#192 Bau-News September 2026

Shownotes

Hitzefrei gibt es in der Baubranche nicht: Hier kommen die Bau-News im September 2026! Dieses Mal sprechen wir unter anderem über Themen wie das Ende der KfW-Förderung für barrierefreien Umbau, Unfallrisiken bei Hitze auf Baustellen und die neue Ausbildungsordnung für das Bauwesen. Außerdem geht es um selbstheilenden Beton der Römer und Deutschlands erste elektrische Baustelle.

Schreibt uns in die Kommentare: Welche der neuen Entwicklungen findet ihr besonders spannend? Und folgt uns gerne, um keine zukünftigen Episoden zu verpassen. Viel Spaß beim Zuhören!

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00:00:02: Hallo und herzlich willkommen zu den Bau-News im September, zw.

00:00:05: Jahrzehnte.

00:00:06: Während sich das Wetter endlich abkühlt schauen wir in dieser Ausgabe auf neue hitzige Diskussionen und aktuelle Trends aus der Baubausche.

00:00:14: Heute geht es um einen aktuellen Stand beim KfW Förderprogramm für dem barrierefreien Umbau, den Umgang mit zunehmender Hitze auf Baustellen, neuer Ausbildungsregeln für Bauberufe und die Frage ob die deutsche Bauwirtschaft endlich aus der Krise kommt.

00:00:29: Außerdem schauen wir uns zwei technische Entwicklungen an, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

00:00:33: Ein selbsteilender Beton nach dem Vorbild antiker römischer Bauwerke und eine elektrische Baustelle auf der große Baumaschine in der Praxis getestet wurden.

00:00:44: Schon gespannt?

00:00:46: Bleibt auf jeden Fall dran!

00:00:49: Politikradar – vorzeitiges Ende für barrierenfreien Umbau mit KfW-Förderung.

00:00:59: Vorsorgen fürs Alter fängt schon damit an wie wir unsere Wohnhäuser gestalten.

00:01:03: Bei den Preisen hält man es am besten so, dass wir auch in zwanzig oder dreißig Jahren noch komfortabel wohnen können.

00:01:08: Ein neues Bad mit stufenloser Dusche ist ein ganz typisches Beispiel.

00:01:12: Bis vor kurzem gab es für solche Vorhaben noch Förderungen vom Staat – das ist Vergangenheit zumindest vorerst, denn die Fördermittel sind bereits ausgeschöpft.

00:01:21: Das KfW-Zuschussprogramm Altarsgerecht Umbauern genauer gesagt des Programmvierhundertfünffünftig B fördert Maßnahmen mit denen Wohnraum barriereärmer und besser zugänglich gemacht wird.

00:01:32: Allerdings ist der Fördertopf für im Jahr zwanzigundzwanzig inzwischen ausgeschöpft.

00:01:36: Neue Anträge können derzeit nicht mehr gestellt werden.

00:01:39: Das ist bemerkenswert, denn die Antragstellung war erst am achten April zwanzichundzwzig nach einer Unterbrechung wieder gestartet.

00:01:46: Der Bund hatte für das gesamte Jahr fünfzig Millionen Euro bereitgestellt und diese sind jetzt schon wieder weg!

00:01:51: Was genau wurde überhaupt gefördert?

00:01:54: Nun, das waren Abbau von Türschwellen, breitere und bessere zugängliche Türen, bodengleiche Duschen und auch Aufzüge- und Treppenlifte.

00:02:03: Was bedeutet das für die Baumbranche?

00:02:05: Der Fördertopf war innerhalb weniger Monate ausgeschöpft, laut Bundesbauministerien wurden rund einundzwanzigtausend Vierhundert Anträge für etwa sechsundzwantig tausend Achthundert Wohneinheiten bewilligt.

00:02:16: Das zugesagte Fördermolumen liegt bei rund sechsohnvierzig Kommaensmillionen Euro.

