschrieben sind.
00:05:54: Ministerien sollen künftig begründen müssen, warum einzelne Pflichten bestehen bleiben.
00:05:59: Aus Sicht vieler Unternehmern reicht das nicht aus – sie fordern zusätzlich einen Bürokratieabbau auf europäischer Ebene damit die Entlastung im Betriebsalltag tatsächlich kommt.
00:06:10: Gebäudemodernisierungsgesetz beschlossen.
00:06:13: Der Bundestag hat am zehnten Juli, dass Gebäude Modernisierungsgesetz verabschiedet.
00:06:20: Er ersetzt das bisherige Gebäudeenergiegesetz und soll der Wärmerwende im Gebäudepestand mehr Planungssicherheit geben.
00:06:27: Die wichtigste Änderung ist, die Pflicht beim Heizungstausch mindestens sixty-fünf Prozent erneuerbarer Energien einzusetzen entfällt.
00:06:34: Eigentümer können künftig wieder frei zwischen den Heizungstechnologien wählen.
00:06:38: Die Bundesförderung für effizienten Gebäuden läuft bis zum Jahr zwei tausendundundzwanzig weiter.
00:06:43: Neue Gas-, Öl- und Flüssiggardsheissungen müssen ab dem Jahr zweitausendunzehn mindestens zehn Prozent klimafreundliche Brennstoffe nutzen Ein Anteil der schrittweise bis aufs sechzig prozent im Jahr, zwei tausend vierzig ansteigt.
00:06:56: Ab Anfang zweitausend zwanzig teilen sich Mieter und Vermieter bei neuen fossilen Heizungen die CO-Zweikosten und die Gastnetzentgelte jeweils zur Hälfte.
00:07:04: Haushalte mit einem Jahresinkommen unter dreißigtausend Euro erhalten einen höheren Einkommensbonus von vierzig Prozent.
00:07:11: Der maximale Förderbetrag steigt auf achtundzwanzigtauend Euro.
00:07:15: Neubauten sollen ab dem Jahr und zweizehnzehnte bzw.
00:07:18: im Jahr und dreißig, schrittweise als Null-Emissionsgebäude errichtet werden.
00:07:21: Positiv bewertet die Brüche vor allem die größere Technologieoffenheit.
00:07:25: Auch Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung werden künfter stärker berücksichtigt – und die Grüngersquote soll den Einsatz von Biomethan-, Wasserstoff- und synthetischen Methanfördern.
00:07:35: Kritik gibt es trotzdem!
00:07:37: Verbände bemängeln die Kürzungen bei den Fördermätteln für Wärmepumpen und mehr Familienhäuser und befürchten zusätzliche Dokumentations- und Nachweispflichten.
00:07:45: Offen sind aus ihrer Sicht auch Fragen zur praktischen Umsetzung der sogenannten Biotreppe.
00:07:49: Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe weist daraufhin, dass eine energetische Sanierung nicht bei der Heizung endet.
00:07:55: Dächer, Fassaden und Fenster sind ebenso entscheidend denn eine sparsame Heizungen bringt wenig wenn die Wärme ungehindert nach außen fließt.
00:08:03: Die Verbände fordern deshalb langfristig verlässliche Förderprogramme weniger Bürokratie und einen ganzheitlichen Blick auf die Sanierung.
00:08:12: Novelle der Essheitsbaustoff für Ordnung.
00:08:14: Das Bundesumweltministerium hat Mitte Juli den referenten Entwurf zur Novelle der Ersatzbaustoffverordnung veröffentlicht.
00:08:21: Bis zum sechsten August konnten Verbände und Fachkreisestellungnahmen einreichen, jetzt wird der Entwurf überarbeitet und an das Bundeskabinett und Bundesrat weitergegeben.
00:08:29: Hintergrund ist eine Evaluierung des Umweltbundesamtes.
00:08:32: Sierke zeigt dass die seit dem Jahr zwanzig geltenden Regelungen den Einsatz von Recycling-Baustoff in vielen Fällen unnötig erschweren.
00:08:41: Bislang müssen Unternehmen umfangreiche Nachweise erbringen, groben Entnehmen und gute Überwachungen dokumentieren.
