#197 Bau-News Oktober 2026
Shownotes
Die Tage werden kürzer, aber in der Baubranche geht es erst richtig los. Hier kommen die Bau-News im Oktober 2026! Dieses Mal sprechen wir unter anderem über Themen wie neue Gesetze für moderneres Bauen in NRW, den Stand des bundesweiten Gebäudetyps E, aktuelle Zahlen der Bauwirtschaft und spannende Innovationen, beispielsweise Bauteile aus Wüstensand und Exoskelette im Bauhandwerk.
Schreibt uns in die Kommentare: Welche der neuen Entwicklungen findet ihr besonders spannend? Und folgt uns gerne, um keine zukünftigen Episoden zu verpassen. Viel Spaß beim Zuhören!
Transkript anzeigen
00:00:02: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Global Podcast, heute mit den Bauernnews im Oktober zwanzig sechsundzwanzig.
00:00:10: Die Tage werden kürzer aber in der Baubrosche geht es jetzt richtig los!
00:00:15: Heute geht es um eine erste Bilanz der EH-Fünfundfünfzig Plus Förderung und um die neue Landesbauordnung in Nordrhein-Westfalen.
00:00:22: also dem schauen wir auf den Stand beim Gebäudetyp E und im Marktmonitor geht es unter Wohnungsbau und um Schiene.
00:00:29: zum Schluss Stellen wir Innovationen vor, dazu zählen Bauteile aus Füßensand, Exoskelette im Handwerk sowie KI und Robotik auf der Baustelle.
00:00:38: Bleibt dran!
00:00:44: Politikradar Erste Bilanz der EH-Vonfünfzig Plusförderung.
00:00:51: Die EH-Fünfundfünfzig plus Förderung zeigt Wirkung.
00:00:54: Seit ihrer Wiederaufnahme im Dezember zwanzig fünfundzwanzig wurden bereits Fünfzigtausend Wohneinheiten gefördert.
00:01:00: Das Programm zielt auf dem Bauüberhang in Wohnungsbau.
00:01:03: Gemeint sind Projekte, die genehmigt sind aber nicht begonnen wurden.
00:01:07: Genau sie sollen mit der Förderung auf die Baustelle kommen.
00:01:10: Nun werden die Mittel knapp, ursprünglich standen rund achthundert Millionen Euro zur Verfügung.
00:01:15: Übrig sind noch etwas neunundsechzig Millionen Euro.
00:01:18: Eine Aufstärkung ist nicht geplant – Die Fördering läuft bis das Geld aufgebracht ist spätestens bis Ende des Jahres!
00:01:25: Für die Bauwirtschaft hat es einen bitteren Beigeschmack.
00:01:27: Der Auftragsschub hilft kurzfristig, viele weitere genehmigte Projekte dürften ohne Förderungen aber auf dem Papier bleiben.
00:01:33: Parallel gibt es weitere Programme, etwa zinskünstige Kredite für Familien beim Wohneigentum.
00:01:39: Diese sollen Investitionen selbst genutzt immobilieren ankurbeln.
00:01:42: Offen ist ob das reicht um den Bauüberhang dauerhaft abzubauen.
00:01:46: Werden Projekte nach dem Förderende erneut zurückgestellt bleibt es bei einem kurzen Impuls Gesetz und Normenabdecks Neue Landesbauordnung in Nordrhein-Westfalen.
00:02:02: In Nordrhein Westfalen gilt seit dem ersten September zwanzig sechsundzwanzig eine neue Landesbau Ordnung.
00:02:07: Sie soll das Bauern im Bestand erleichtern, Verfahren beschleunigen und die Digitalisierung voranbringen.
00:02:13: Eine zentrale Änderung betrifft die allgemein anerkannten Regeln der Technik.
00:02:17: Die Pflicht zu ihrer Einhaltung entfällt aus Paragraf drei der Bauordnung.
00:02:21: Stattdessen stehen gesetzliche Schutzziele und eingeführte technische Baubestimmungen im Mittelpunkt.
00:02:26: Planende erhalten so mehr Spielraum für projektspezifische Lösungen.
00:02:30: Das ist ein Schritt in Richtung Gebäude Typ E. Für den Bestand gibt es die sogenannte Oldtimer-Regelung.
00:02:36: Bei bestimmten Nutzungsänderungen und Aufstockungen müssen bestehende Bauteile nicht automatisch auf Neubaustandard gebracht werden.