00:02:20: Reinrechnerisch entspricht das ungefähr einen Tausend Siebhundzwandzig Euro Zuschuss pro geförderte Wohnenheit.

00:02:26: Das entspricht ungefähr einer angesprochenen neuen, bodengleiche Dusche.

00:02:31: Wie es mit dem KfW-Programm weitergeht ist derzeit offen – noch nicht geklärt, ob in Neuthaushaltsmittel bereitgestellt werden?

00:02:38: Ebenso offen ist, ob das Programm in seiner bisherigen Form fortgeführt wird!

00:02:42: Für Eigentümer mit konkreten Umbauplänen bedeutet das vor allem eines….

00:02:46: Die weitere Entwicklung der Kfw Förderung beobachten und gleichzeitig alternative Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten prüfen.

00:02:53: Natürlich macht es Sinn barrierefrei umzubauen, aber durch langfristige Planungen im Bauwesen und eine Krise nach dem nächsten ist es verständlich dass viele Bauherren frustriert und verunsichert sind wenn eine so wichtige Förderung schnell wieder in die Versenkung verschwindet.

00:03:08: Bleibt also zu hoffen das sie fortgesetzt wird!

00:03:11: Wir erhalten das natürlich für euch im Blick.

00:03:15: Heißes Pflaster Unfallrisiko bei Hitzeaufbaustellen.

00:03:19: Und damit kommen wir zu einem Thema der sonst bis vor kurzem noch stark beschäftigt hat Die Hitzewelle in diesem Jahr vor allem von Juli bis August.

00:03:26: Denn Hitze ist nicht nur für Kinder und ältere Menschen eine Gefahr, sondern auch vor allem auf Baustellen!

00:03:31: Die BG Bau hat die größten Risiken für Hitze- und Völle zusammengestellt und wichtige Maßnahmen formuliert.

00:03:36: Zunächst – hohe Temperaturen sind längst nicht nur mehr eine Frage des Komforts.

00:03:40: Wir hatten dieses Jahr nicht einfach nur ein paar angenehme Sommertage, sondern intensive Hitzewellen mit heiß über vierzig Grad.

00:03:47: Gerade die Kombination aus großer Hitze und körperlich anstrengender Arbeit belastet den Kreislauf kann die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit beinträchtigen, und damit auch das Umvollrisiko erhöhen.

00:03:58: Wie stark die Belastung tatsächlich ausfällt hängt dabei nicht nur von einer Außentemperatur ab – auch Luftfeuchtigkeit, Sonneleinstrahlung, Wind-, Arbeits- und Schutzkleidung sowie die körperliche Belastungen spielen eine Rolle.

00:04:10: Besonders geschützt werden sollten laut BG Bau ältere Beschäftigte und neue Mitarbeiter, die so noch nicht ganz an die Hitze gewöhnt haben.

00:04:17: Die wichtigste Erkenntnis lautet deshalb, Hitzeschutz muss bereits bei der Planung berücksichtigt werden!

00:04:22: Es sollte Bestandteil der Gefährdungsbeurteilung sein und nicht erst dann beginnen, wenn die Temperaturen schon hoch sind.

00:04:29: Mit einem Blick auf den nächsten Jahre hat uns in dem Jahr im Jahr ist es für uns gezeigt, Hitzeschutz wird künftig genauso zur Baustellenplanung gehören müssen wie andere Bereiche im Arbeitsschutz.

00:04:38: Gerade wenn diese Hitze häufiger und intensiver werden wollen, müssen Arbeitszeiten, Bauabläufe und technische Ausstattungen entsprechend angepasst werden – damit jeder am Ende des Tages auch wieder heil zu Hause ankommt.

00:04:51: Gesetz und Norman Updates Neue Ausbildungsordnung für Bauberufe.

00:04:59: Seit dem ersten August, es gilt eine neue Ausbildungordnung für zahlreiche Bauberufe.

00:05:05: Insgesamt wurden neunzehn Ausbildungen aus den Bereichen Ausbau, Hochbau und Tiefbau modernisiert.