00:08:47: Und wie so oft in der Baubrosche gelten in den Bundesländern unterschiedliche Regelungen.
00:08:52: Die Folge sind verzögerte Genehmigungen, gebremste Investitionen in Recyclinganlagen, ein seltener Einsatz hochwertiger Recyclingbaustoffe und erschwerte Rückbau- und Sanierungsprojekte.
00:09:02: Die Novelle sieht deshalb eine vereinfachte Gütoüberwachung, einheitlich her- und standardisierte Probenanalysen, weniger Nachweis- und Dokumentationspflichten sowie digitale Genehmigungsverfahren vor.
00:09:14: Betroffen sind unter anderem Recyclingbaustoffe aus Beton und Bauschutt, Bodenmaterial, Baggergut, verschiedene Schlacken und aufbereiteter Gleischutter.
00:09:22: Damit sollen Investitionen in Recylinganlagen erleichtert und neue Kapazitäten für Aufbereitung und Deponie schneller geschaffen werden.
00:09:30: Auch Standortentscheidungen und Genehmigung könnten schneller Erfolgen.
00:09:34: Die Bau- und Recyclingbranche erwartet bessere Marktchancen für Recylingbaustoffe, und einen weiteren Schritt hin zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft.
00:09:43: Marktmonitor Zahlen, Bilanzen, Entwicklung Mehr Baugenehmigungen und veränderte Wohnungsbaukrise Im Mai.
00:09:53: im Jahr zum Jahr ist es ca.
00:09:54: ein halbes Jahr.
00:09:54: In Deutschland wurden weit rund von mehr als eineinhalb Millionen Wohnungen genehmigt.
00:09:57: Etwa etwa bei einem Prozent mehr als im Vorjahresmonat.
00:10:01: Bei mehr Familienhäusern liegt das Plus seit Jahresbeginn bei rund neunzehn Prozent.
00:10:05: Entwarnung bedeutet das nicht, denn eine Baugenehmigung ist noch keine Baustelle.
00:10:09: Viele Projekte werden genehmigt und anschließend verschoben oder ganz aufgegeben weil Baukosten und Finanzierung zu teuer sind.
00:10:15: Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe beziffert den Anstieg der neuben Kosten im Mai auf fünf Prozent gegenüber dem Feuer bei weiterhin schwacher Nachfrage.
00:10:24: Das IFO-Institut meldete für Juli eine leichte Verbesserung des Geschäftsklimas in Bauhauptgewerbe von etwa minus zweiundzwanzig auf minus zwanzig also weiterhin einen deutlich negativer Wert.
00:10:36: Die Wartungen sind dagegen auf den niedrigsten Stand seit März, und immer mehr Betriebe berichten von Auftragsmangel- und hohen Stornierungsquoten.
00:10:45: Der Hauptverband der deutschen Bauindustrie bringt es auf dem Punkt – die guten Genehmigungszahlung kommen bei den Auftragseingängen bislang nicht an.
00:10:52: Wohnungswirtschaften und Immobilienbranche waren ein ebenfalls davor, die Statistik zu überschätzen, weil viele Vorhaben als Schubladenprojekte liegen bleiben!
00:11:00: Die Verbände fordern verlässliche Rahmenbedingungen, langfristige Förderprogramme mehr Planungssicherheit und Reformen wie den Gebäude Typ E. Vor allem aber muss günstiger gebaut werden – etwa durch digitale Planungsmethoden, serielle Bauweisen und Normen die die Kosten spürbar senken.
00:11:16: Erst wenn Bauchosten und Finanzierung wieder kalkubilöber sind, werden aus genehmigten Wohnungen auch gebaute Wohnungen.
00:11:25: Bauen im Bestand wird zu neuen Normalität.
00:11:28: Deutlich besser als im Neubau läuft es in Bestand!
00:11:30: Der erstmals veröffentlichte Graffield Index, setzte die Bauampel auf Grün.
00:11:35: Rund forty-fünf Prozent aller Bauaktivitäten in Deutschland entfallen inzwischen auf Umbauten, Umnutzungen, Erweiterungen, Aufstockungen und Revitalisierungen.