00:02:42: Das erleichtert etwa Dachgeschosse, Ausbauten oder Umnutzung.
00:02:46: Mehr Spielraum bedeutet allerdings mehr Verantwortung für Ingenieure und Architekten.
00:02:50: Eine Lösung muss nach der Bauordnung zulässig sein – sie muss aber auch den Standard erfüllen, der dem Auftrag über vertraglich geschuldet ist.
00:02:56: Wer von den anerkannten Regeln der Technik abweicht, sollte das deshalb im Vertrag festhalten!
00:03:01: Auch die neue Genehmigungsfiktion ist kein Freifahrtsschein.
00:03:04: Entscheidet die Behörde nicht frisch gerecht, gilt der Antrag zwar als genehmigt.
00:03:08: Die materielle Anforderungen an das Bauvorhaben gelten aber weiter und ein digitaler Bautantrag macht das Verfahren nicht automatisch schneller.
00:03:15: Viele Bauaufsichtsbehörden müssen technisch und personell erst nachrüsten.
00:03:20: Gebäudetyp E Bayern starte zweite Pilotphase.
00:03:24: Der Gebäudetyp E soll bauen einfacher und günstiger machen – die Idee auf Standard zu verzichten, die zwar üblich, aber gesetzlich nicht vorgeschrieben sind.
00:03:32: Ein oft genanntes Beispiel sind Steckdosen.
00:03:34: Nach DIN kann eine seventy-fünf Quadratmeter große Dreizimmerwohnung bis zu siebenundvierzig Steckdosen haben.
00:03:40: Bayern ist bereits in der Praxis angekommen, nach einer ersten Pilotphase mit Wohngebäuden startete im September die zweite Runde.
00:03:47: Diesmal geht es um Schulen, Hochschulen und andere Bildungsbauten.
00:03:50: Bewerbungen sind bis zum dreißigsten Oktober zwanzig sechsundzwanzig möglich.
00:03:54: Laut Bauministerkonferenz zeigen erste Pilotprojekte das die Bauwerkskosten um mehr als fünfzehn Prozent sinken können.
00:04:01: Auf Bundesebene hakt es.
00:04:02: Der im Juli angekündigte Gesetzesentwurf vom Bundesbau und Bundesjustizministerium hängt weiter fest.
00:04:09: Eine Entscheidung der Bundesregierung steht aus, in der Branche sorgt das für Unmut.
00:04:13: Das Camp-Problem ist das Ziel wie recht – technische Normen sind keine Gesetze.
00:04:18: Im Vertrag können sie aber als geschuldeter Qualitätsstandard gelten.
00:04:21: Wer abweicht trägt deshalb Haftungs- und Mängelrisiken auch bei kleinen Abweichungen.
00:04:26: Bayern fordert von bundflexiblerer zivilrechtliche Regeln.
00:04:29: Erst dann lassen sich Einsparpotenziale in größerem Umfang nutzen.
00:04:34: Marktmonitor, Zahlen, Balanzen, Entwicklungen.
00:04:41: Wohnungsbau – Tiefpunkt mit Aussicht auf Erholung.
00:04:43: Der Wohnungsbausteck weiter in der Krise.
00:04:45: Für im Jahr ist es nur rund zu ca.
00:04:48: einigartig fertig gestellte Wohnungen erwartet.
00:04:51: Das liegt weit unter dem Bedarf.
00:04:53: Bundesweit fehlen inzwischen etwa µm Wohnungen.
00:04:57: Auch die Bauwirtschaft selbst leidet!
00:04:59: Zwischen Jahrzehntausend, Dreiundzwanzig und Zweitausendfünfundzwenzig gingen rund zweixundzehnzig Kommen neun Milliarden Euro netto Umsatz verloren.
00:05:06: Unternehmen haben Kapazitäten abgebaut und das Insolvenzrisiko bleibt.
00:05:10: Es gibt aber einen Hoffnungsschimmer Die Zahl der Baugenehmigung entsteigt wieder.
00:05:14: Für zwanzig siebenundzwanzig wird bei der Fertigstellung neue Wohngebäude im Wachstum von vierzehn Kommand zwei Prozent erwartet.
00:05:20: Treiber dürfte vor allem dem Mehrfamilienhausbau sein.
00:05:23: Im Norden und Osten wird mit stärkerem Wachstem gerechnet als in anderen Regionen.