00:05:11: Damit ändern sich nicht nur die Ausbildungsinhalte.

00:05:14: auch die überbetriebliche Ausbildung kurz über also Kurse die am Bildungszentren und nicht im eigenen Betrieb durchlaufen werden wurde an die neue Berufsprofile angepasst.

00:05:24: Für Bauunternehmen bedeutet das vor allem eine organisatorische Umstellung.

00:05:27: Die überbetriebliche Ausbildung umfasst künftig reguliert dreißig Wochen.

00:05:31: Werden zusätzliche Wahlmodule genutzt, können es bis zu neun und dreißzig Wochen werden.

00:05:36: Das ist auch für die Finanzierung relevant – die vorgesehenen Ausbildungszeiten können weiterhin über SOKA-Bau abgerechnet unterstattet werden.

00:05:43: Dafür müssen Unternehmen ihre Auszubildenden und die entsprechenden Ausbildungmaßnahmen wie bisher dokumentieren.

00:05:50: An den grundlegenden Abläufen ändert sich also zunächst wenig!

00:05:53: Auch die bisherigen Regelungen für die Meldung der Kurse sowie die Erstattung von Unterbringungs- und Fahrtkosten bleibt bestehen.

00:05:59: Die neuen Ausbildungszeiten führen allerdings dazu, dass künftig mehr Ausbildungstage finanziert werden können als bisher.

00:06:06: Auch die Anforderungen an überbetriebliche Ausbildungszentren bleiben zunächst weitergehend unverändert.

00:06:12: An erkannte Zentren können ihre Ausbildingsmaßnahmen weiterhin durchführen.

00:06:16: Die bisherigen Anforderung an Ausstattung und Qualifikationen der Ausbilder gelten.

00:06:20: zunächst Der Umbau ist noch nicht komplett abgeschlossen.

00:06:24: Eine Expertengruppe begleitet die Umsetzung der neuen Ausbildungsordnung und prüft, ob künftig weitere Anpassungen bei Qualitätsanforderungen und Prüfungen notwendig werden.

00:06:34: In Zukunft wird eine Frage entscheidend sein – kann die Ausbildung mit den technischen oder organisatorischen Fortschritten der Baubrosche Schritt halten?

00:06:41: Oder wird sie am Ende doch abgehängt?

00:06:44: Neben Digitalisierung und Automatisierung ist auch eine Modernisierung der Ausbildungspurrufe im Bauwesen das stärkste Hebel, den wir aktuell haben um den Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

00:06:55: Marktmonitor, Zahlen, Bilanz und Entwicklungen.

00:07:01: Schwarze Zahlen?

00:07:03: Endlich aus der Krise?

00:07:04: Kommen wir zur Bauwirtschaft!

00:07:05: Denn hier gibt es tatsächlich einmal etwas Positives zu berichten.

00:07:09: Die deutsche Bauwirtschaft zeigt erste deutliche Erholungssignale.

00:07:13: Es geht Bergauf.

00:07:15: Der aktuelle RICS Global Construction Monitor für das zweite Quartal, im Jahr ist die Stimmung in der Baubrosche weltweit deutlich besser als noch zu Jahresbegrün.

00:07:25: Der globale Construction Sentiment Index stieg von acht auf dreizehn Punkte.

00:07:31: In Europa ging es sogar von sieben auf siebzehn Punkte nach oben.

00:07:34: Das ist ein ganzer Stück und es geht weiter, denn Deutschland liegt dabei ganz vorne!

00:07:39: Mit einem Wert von plus thirty-six ist Deutschland derzeit Spitzenreiter unter den untersuchten europäischen Märkten.

00:07:45: Knapp dahinter liegen die Niederlande mit plus fünfunddreißig.

00:07:48: Auch bei der Auslastung der Unternehmen zeigt sich eine Verbesserung, über alle Bausparten hinweg liegt Deutschland inzwischen bei einem positiven Saldo von dreiunddreizig Prozent.