00:11:45: Mit einem bundesweiten Indexwert von knapp achtzig Punkten löst der Gebäudebestand den Neubau in vielen Regionen als wichtigste Bauform ab – besonders dort wo dicht gebaut wird, Flächen knapp sind oder Bestand groß ist!
00:11:57: Im Fünfbundesländern übersteigt das Bahnenbestand den Neubau bereits.
00:12:01: Spitzenreiter sind der Saarland, Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen.
00:12:06: In Städten wie Düsseldorf oder Buchum findet zwischen mehr als zwei Drittel aller Bauaktivität im Bestand statt.
00:12:12: Förderprogramme, Genehmigungsverfahren und technische Regelwerke orientieren sich allerdings weiterhin am klassischen Neubauer und passen damit oft nicht zu den tatsächlichen Marktanforderungen.
00:12:22: Umbauten und Umnutzungen stoßen deshalb regelmäßig auf bürokratische Hürden.
00:12:26: Die Graffield Group fordert einen Perspektivwechsel.
00:12:29: Für der Programme Bauordnungen und Genehmigungsgefahren sollen konsequent auf dem Bestand ausgerichtet werden, ergänzt um einfache Standards und bessere Finanzierungsmöglichkeiten.
00:12:40: Wer Wundraum schaffen, Flächensparen und CO² reduzieren will, sollte den Gebäudebestand künftig als erste Option prüfen.
00:12:47: Für Bauunternehmen- und Handwerksbetriebe entstehen dabei neue Geschäftsfelder rund um Sanierung, Modernisierung, Aufstockung Retrofitting, Brücken sanieren statt ersetzen.
00:13:05: Marudebrücken sind in Deutschland die Regel.
00:13:07: Tausende müssen in den kommenden Jahren erneuert oder instand gesetzt werden.
00:13:11: Fachleute fordern zunehmend bestehende Bauwerke nicht vor schnell abzureißen sondern zuerst zu prüfen ob eine Sanierung oder Verstärkung technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.
00:13:20: Gerade bei Spanbeton- und Stahlbrücken lassen sich mit modernen Verstährkungsmethoden häufig viele zusätzliche Nutzungsjahre gewinnen.
00:13:28: Ein vollständiger Ersatz ist teuer und zeitaufwendig belastet Verkehr Umwelt- und öffentliche Haushalte, und verbraucht enorme Mengen Material.
00:13:36: Gleichzeitig werden viele Brücken heute stärker belastet als bei ihrer Planung vorgesehen weil Verkehrsaufkommen und Achslasten gestiegen sind.
00:13:43: Der Druck vorhandene Bauwerke möglichst lange weiterzunutzen wächst also.
00:13:48: Ingenieure setzen deshalb verstärkt auf regelmäßige Zustandsbewertungen, digitale Bauwerksüberwachung und gezielter Verstärkungsmaßnahme.
00:13:57: Ein Beispiel ist die Bergshäuserbrücke bei Kassel.
00:13:59: Je Abriss wurde bereits in den Jahren, durch das Genehmigungsverfahren für der Neubau läuft bis heute.
00:14:05: In dem Jahr im Jahr ist die Brücke mit einer Unterspannungsverstärkung stabilisiert, einem Verfahren das als Retrofitting bezeichnet wird und die vorhandene Konstruktion gezielt verstärkt um Tragfähigkeit und Lebensdauer zu erhöhen.
00:14:18: Wissenschaftler der Universität Kassel halten Retro-Fitting bei vielen Brücken für eine sinnvolle Alternative zum Neubauen.
00:14:23: Nach aktuellen Berechnungen kann es die Belastung der Konstrukation nur bis zu siebzig Prozent reduzieren.
00:14:29: Auch wirtschaftlich spricht einiges dafür.
00:14:31: Die Verstärkung der Bergshäuser Brücke kostete rund zwanzig Millionen Euro, für den geplanten Neubau werden fünfhundert Millionen bis eine Milliarde Euro erwartet.
00:14:40: Sanierungen sind zu dem schneller was Baustelle in Staus und Verkehrsbehinderung verringert und sie sparen große Mengen Beton- und Stahl samt der Zugehörigen CO²-Missionen.
00:14:50: Die Autobahn GmbH sieht das differenzierte und hält einen Neubao in vielen Fällen langfristig.