00:05:27: Die Einschränkungen bleibt die selber wie bei der EHF-Vf.
00:05:30: Förderung, eine Genehmigung ist noch kein Baustart.
00:05:33: Hohe Bau und Finanzierungskosten bremsen viele Projekte.
00:05:37: selbst mit vierzehn Prozent Wachstum bleibt die Zahlen neuer Wohnungen weit unter dem Bedarf.
00:05:42: damit zwei tausend siebenundzwanzig.
00:05:43: zum Wendepunkt wird praktisch schnellere Genehmigungs- und Vergabe verfahren.
00:05:47: dazu kommen in der Gebäude Typ E mehr seriales Bauen und eine verlässliche Neubauförderung.
00:05:54: Gelingt das nicht, drohen weitere Kapazitätsverluste und ein noch größerer Wohnraummange.
00:06:00: Schiene – Auftragsboom mit offener Finanzierung.
00:06:03: Die Schieneninfrastrukturs wollen in kommenden Jahren modernisiert und ausgebaut werden.
00:06:07: Das Geld dafür kommt aus dem Sondervermögen.
00:06:09: Für die Bauwirtschaft verspricht das viele Aufträge etwa bei Gleisen- und Bahnhöfen.
00:06:14: Voraussetzung ist allerdings eine langfristig verlässliche Finanzierung.
00:06:18: Bauunternehmen müssen früh wissen welche Projekte wann kommen.
00:06:21: Nur so können sie Personal und Maschinen aufbauen.
00:06:24: Gleichzeitig steigen im Jahr die Trassenpreise, also die Maut für die Nutzung des Schienennetzes.
00:06:29: Im Schnitt sind acht Prozent mehr vorgesehen bei einzelnen Verkehrern bis zu knapp dreizehn Prozent.
00:06:34: Die DB InfraGo erwartet daraus Einnahmen von rund sieben Komma fünf Milliarden Euro.
00:06:39: Das Geld soll Betrieb in Stalthaltung und Ausbau des Netzwerks mitfinanzieren.
00:06:43: Für Eisenbahnunternehmen bedeutet das zusätzlichen Kostendruck.
00:06:47: Im schlimmsten Fall leidet das Verkehrsangebot – das betrifft auch den Güterverkehr der die Straßen entlasten soll!
00:06:53: Ab twenty-sevenundzwanzig soll eine langfristige Leistungsvereinbarung für DBA InfraGo mehr Planungssicherheit schaffen.
00:07:00: Die Finanzierung muss bis weit in die zwei-tausenddreißige Jahre gesichert sein, dann könnte die Modernisierung des Netzes der Bauwirtschaft über viele Jahre zusätzliche Aufträge bringen.
00:07:12: Sonst ist es Wüstensand als Baustoff.
00:07:19: Klassische Baustover wie Beton und Stahl stehen zunehmend an der Kritik.
00:07:23: Ein neuer Ansatz setzt deshalb auf Wüstenzand.
00:07:25: Für herkömmlichen Beton ist er kaum geeignet.
00:07:28: Grund sind Korngröße und Form der Körner.
00:07:30: Das Gründungsprojekt, Addisol will das ändern.
00:07:33: Der Sand wird mit konzentriertem Sonnenlicht geschmolzen und im D-Druck zu Bauteilen verarbeitet.
00:07:39: Es entsteht ein steinartiger Baustoff.
00:07:41: Möglichst sind auch komplexe Formen, Hohlräume und individuelle Geometrien.
00:07:46: Erste Tests zeigen eine hohe Druckfestigkeit im Bereich hochfester Wandbaustoffe.
00:07:50: Konkrete Messwerte sind allerdings noch nicht veröffentlicht.
00:07:53: Die Erfahrung könnte zwei Probleme lösen.
00:07:55: Ein bisher kaum nutzbarer Rohstoff würde verwertbar.
00:07:59: Zudem entstünde eine Alternative zu Ziegel, Kalksandstein oder Porenbeton, deren Herstellung teils sehr energieintensiv ist.
00:08:06: Doch muss sich zeigen ob sich das Verfahren technisch und wirtschaftlich skalieren lässt.
00:08:10: Bisher arbeitet der drei D-Sruck mit einem Laser.
00:08:13: Langfristig soll direkt gebündelte Sonnenlicht ihn ersetzen.