00:07:57: Besonders deutlich ist die Entwicklung gewerblichen Hochbau.

00:08:00: dort stieg der Wert von dreizehn auf dreiunddeißig Prozent.

00:08:03: Bei den Infrastruktur gingen es vor neunundzwanzig hoch auf vierundvierzig Prozent.

00:08:08: auch Die Erwartungen für die kommenden zwölf Monate haben sich verbessert und besonders interessant ist der Blick auf die Gewinnmarschen.

00:08:15: Hier drehte sich die Einschätzung von minus neunzehn auf plus treizehn Prozent.

00:08:19: Das klingt erst einmal nach einer echten Trendwerte.

00:08:22: Schauen wir uns mal den Wohnungsbau an!

00:08:25: Auch die Baugenehmigungen können Sie sehen lassen, im ersten Halbjahr zwanzundsechsundzwanzig wurden in Deutschland insgesamt hundertsechs und zwanzig tausend dreihundert Wohnungen in neuen und bestehenden Gebäuden genehmigt.

00:08:37: Das sind fünfzehn Komma eins Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und das stärkste Anstieg für ein erstes halbjahr seit zweitausend sechzehn.

00:08:44: Besonders stark legten die Mehrfamilienhäuser zu.

00:08:47: Hier wurden rund siebenundsechzig Tausend Wohnungen genehmigt, sechzehn Komma neun Prozent mehr als im ersten Halbjahr zweitausendfünfundzwanzig.

00:08:54: Laut dem Pestle-Institut können rund dreihunderttausend fertiggestellte Wohnungen pro Jahr das deutsche Wirtschaftswachstum um etwa Nullkomma sechs Prozentpunkte erhöhen und gleichzeitig rund Sieben Milliarden zusätzliche Steuereinnahmen bringen – am Beispiel Bayern!

00:09:08: Es wurden in den Jahren im Jahr zwei Tausend und zwanzig, rund achtzehntausend, siebenhundertfünfzig Wohnungen weniger fertiggestellt als in dem Jahr zwei tausendundzwanzig.

00:09:16: Dem Freistaat entgingen dadurch nach den Berechnungen unter anderem rund eins, drei Milliarden Euro Umsatzsteuer mehr als dreihundertfünftig Millionen Euro Grunderwerbsteuer und über sechshundert Millionen Euro Einkommensteuer.

00:09:29: Gleichzeitig sind die durchschnittlichen Netto-Kaltmieten zwischen zweitausend, fünfzehn um März, zwanzi, sechsunzwanzich um mehr als siebzig Prozent gestiegen.

00:09:38: Was müsste sich also ändern, damit aus den ersten und positiven Signalen tatsächlich eine Trendwende wird?

00:09:44: Zunächst einmal müssen die steigenden Baugenehmigung auch zu tatsächlichen Baustarts- und Fertigstellungen führen.

00:09:50: Dafür fordert die Branche unter anderem ein neues Förderkonzept für den Effizienzhaus fünfundfünfzig Standard – bessere Möglichkeiten zur Sonderabschreibung und Kredite, die insbesondere das Eigenkapital von Bauherren und Projektentwicklern stärken.

00:10:03: Auch der angekündigte Gebäudetyp E soll schneller umgesetzt werden!

00:10:08: Dahinter steht die Idee beim Bauern stärker zwischen wirklich notwendigen Anforderungen und vermeidbaren Standards zu unterscheiden.

00:10:15: Dadurch könnten wir einfacher und kostengünstiger bauen.

00:10:18: Daneben bleiben natürlich die großen bekannten Baustellen bestehen, niedrige Bau- und Finanzierungskosten, verlässliche Förderbedingungen mehr Planungssicherheit und genügend Fachkräfte.

00:10:30: Ein Ausblick auf die Infrastruktur Interessant ist dass nicht nur der Wohnungsbau für Hoffnung sorgt.

00:10:36: gerade die Infrastrukturen entwickelt sich derzeit positiv.