00:14:57: Für die Bergshäuserbrücke ist die Entscheidung gefallen, der Neubau kommt.
00:15:01: Rund siebenhundert Meter versetzt und künftig sechsspurig, weshalb auch die Anbindung neu geplant werden müssen.
00:15:07: Vor zwentausendundzwanzig wird voraussichtlich nicht gebaut, anschließend es mit einer mehrjährigen Bauzeit zu rechnen.
00:15:13: Unabhängig davon will die Autobahn-GmbH bis zum Ende des Jahrzehnts rund viertausende Autobahnbrücken im Kernherz modernisieren.
00:15:21: Moderne Berechnungs- und Sanierungsmethoden kommen in Deutschland bislang vergleichsweise selten zum Einsatz Und viele Fachleute wünschen sich, dass bei jedem Bauwerk zuerst geprüft wird ob eine intelligente Sanierung witzschöpflicher, schneller und nachhaltiger wäre.
00:15:36: Fünfundsebzig Jahre Santiago Calatrava.
00:15:38: Am achtundzwanzigsten Juli feierte Santiago Calatrava seinen fünfundsebzigsten Geburtstag.
00:15:43: Der spanische Architekt Baungine und Bildhauer ist weltweit für seine spektakulären Bauwerke bekannt.
00:15:49: Seine Entwürfe wirken oft wie eine riesige Skulpturaustahl und Beton sind stark vom Formen aus der Natur inspiriert, und erinnern an Flügel-, Skelette- und bewegliche Organismen.
00:15:59: Zu seinen bekanntesten Projekten zählen die City of Arts & Science in Valencia das Milwaukee Art Museum mit seinem beweglichen Sonnenschutz, den Bahnhof Liège Julien im Belgien und der World Trade Center Transportation Hub in New York besser bekannt als Oculus Kamer in anderer Architektverbindert-Architektur und Traflexplanung so eng.
00:16:20: Seine Bauwerke zeigen, dass Konstruktion weit mehr sein kann als reine Funktion und selbst zum gestalterischen Element wird.
00:16:28: Genau diese Architektor sorgt allerdings seit Jahren für Kritik.
00:16:31: Viele Projekte werden deutlich teurer als geplant, verzögerten sich erheblich um brachten technische Probleme sowie hohe Erwartungs- und Instandhaltungskosten mit sich.
00:16:40: Genannt wird besonders häufig die Stadt der Künste und Wissenschaften in Valencia, deren Baukosten im Projektverlauf massiv steigen.
00:16:47: Auch der Oculus in New York entwickelte sich zu einem der teuersten Bahnhofsgebäude der Welt.
00:16:52: Kritiker halten Calatravas Architektur deshalb für spektakuläre auswirtschaftlich.
00:16:57: Befürworter halten dagegen dass außergewöhnliche Bauwerke nicht allein nach Baukosten bewertet werden sollten weil sie das Stadtbild über Jahrzehnte prägen und als internationale Wahrzeichen Besucher anziehen.
00:17:08: Unabhängig von dieser Debatte hat Calatrava den modernen Ingenieurbohro nachhaltig beeinflusst.
00:17:14: Seine Bauwerke zeigen, was möglich ist wenn Architektur und Tragwerksplanung von Anfang an zusammengebracht werden.
00:17:20: Viele seiner Konstruktion zählen bis heute zu den anspruchsvollsten Ingenieurbauwerken ihrer Zeit – und in Rheinland zugleich daran, dass spektakuläre Entwürfe immer im Spannungsfall zwischen Gestaltung, Technik, Kosten- und langfristiger Wirtschaftlichkeit stehen!
00:17:36: Damit sind wir am Ende der Boundews angekommen.
00:17:38: Vielen Dank, dass ihr wieder dabei wart.
00:17:40: Wenn euch die Folge gefallen hat, teilt sie gerne mit euren Kolleginnen und Kollegen, Freunden, Bekannten und Eulen, die sich für das Bauwesen und Architektur interessieren.
00:17:50: Ich wünsche euch eine erfolgreiche Woche!
00:17:51: Macht es gut.
00:17:52: – euer Daniel.
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