00:08:17: Optik, Schmelzprozess und Druck müssen dafür zuverlässigt zusammenspielen auch bei großen Bauteilen.
00:08:22: Interessant wäre die Technik vor allem in solchen reichen Regionen mit viel Sand, in Europa etwa in Spanien.
00:08:29: Unterstützung kommt bereits aus der Forschung und aus Startup-Programmen.
00:08:35: Exoskelette im Bauhandwerk – exoskelette so ein Beschäftigter im Bauhandwerk bei körperlich belastender Arbeit unterstützen.
00:08:41: Was nach Science Fiction klingt ist bereits Realität.
00:08:44: Hintergrund sind der Fachkräftemangel alter werdende Belegschaften Und die hohe körperliche Belastungen im Handwerk.
00:08:51: Besonders belastend sind Heben und Tragen, gebückte Haltung und Arbeiten über Kopf.
00:08:55: Rücken, Schultern und Gelenke leiden darunter oft über Jahre.
00:08:59: Exoskelette entlasten gezielt einzelne Körperbereiche je nach System etwa Rücken Nacken oder Knie.
00:09:05: Ziel ist das beschäftigt ihr gesund und länger im Beruf bleiben.
00:09:09: Nicht jedes System passt zu jeder Tätigkeit.
00:09:11: Ein Fliesenleger braucht eher Unterstützung an den Knien als eine Nackensstütze.
00:09:15: Nötig sind deshalb Arbeitsplatzanalysen und Tests unter realen Bedingungen.
00:09:20: Zudem ersetzt Technik keinen klassischen Arbeitsschutz.
00:09:23: Exoskeletter kommen vor allem durch den Frage, wo sich Belastungen nicht anders ausreichend senken lassen.
00:09:29: Für Betriebe stellt sich auch die Frage, wie die Anschaffung eine messbare Nutzen bringt.
00:09:33: Erste Erfahrung gibt es im Handwerk bereits mehr noch in Industrie und Logistik.
00:09:37: Klar ist wer Fachkräfte halten will muss auf deren Gesundheit achten.
00:09:43: KI & Robotik auf der Baustelle.
00:09:46: KI und Robotik sind dem Bauwesen in der Praxis angekommen.
00:09:49: In Planung und Projektabwicklung könnten KI- und generatives Design künftig einen großen Teil der Arbeit übernehmen.
00:09:55: Bis zum Jahr den Planungsaufwand so um bis zu thirty-fünf Prozent sinken könnte, auch Kalkulation, Dokumentenprüfungen und Terminplanung sollen zunehmend automatisiert werden.
00:10:05: Auf der Baustelle übernehmen Roboter bereits Aufgaben wie Bohren, Mauern und Malerarbeit.
00:10:11: Hinzu kommen der automatisierte drei D-Druck von Betonbauteilen.
00:10:16: Forschungsprojekte verbinden digitale Zwillinge, KI und Baurobotik um die Systeme unter realen Bedingungen zu testen.
00:10:23: Die größte Hürde liegt zwischen Labor- und Bausteller.
00:10:26: Was technisch funktioniert ist noch nicht automatisch wirtschaftlich einsetzbar.
00:10:30: Entscheidend sind Wirtschaftlichkeit, Robustheit und die Integration im bestehenden Abläufe.
00:10:35: KI braucht zudem strukturierte und hochwertige Daten – sonst arbeitet sie unzuverlässig!
00:10:40: Langfristig könnte KI ganze Prozesse unterstützen etwa für Traksprüfung oder Projektmanagement.
00:10:46: Roboter eignen sich vor allem für Monotone, Belastende oder gefährliche Tätigkeiten.
00:10:51: Fachkräfte gewinnen so Zeit für Aufgaben bei denen Erfahrung zählt.
00:10:55: Der Weg zur vollautomatisierten Baustelle ist aber noch weit weg.
00:10:59: Zunächst geht es darum herauszufinden wo die Technik einen messbaren Mehrwert bringt Und damit sind wir am Ende der Bau-News angekommen.
00:11:07: Vielen lieben Dank dass ihr wieder dabei wart.
00:11:09: Wer euch die Folge gefallen hat teilt sie gerne mit euren Kolleginnen und Kollegen.
00:11:13: Ich wünsche euch eine erfolgreiche Woche.
00:11:15: Macht's gut!
00:11:16: Bleibt gesund und bis bald, euer Daniel.
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