00:10:39: Die Auslastung liegt hier bei plus vierundvierzig Prozent.

00:10:42: Auch der gewerbliche Bau hat sich deutlich verbessert.

00:10:45: Der entscheidende Frage ist also nicht mehr unbedingt, ob sich die Stimmung in der Bauwirtschaft verbessert – sie tut es!

00:10:50: Die Frage ist vielmehr, ob aus dieser besseren Stimmung tatsächlich neue Aufträge, Baustarts und am Ende fertige Bauwerker werden?

00:10:58: Und genau hier muss die Politik aus Sicht der Branche jetzt dafür sorgen dass die Erholung nicht an hohen Kosten, fehlender Finanzierung oder komplizierten Verfahren hängen bleibt Denn der Wohnungsbau hat eine große Wirkung auf unsere Wirtschaft.

00:11:11: Mehr Wohnungen bedeuten mehr Baufträge, mehr Beschäftigung und langfristig höhere Steuer- und Beitragseinnahmen.

00:11:18: Gleichzeitig kann zusätzlicher Wohnraum den Druck auf die Wohnungsmärkte reduzieren.

00:11:22: Bayern stellt dafür nach eigenen Angaben im Jahr für uns in den nächsten Jahren bis zum Ende des Jahres um rund drei Milliarden Euro zur Verfügung.

00:11:33: Ob das am Ende ausreicht, werden wir wohl sehen!

00:11:35: Festt jedenfalls, die Bauwirtschaft kommt langsam wieder in Bewegung.

00:11:39: Von einer echten Entwarnung sind wir aber noch ein gutes Stück entfernt.

00:11:46: Sonstiges!

00:11:51: Selbstteilender Beton herättert das alte Rom unserer Bauwerke.

00:11:55: So schlecht sein Ruf auch ist – Beton ist eines der wichtigsten Baumaterialien der Welt.

00:11:59: Allerdings ist eine Herstellung für einen erheblichen Teil der globalen CO-Zweimission verantwortlich.

00:12:04: Über Möglichkeiten, Beton Emissionsarmor zu machen haben wir schon aufgesprochen.

00:12:09: Einmal sollte die Herstellung selbst klimafreundlicher werden und dann ist es auch wichtig, dass die Bauwerke möglichst lange halten ohne ständig repariert oder ersetzt werden zu müssen.

00:12:18: Und genau darum geht es hier – das MIT-Standup DEMAT hat sich zur Aufgabe gemacht antikerümische Bauwerker zu untersuchen.

00:12:27: Die bestehen schließlich aus einem Beton und sind außerordentlich widerstandsfähig.

00:12:32: Der Vorteil des sogenannten Selbstheilenden Betons ist es, die Lebensdauer von Betonbauwerken zu verlängern.

00:12:40: Und das sogar laut dem Unternehmen um fünfzig Prozent und gleichzeitig auch für eine Reduktion der CO² Emissionen zu sorgen, und das bei sogar vierzig Prozent.

00:12:51: Aktuell laufen erste Bauprojekte mit diesem Material in Europa an – und wir sind schon gespannt auf die Ergebnisse!

00:12:57: Ob sich Selbsthalender Beton tatsächlich zu einem Standardmaterial entwickeln kann muss ich natürlich erst noch zeigen.

00:13:03: Spannend ist aber vor allem der Ansatz dahinter.

00:13:05: Statt Beton nach einigen Jahrzehnten einfach zu reparieren oder zu ersetzen, versucht man seine Lebensdauer bereits beim Material selbst zu verlängern.

00:13:13: Und dafür mussten Ingenieure erst einmal mehrere Tausend Jahre zurückblicken.

00:13:17: Manchmal liegt Innovation nun einmal in der Vergangenheit.

00:13:21: Man muss sie nur neu entdecken!

00:13:24: Pilotprojekt – elektrische Baustelle.

00:13:26: im Praxistest Von römischen Artikel machen wir zum Abschluss noch einen Sprung in die Zukunft.

00:13:31: Oder in die baldige Gegenwart?

00:13:33: Es geht um elektrisch betriebene Baumaschine.

00:13:36: Wir wissen ja, die Bauwirtschaft steht unter Druck Energieverbrauch CO²-Missionen und Betriebskosten zu reduzieren.

00:13:43: Gleichzeitig ist die Elektrifizierung auf Baustellen deutlich schwieriger als beispielsweise bei PKW auf den Straßen Denn Baumaschinen müssen deutlich mehr leisten aus einem Motor zum Fahren mit Strom zu versorgen.

00:13:54: Von solchen Maschinen werden enorme Leistungen verlangt.

00:13:57: Abgesehen davon es liegt nicht auf jeder Baustelle ausreichend Strom an.

00:14:01: In Oberhausen hat Straber getestet wie weit sich eine Baustalle heute elektrifizieren lässt und zwar nicht unter Lagboa-Bedingungen, sondern im echten Baustellenbetrieb.

00:14:10: Die Baustelle der Wahl war der Umbau einer bestehenden Bodenaufbereitungsanlage.

00:14:15: Dabei wurde Kapazität von bisher hundertzwanzigtausend auf bis zu dreihundertfünfzigtausende Tonnen pro Jahr erhöht.

00:14:21: Auf die Baumaschinen warteten umfangreiche Rückbau-, Erdbau-, Tiefbau- und Asphaltarbeiten.

00:14:27: Zum Einsatz kamen elf elektrische Großgeräte darunter beispielsweise ein fünfundzwanzigttonnen Raupenbagger Ein Radlader, ein elektrischer Autokran, Walzen und ein elektrischer Asphaltfettiger.

00:14:38: Den Strumpel darf zu decken war wohl das größte Problem – dem begegnete die Strabag zusätzlich zum örtlichen Stromanschluss mit einem mobilen Batteriespreicher.

00:14:47: Ganz ohne konventionelle Technik ging es allerdings noch nicht Denn elektrisch betriebene Baumaschinen sind momentan noch nicht in allen Leistungsklassen und für jeden Einsatzzweck verfügbar Und auch eine leistungsfähige Lade bzw.

00:14:58: Strominfrastruktur lässt sich nicht an jedem Standort ohne weiteres aufbauen.

00:15:03: Strabag setzte deshalb auf einen Hybridansatz.

00:15:05: Wo elektrische Maschinen verfügbar und wirtschaftlich sinnvoll waren, wurden sie eingesetzt.

00:15:09: Für Maschine bei denen das noch nicht möglich war sowie für logistische Fahrzeuge kam HVO hundert zum Einsatz – ein erneuerbarer Dieselkraftstoff!

00:15:18: Der interessanteste Punkt dieses Bilobprojekts ist also vielleicht gar nicht die vollständige elektrischen Baustelle.

00:15:23: Viel wichtiger ist die Frage wie eine schrittweise Elektrifizierung in der Praxis funktionieren kann?

00:15:28: Denn genau darauf kommt es am Ende an… Die Praxis.

00:15:31: Das Beispiel aus Oberhausen zeigt, große elektrische Baumaschinen können heute unter realen Bedingungen eingesetzt werden.

00:15:37: Gleichzeitig packt es dafür eine passende Energieinfrastruktur und einen flexiblen Umgang mit verschiedenen Antriebstechnologien.

00:15:44: Die Baustelle der Zukunft wird wahrscheinlich nicht von heute auf morgen komplett elektrisch.

00:15:50: Und damit sind wir auch am Ende der BauNews angekommen.

00:15:53: Vielen Dank dass ihr wieder mit dabei wart.

00:15:54: Wenn euch die Folge gefallen hat teilt sie gerne mit euren Kolleginnen.

00:15:57: Kollegen.

00:15:58: folgt diesem Podcast abonniert diesen podcast und schaltet wieder ein, wenn es wieder heißt Blue Ball Podcast.

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